Ein Schmankerl aus dem herbstlichen Küchengarten – Paprikafrischkäse mit Koriander

P1030186In dieser Saison habe ich meine Liebe für Frischkäsezubereitungen entdeckt. Das geht schnell und ist abwechslungsreich. Auch heute wieder ein Gang in den nun unwiderruflich schrumpfenden Küchengarten. Aber Paprika im Gewächshaus ist noch ausreichend vorhanden, da muss ich bald was einfrieren. Auch der Koriander wächst noch super. Also kann`s schon losgehen.
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Ich habe 2 Paprikasorten, eine heißt Diavolo, und das ist sie auch, höllisch scharf, die andere ist mild. Nun ist mal wieder alles etwas leicht durcheinander gekommen, so dass ich jede Paprika vorsichtig kosten muss, um die Schärfe zu testen.
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Für die Paprikacreme püriere ich die scharfe mit dem Frischkäse. Von der milden schneide ich kleine Stückchen, das wird dann mit gehacktem Koriander, ich nehme alle Teile, auch die Stiele und mit etwas Kreuzkümmel vermischt. Etwas Hawaiisalz oben drauf und dann mit dem Rest Paprika dippen oder aufs Brot.
Wirklich lecker, Guten Appetit!

mampf, mampf

mampf, mampf

Grundnahrungsmittel – die Kartoffel

Bekanntlich entdeckten die Spanier in der Neuen Welt u.a. auch die Kartoffel. Sie setzte sich in Europa erfolgreich durch und bei uns sorgte der Alter Fritz ( Friedrich der Große) für die Verbreitung.
Ob wir sie heute noch als Grundnahrungsmittel bezeichnen können, bezweifle ich fast, doch im Hobbyanbau gewinnt sie zunehmend an Anhängern, was man auch an der riesigen Sortenvielfalt , die jetzt zur Verfügung steht, sehen kann. Weiterlesen

Ein Apfelbrot zur späten Stunde

P1030151 - KopieWährend ich dies schreibe, muss das Brot noch auskühlen. Aber ich verspreche, ich werde es am Ende des Beitrages kosten. Vorab gesagt, es duftet wunderbar, schade, dass das noch nicht übers Internet rüberkommt, dauert bestimmt nicht mehr lange.

So nun das Rezept, habe probiert mal etwas genauer zu sein, damit es wiederholbar ist.
500 g Mehl, (100 Buchweizen, 200 Dinkelvollkorn, 200 Dinkel 630)
1 Backpulver
1 Vanillezucker
1 Eßl. Zimt
1 Teel. Nelkenpulver
1 Messerspitze Muskat
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dies schon mal vermischen

200 g Walnüsse
100 g Haselnüsse
200 g Rosinen
100 g Honig
150 ml Apfelsaft
750 g geriebene Äpfel ohne Schale, ohne Kerngehäuse

dies auch mischen, dann alles zusammen verkneten
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1 Kastenform fetten, Teig einfüllen, etwas Haferflocken oben rüberstreuen

Ofen auf Umluft 165° C, untere Schiene 60 Minuten backen,10 Minuten abkühlen, dann vorsichtig aus der Form stürzen
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und dann essen, Guten Appetit

Es ist unwahrscheinlich lecker!!!! mal sehen, wie viel mein Mann davon verdrückt, wenn er gleich von der Arbeit kommt.

Weltbrottag – unser tägliches Brot gib uns heute?

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Für mich ist Brot ein wichtiges Grundnahrungsmittel, dem ich auch entsprechende Aufmerksamkeit widme. D.h. Was esse ich – und auch ein wichtiger Aspekt, wie verwerte ich die alten Reste. Schon in meiner Kindheit wurde ich dazu erzogen, keine Lebensmittel wegzuschmeißen und so halte ich es auch heute noch.

Nun habe ich einen Hof mit diversen Tieren, die sich alle über die Brotreste freuen, als da wären:
die alten Hängebauchschweine,

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Pferde, Hühner und auch die Hunde. So viel bleibt da eigentlich nie übrig, also ist die Verwertung kein Problem.

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Ich backe nun schon einige Jahre selber, und mein sonst so genügsamer Mann meint, gekauftes Brot schmeckt ihm nicht, also tue ich ihm den Gefallen, und mir macht es auch Spaß. Rezepte benutzte ich nur noch zur Anregung, und abgewogen wird auch fast nur das Mehl,das klappt meistens auch. Ich liebe es einfach zu experimentieren und Neues auszuprobieren.

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Für heute Abend ist ein Apfelbrot geplant, ich hoffe, mein Zeitplan lässt es zu.

Erntezeit – Apfelzeit

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Meine alte Bäume sind so hoch, dass ich einfach warten muss, bis sie von alleine purzeln, und der Sturm heute holt sie schneller vom Baum, als ich sie verarbeiten kann. Da heißt es kreativ sein.

Heute zum Beispiel gab es den Herbstlichen Feldsalat mit Äpfeln zum Mittag.
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Das Rezept:
geschälte, gehackte Haselnüsse ohne Fett in der Pfanne rösten
Apfelstückchen kurz in Ingwersirup andünsten
Feldsalat mit wenig Haselnussöl anmachen, mit den warmen Apfelstückchen mischen, Haselnüsse drauf verteilen, und als Toping ein Löffel Schmand und ein Klecks Preiselbeeren.
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Eigentlich mag ich Salat nur im Hochsommer, wenn es so richtig heiß ist, aber dieser lauwarme Salat eignet sich vorzüglich auch für die kältere Jahreszeit.

Abends gibt es dann Zucchinisuppe mit Süßkartoffel, Ingwer und???? natürlich Apfel.
Das war heute Premiere, und ist sehr lecker.

Morgen dann Apfelkuchen, oder doch lieber Apfelstrudel….?

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Bäume – und Elizabeth Gilberts „Das Wesen der Dinge und der Liebe“

002Gestern hielt ich endlich mein heiß ersehntes Buch, die Neuerscheinung von Elizabeth Gilbert in den Händen.

Durch meine amerikanischen Gartenblogs hatte ich schon vor einiger Zeit davon gehört und wartete nun ungeduldig auf die deutsche Übersetzung.
Ein Buch mit viel botanischem Hintergrund sollte es sein, ich war gespannt. Gilberts Bestseller „Eat, Pray and Love“ hatte mir gut gefallen, durch das „Ja-Wort“ habe ich mich nicht ganz bis zum Ende durchgekämpft. Nun ein Buch, was im 19. Jahrhundert spielt und der erste Teil sogar im 18.
Es fängt mit dem Werdegang von Almas Vater an, und dann die erste Überraschung: ihr Großvater war Obstbaumgärtner in Kew, England.
(Ich liebe Kew, die Royal Botanical Gardens, sowohl in London als auch die Außenstation Wakehurst mit den wundervollen, seltenen Bäumen.)
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SONY DSCDie Handlung nahm mich mit in das Zeitalter der Pflanzensammler und Entdecker; mit Kapitän Cook über die Meere, auf der Suche nach Reichtum und Erkenntnis. Tausende von Pflanzen und Samen wurden nach Europa geschafft, oft unter lebensgefährlichen Bedingungen. Und heute sind etliche dieser damals so begehrten Schätze wieder vom Erdboden verschwunden oder vom Aussterben bedroht – Ist das nicht absurd?
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Wir haben vor 10 Jahren eine Gruppe von Betula albosinensis (Kupfer-Birken) gepflanzt und es ist immer wieder erstaunlich, was für ein Farbspiel beim Abblättern der Rinde entsteht.

Bäume wecken in mir oft ein Gefühl der Erfurcht und Bewunderung, und ich glaube Khalil Gibran (1883-1931) zu verstehen, wen es heißt:
„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt.“
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Und nun geht es mit der Bettlektüre weiter.

Grüne Tomaten: ein Resümee zum Ende der Tomatensaison und eine kurze Widmung des gleichnamigen Films

 

Nachdem es heute Nacht wieder Bodenfrost gab, habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass die restlichen unreifen Tomaten noch eine Chance haben. Also habe ich alles, was halbwegs reif war, abgepflückt und ein leckeres Tomatensüppchen gekocht. Zur Abwechslung mal mit einer Süßkartoffel und Ingwersirup, zum Schluss etwas frischen Koriander drauf, fertig, ein Genuss! Weiterlesen

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