Kochbücher – Ich liebe Sie!

P1030743Ich liebe Kochbücher. Nicht unbedingt wegen der Rezepte, sondern weil ich mich von schönen Bildern und Fotos, sowie grafisch gut aufbereiteten Texten inspirieren lassen möchte. Wenn dann die Rezepte auch noch nachkochbar sind, um so besser.

Vor einiger Zeit fiel mir nun in einer Zeitschrift die Werbung für ein französisches Kochbuch auf, der Einband sprach mich sehr an und gleich wollte ich es haben. Aber der Preis ließ mich doch noch abwarten, und ich dachte daran, es auf meine Geburtstagsliste zu setzen. Immer wieder sah ich mir die Beschreibung an und entdeckte, dass die Autoren in Hamburg das Restaurant „Brasserie La Provence“ betreiben. Das war kein Zufall, da musste ich hin. Also beschlossen wir am Geburtstag unseres Sohnes dort zu essen. Wenn es dann wirklich gut war, wollte ich mir das Buch vor Ort kaufen.
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Ich will es jetzt kurz machen, es war für uns alle ein sehr schöner Abend mit einem ausgesprochen guten Essen. Ich bin ja schwer zufrieden zu stellen und sehr anspruchsvoll in punkto Restaurants, aber diesmal haben mir alle 3 Gänge des Menüs hervorragend geschmeckt,und das kommt mehr als selten vor.
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Zum Schluss bekam ich auch noch mein Kochbuch „Le grand bordel“. Es ist wunderschön und ich werde bestimmt in nächster Zeit einiges Nachkochen. Aber ganz besonders hat mir dann die Widmung mit dem Zitat gefallen:
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und dem stimme ich voll und ganz zu.

So gibt es von mir die Geschichte, dass ich am Tag meiner Einschulung in der Küche stand und an meinem Kinderherd mir Milchkartoffeln (ein altes mecklenburger Bauernrezept) kochte. Eltern und Großeltern drängelten, aber meine Devise war: etwas Warmes braucht der Mensch und Schule kann warten.
Milchkartoffeln sind übrigens heute noch eins meiner einfachen Lieblingsessen, die im Winter mindestens 1x die Woche auf dem Tisch stehen und dieses Jahr bei meiner guten Kartoffelernte bestimmt öfters.
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Also hier das kurze, einfache Rezept:

Gute mehlige Kartoffeln als Salzkartoffeln kleingeschnitten gar kochen.
Wasser abgießen, ein großes Stück Butter zu, schmelzen lassen.
Milch dazu, und nun vorsichtig anstampfen, es soll kein Brei entstehen, es muss noch leicht stückig sein. Dann kräftig abschmecken, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer passt gut. Zu diesem Eintopf gibt es dann, je nach Geschmack Leberwurst, grob oder fein und Mettwurst. Mir schmeckt es aber mittlerweile auch ohne Wurst.

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Bon appetit!

Die Betten sind gemacht – Stroh? Späne? Holzpellets?

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Noch schlafen sie draußen auf der Weide, aber die Nächte sind gezählt, und so habe ich heute die Boxen vorbereitet.

6 Pferde habe ich zu versorgen, 4 eigene und 2 Gastpferde. 5 davon werden im Winterhalbjahr nachts aufgestallt, 1 Pferd ist leider dämpfig und steht nachts im Offenstall, was gesundheitlich auf jeden Fall von Vorteil ist.

Zur Zeit können sie noch ganz draußen bleiben, was für mich eine enorme Arbeitserleichterung ist. Aber wenn es zu nass wird und dabei auch noch kalt, hole ich sie nachts rein.

Das tägliche Misten der Boxen ist dann eine doch recht anstrengende Arbeit, die ich probiere, so gut es geht zu meistern.

Mit der Zeit haben sich dabei verschiedene Einstreutechniken entwickelt.
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Am einfachsten und auch billigsten ist natürlich das Einstreuen mit Stroh. Mein Nachbar liefert mir gutes Stroh auf Abruf, das ist praktisch. 3 Pferde stehen auf Stroh.
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Eins steht auf Späne, die ich generell für Koliker verwende. In diesem Fall hatte die Stute vor 5 Jahren einen Darmverschluss, und da will ich nichts riskieren. Für Stauballergiker nehme ich auch Späne, aber zur Zeit ist da keiner dabei. Für mich ist die Spänebox immer die zeitintensiveste.
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Seit letzten Jahr habe ich Holzpellets mit eingesetzt. Das ist besonders für meinen alten Haflinger gut, der bei Stroheinstreu jeden Halm auffrißt, bzw. im Nassen steht. Da er zudem sehr ordentlich in seiner Box ist, steht er nun schön sauber und gepolstert auf den gequollenen Pellets. Das geht dann auch sehr schnell zu misten und ist etwas billiger als Späne.
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So wird jeder hier auf ganz individuelle Weise versorgt, ich persönlich bevorzuge mein Wasserbett!

Stroh bitte!

Stroh bitte!

Geburtstagskuchen – Eine süße Kindheitserinnerung

P1030662Ich glaube, viele von uns haben ihren Lieblings-Kinder-Geburtstagskuchen, den sie sich auch als Erwachsene noch von ihren Müttern wünschen. Sicherlich hat man inzwischen viele neue leckere und auch ausgefallenere Kuchen probiert, aber dieser EINE muss es am Geburtstag sein.
Das ist Tradition und bestimmt auch mit einer liebevollen Erinnerung an die Kindheit verbunden.P1030642

So wird mein Sohn heute 25 Jahre alt und hat sich seinen ganz speziellen Geburtstagskuchen gewünscht. Das Rezept ist über 20 Jahre alt und auch eingefleischte Haferflockengegner haben ihn ins Herz geschlossen.

Nachmachen ist angesagt, er schmeckt auch Erwachsenen!

Vorbemerkung zu meinem „Nobody is perfect day“.
Nun ging heute vieles schief, mehr als 50 x gemacht, aber heute….
Alles war gut vorbereitet, aufgereiht, es sollten schöne Fotos für den Blog werden. Sonst arbeite ich ja eher chaotisch, intuitiv, heute sollte es perfekt aussehen. Na, ja!!! Erst nahm ich eine falsche Kuchenform, zu groß, wieder alles rauskratzen. Als die dann im Ofen war, merkte ich, dass ich ¼ l Milch vergessen hatte, also wieder raus und vorsichtig unterrühren. Dann ließ sich der Kuchen natürlich nicht aus der Form stürzen, klebte fest, also vorsichtig in Stücken rausheben.
Das Ergebnis ist optisch nicht meine Krönung, aber der Geschmack ist dennoch sehr gut, vor allem nicht zu trocken, das passiert bei diesem Kuchen leicht.

Das Rezept:
Haferflocken-Quark-Pudding mit gemischten Beeren und Vanillesauce

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70 g Butter
150 g brauner Zucker
4 Eier

schaumig rühren

1 unbehandelte Zitrone, Saft und abgeriebene Schale dazu

250 g Quark
250 g Haferflocken , zart
2 Eßl. Dinkelmehl 630
2 Teel. Backpulver
¼ l Milch
1 Prise Salz

nacheinander die Zutaten unterrühren

eine Backform fetten ( ich nehme eine Springform mit Einsatz), Masse einfüllen
Form in eine mit Wasser gefüllte Fettpfanne stellen, auf der unteren Schiene bei 180° ca. 1 Stunde backen, Stäbchenprobe!!! Es hängt stark von der Form ab, wie lange er braucht , und
er sollte nicht zu trocken sein.
Er schmeckt noch warm, hält sich aber auch einige Tage im Kühlschrank.

Da wir diesen Kuchen immer im November essen, gebe ich dazu gemischtes Beerenobst aus der Tiefkühltruhe mit etwas Ahornsirup gesüßt und Vanillesauce.
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HAPPY BIRTHDAY !!!!!!!!!!!!

Fenchel-Anis-Brot mit Purple Haze, der „Urmöhre“

P1030597Das Brot war alle, ich hatte Appetit auf ein kräftiges Brot, mal ohne Sauerteig.
Da gibt es momentan einen Favoriten: das Fechel-Anis-Brot mit Möhren.

Also wurden aus dem Küchengarten einige der letzten Purple Haze Möhren geholt und dann ging´s los.
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Vorher eine kurze Anmerkung zu den bunten Möhren. Sie sind ja in letzter Zeit immer mehr in Mode, alles ist da möglich, aber meist oft Kosten des Geschmacks. Ich bin kein Freund von solchem „Firlefanz“, mag lieber eine anständig orangerote Karotte, wie sich das so gehört. Aber bei der Purpel Haze mache ich eine Ausnahme, die pflanze ich schon lange, schließlich ist sie so eine Art „Urmöhre“, denn so sollen die Möhren ursprünglich ausgesehen haben, als sie aus dem Vorderen Orient zu uns kamen. Erst im 17.Jahrhundert züchteten die Holländer unsere heutiger Möhre. Die Purple Haze hat einen kräftigen Geschmack, ist nicht zu süß und sehr robust. Ich habe jetzt noch ca. 2 Bund im Hochbeet.
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Nun aber das Rezept:

500 g Weizenvollkornmehl
1 Päckchen Trockenhefe
1 Teel. Salz

dies vermischen

2 Teel.Fenchelsamen
1 Teel. Anissamen

mörsern

ca. 200 g Möhren
grob geraspelt

250 ml Buttermilch
1 Eßl. Haselnussöl

Erst die Gewürze untermischen, dann die Möhren und die Flüssigkeit langsam mit dem Handmixer untermengen, ca.6-8 Min. Normalerweise tut man die groben Zutaten, wie die Möhren in diesem Fall, erst nach dem ersten Gehen runter, aber wenn ich ein etwas gröberes Brot haben will, mische ich gleich alles zusammen, die Hefe bindet dann nicht so. Kann man aber ausprobieren. Ich benutzte einen Handmixer, weil meine Küchenmaschine nicht stark genug ist, und ich auch so besser beurteilen kann, wie viel Flüssigkeit ich brauche, das mache ich nach Gefühl.
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Nun geht der Teig ca. 1 Stunde, zugedeckt.
Dann ein zweites mal Kneten und einen Brotlaib formen. Ich lege das dann gleich auf eine Ofenschieber zum Gehen, dann geht’s davon direkt in den Ofen, ohne das das Brot noch einmal angefasst werden muss., das ist praktisch. Noch einmal 1 Stunde gehen lassen.
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Dann bei 220 ° 10 Minuten und bei 200 ° noch 35 Minuten backen.
Rausholen, fertig!

Leider muss man immer noch etwas warten,bis man den Knust essen kann, dabei duftet es so verführerisch.P1030584

Palettenbeete – Minihochbeete im Versuch

P1020769Das war das Jahr der Hochbeete im Küchengarten.
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2 Hochbeete hatten wir schon letztes Jahr aus den Resten eines Unterstandes im Gemüsegarten errichtet, und es war ein voller Erfolg. Wo ich sonst nicht gegen das Unkraut an kam, der Boden immer zu trocken war und sofort verdichtete, gedieh nun im Hochbeet alles prächtig. Also kam dies Jahr noch eins dazu und dann kam die Idee mit den Paletten.
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Mein Sohn hatte auf Pinterest einige interessante Ideen zur Verarbeitung von Paletten gesehen. Da nun bei uns etliche davon am verrotten waren, beschloss ich, den Versuch zu wagen, und so zimmerte wir was zusammen.
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4 Beete entstanden direkt im Küchengarten. Dort pflanzte ich Porree, Ruccola, Radieschen,Koriander und andere Kräuter an. Es war schon Ende April, aber es klappte doch noch ganz gut. Und der Feldsalat, den ich noch im August säte, steht jetzt auch noch schön.
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Außerhalb des Gemüsegartens machte ich dann noch den Versuch, Erdbeeren am Hang in Palettenbeete zu setzten. Das sah zwar gut aus, war aber nicht so erfolgreich. Es war ja sehr trocken im Sommer und durch das Gefälle war das Wässern nicht effektiv. 081
Die Erdbeeren sind jetzt im alten Kartoffelbeet und die Paletten werde ich im nächsten Jahr für weitere Salate einsetzten.

Als Fazit: zwar nicht ganz so praktisch wie richtige Hochbeete, aber als kleine Lückenfüller gut einsetzbar, vor allem wenn man so problematische Bodenbedingungen wie ich hat.
Etwas experimentieren lohnt sich auf alle Fälle.

für Feldsalat ideal!

für Feldsalat ideal!

Rezepte….. Kürbisquiche

P1030285Ein kleines Vorwort zu meinen Rezepten.
Ich koche schon mein ganzes Leben mit Leidenschaft und Freude und habe so mit ca. 4 Jahren angefangen und bin jetzt 60, da könnt ihr selber rechnen, wie lange ich das schon mache.
Kochen ist für mich kreativ und meditativ. D.h. Es passiert selten, dass ich ein Rezept wiederhole, bzw. ich benutzte erst gar keins, sondern variiere je nach Lust und Laune. Es ärgert mich, wenn ich in Zeitschriften schöne Rezept-Bilder sehe und an der Beschreibung dann genau erkennen kann, dass das so nicht hinhaut. Aber manchmal schreibe ich mir doch was auf, wenn es besonders gut gelungen ist und, ich es wiederholen möchte, man wird ja älter…..
Aber jetzt geht’s los:

Der Teig:
je nach Geschmack, mein Favorit ist momentan ein Wäheteig:

250 g Mehl (meist nehme ich 630 Dinkel)
125 g Butter (geschmolzen)
5 Eßl. Wasser
1 Eßl. Essig (Apfel)
½ Teel. Salz

alles verrühren, geht mit einem Kochlöffel, dann in Klarsichtfolie 30 Minuten kühlen.
Dann in einer Tarteform ausrollen (Springform geht auch). Ich rolle den Teig immer direkt in der gefetteten Form unter der Folie aus.

Jetzt die Füllung:

1 Hokaido, waschen, raspeln, und in etwas Öl ca. 5 Minuten dünsten, 2 Eßl. „Cape Malay Öl“ angießen, dies gibt einen ganz besonderen Geschmack, geht aber auch ohne.
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Für die Quiche brauche ich nicht den ganzen Kürbis, das hängt von der Größe der Form und des Kürbisses ab.

Auf den Teig kommt jetzt eine Schicht Kürbis

dann zerkrümelter Schafskäse und Oliven drüber geben,
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jetzt mit der 2. Schicht Kürbis abdecken,

Jetzt noch etwas frische Kräuter, was gerade so da ist. Ich mag am liebsten Koriander oder Petersilie.

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Als Schluss 2-3 Eier mit ca. 100 ml Sahne verquirlen und rübergießen, es sollte nicht überlaufen!!
Und nun ab in den Ofen, vorgeheizt auf 200° ca. 40 Minuten. Manchmal gebe ich noch ein paar Minuten Unterhitze dazu, damit der Teig auch nicht zu weich wird.
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Das war´s : Gutes Gelingen und guten Appetit!!

3 -2 – 1 …..der Halloween Countdown läuft

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Jetzt ist es wieder soweit, am 31. Oktober ist Halloween (http://de.wikipedia.org/wiki/Halloween ) und der Kürbis ist dafür ein traditionelles Symbol.

Die Kinder können es kaum erwarten, kostümiert durch die Straßen zu ziehen und „Süßes oder Saures“ zu fordern. Kürbisse werden geschnitzt und beleuchtet vor die Türen gestellt.
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Ich persönlich ziehe es vor, meine Kürbisse zu verspeisen und bin nur in besonderen Fällen bereit, etwas für Dekozwecke zu opfern. Eine Ausnahme war der 85. Geburtstag meiner Mutter, wo ich dann diverse Kürbisse für die Kamindekoration zerlegte. Es sah aber auch wirklich gut aus, so dass es mir hinterher nicht mehr leid tat.
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Ich baue meine Kürbisse immer auf alten Pferdemisthaufen an, das funktioniert sehr gut.P1030100

Bis jetzt mochte ich den Hokaido am liebsten, vor allem für Suppe und Brot.P1030547P1030496
Aber auch der Spaghettikürbis ist lecker, wenn man ihn füllt und dann im Ofen überbackt. Dieses Jahr habe ich Butternut angebaut, die kamen aber nicht so gut. Überhaupt war es dies Jahr keine so gute Ernte, nur um die 60 Stück , und sie scheinen auch nicht so haltbar zu sein, die ersten werden jetzt schon schlecht, während ich sonst bis Februar, März was davon hatte.
Im Blog von Steffi http://www.kochtrotz.de/ habe ich den Bananenkürbis entdeckt und gleich auf meine Samenliste (http://www.bobby-seeds.com/de/Kuerbis-und-mehr/Speisekuerbissamen/Maxima-Samen-alle/Blue-Banana::58.html) fürs nächste Jahr gesetzt.

und noch ein letztes Schmankerl, die Quiche

und noch ein letztes Schmankerl, die Quiche

mit Cape Malay Öl!

mit Cape Malay Öl!

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