Paprika-Ernte: Hot oder Sweet, das ist jetzt die Frage

P1030552Die ersten Paprika fingen an zu schrumpeln, da habe ich kurzentschlossen alle abgeerntet. Sie wären wahrscheinlich sowieso nicht reifer geworden. Alles in Allem eine ertragreiche Ernte, trotzdem werde ich nächstes Jahr neue Sorten ausprobieren.P1030530

Der Anfang war wieder schwierig. Die Sämlinge kamen gut, dann pflanzte ich sie ins neu angelegte Palettenbeet, letztes Jahr hatte ich die Paprika im Hochbeet, und das war o.k. Leider spielte das Wetter nicht mit, und so standen die jungen Pflanzen 3 Wochen im Regen unter Vlies, das sah traurig aus. Im Gewächshaus hatte ich meine Landgurken, wie letztes Jahr. Sie sahen erst prima aus, dann raffte die Umfallkrankheit die ganze Population hin. So war das Gewächshaus leer, ich beschloss die Paprika umzusetzen, und das klappte dann auch. Gurken gab es dies Jahr nur 1 gekaufte Pflanze, die sich aber redlich mühte und ausreichend Salatgurken lieferte.P1030551

Bei der ganzen Umsetzerei waren mir dann doch die 2 Paprikasorten etwas durcheinander geraten und ich konnte nicht immer gleich erkennen, welche die Cayenne-Paprika und welche die Tasty Grill Red war. Aber nun ist es mir mit vorsichtigem Kosten doch recht gut gelungen und die Tiefkühltruhe platzt jetzt bald aus allen Nähten.P1030550

Heute Abend gibt es natürlich ein Chili, wie wohl des öfteren in diesem Herbst und Winter.
Aber da kann ich mir was schlimmeres vorstellen, oder?

lecker, lecker!

lecker, lecker!

Belly Dance – Bauchtanz für Leib und Seele

P1030377Seit einem Jahr bin ich nun dabei, und es macht einfach nur Spaß.

Als ich damals eine Schnupperstunde bei Premal (www.musikladen-scheessel.de) machte, war ich nur erstaunt, was für Körperteile man überhaupt bewegen kann, bzw. ich nicht. Mein Ehrgeiz war geweckt, vom Typ eher sportlich dynamisch, kein Bauch, oben auch nicht viel, das entspricht nicht so ganz dem Bauchtanzideal. Aber mitmachen ist alles, und es fasziniert mich bis heute, die Musik, die Bewegungen und das Zusammensein mit den Frauen, die so ganz verschieden sind.
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Wir fangen immer mit einer Yogastunde an, es folgt das Bauchtanz-Aufwärmtraining und dann geht es an die Tänze. Zur Zeit beherrschen (?) wir drei: den Kerzentanz Kali Ma, den Shimmy und den Schleiertanz Chiftetelli, jetzt sind wir dabei einen 4. einzustudieren. Vielleicht schaffen wir es, ihn auf unser Weihnachtsfeier aufzuführen.P1030441P1030400

Es ist jedenfalls immer ein fröhlicher Abend, von dem ich entspannt nach Hause fahre und mich schon auf die nächste Woche freue.P1030378

Aus dem Küchengarten – Einfrieren von Kräutern

P1030281Im Blog von Margaret R.(http://awaytogarden.com/ )fand ich diese mir gänzlich unbekannte Methode zum Einfrieren von Kräutern. Ich machte es sogleich nach, mit Petersilie, Koriander und Dill.
Die Kräuter werden nur gewaschen, falls überhaupt nötig, dann in einen Gefrierbeutel und als Rolle zusammendrehen, mit Gummis verschließen.
Es klappte hervorragend, kaum Arbeit und wenn man etwas braucht, einfach was von der Rolle abschneiden, und dann wieder in die Tiefkühltruhe. Also super zu portionieren. P1030280

Im Tister Bauernmoor – Wo die Kraniche schlafen

P10303502002 wurde das Tister Bauernmoor zum Naturschutzgebiet erklärt, es umfaßt 570 ha und befindet sich zwischen Sittensen und Tostedt am Rand der Nordheide.

Jetzt ist wieder die Zeit der Zugvögel und tausende von Kranichen, Wildgänsen und andere Vogelarten machen dort Rast um sich zu sammeln. Das Naturschutzgebiet wurde von den Vögel sehr gut angenommen, und als wir vor 14 Jahren hier her zogen, war es immer ein Wunder im Herbst und im Frühjahr einzelne Kraniche auf den Feldern zu sehen. Jedes Jahr wurden es mehr, und viele fliegen direkt über unseren Hof und die Weiden, ein überwältigender Anblick.
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So machte ich mich gestern am späten Nachmittag auf, um die Ankunft der Zugvögel im Moor zu beobachten. Der Weg zum Aussichtsturm und zur Beobachtungsplattform führt über einen liebevoll angelegten Weg durch die schöne Moorlandschaft.
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Leider war ich dann doch etwas spät dran, die vorderen Plätze waren schon besetzt, und ich mit meine 155cm bin da doch etwas benachteiligt. Aber ich konnte draußen noch ein gutes Plätzchen finden, was mir auch einen guten Blick auf die große Wasserfläche erlaubte, bloß das Fotografieren ging von dort nicht so gut.
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Und dann kamen sie: in kleinen Gruppen, in großen Gruppen, und immer mit viel Geschrei. Es war beeindruckend. Die Besucher waren alle erstaunlich still, so dass man wirklich nur das Rauschen der Flügel und Landen auf dem Wasser und das laute Rufen hören könnte. Das Ganze zieht sich über 1 Stunde hin, bis zum Dunkelwerden.
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In den nächsten Tagen werde ich morgens hinfahren, dass soll noch überwältigender sein, wenn sich im Sekundentakt die Schwärme vom Wasser lösen und losfliegen, außerdem ist dann weniger los.
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Wer will da noch nach Afrika?

Ananasgraben – ein langwieriges Projekt

P1030267So langsam wird es Zeit, dass die nicht frostharten Pflanzen ins Winterquartier ziehen. So habe ich meine mühsam gezogenen Ananaspflanzen aus dem Misthaufen geholt, sie eingetopft und in ein sonniges Zimmer gestellt.

P1030250P1030252Ich habe jetzt eine zweijährige, 3 einjährige und noch eine wurzellose.

Warum nun bin ich so wild drauf, Ananaspflanzen zu ziehen?
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Hier die Geschichte: vor einigen Jahren las ich mit großer Freude das Buch von Peter Sager „ Englische Gartenlust“, wo ich im Kapitel: Warum ist Heligan so sexy? den georgianischen Ananasgraben entdeckte. Durch die Kompostierung von Pferdemist wird diese Anlage tropisch erwärmt. Das gefiel mir, Pferdemist habe ich reichlich und eigene Ananas ist doch mal was.

Ein Jahr später konnte ich dann die „Lost Gardens of Heligan“ in natura bewundern und natürlich auch den Ananasgraben. Beeindruckend, wir haben es gut dokumentiert.184179

Nun fehlten aber noch die Ananaspflanzen, und das dauert wohl am längsten. Anfangs gab ich schon auf, da die Schöpfe einfach nicht wurzeln wollten, aber ich hatte zu wenig Geduld gezeigt. In der Regel brauchen sie 2-3 Monate bis zum ersten Austreiben, und es scheint auch nur im Winter zu klappen. D.h. Wir werden diesen Winter reichlich Ananas essen, damit der Bestand wächst, und es dann an den Bau eines Grabens gehen kann.
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Das nächste Problem wird bestimmt noch, die Pflanze zum Blühen zu bekommen, wofür sie sicherlich auch erst mal ein paar Jahre alt sein muss. Aber darum kümmere ich mich später.

Das Ganze zeigt mir mal wieder, dass im Garten die Uhren anders ticken, und Geduld die oberste Tugend des Gärtners ist, und auch E.Gilbert interessanterweise im „Das Wesen der Dinge und der Liebe“ die Protagonistin Alma eine „Mooszeit“ definieren lässt.

also wir verzichten auf den Ananasgraben!

also wir verzichten auf den Ananasgraben!

Meine Blume des Jahres – die Blaue Marienglockenblume

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Der Sommer ist endgültig vorbei, es ist Zeit für ein Resümee und dazu gehört für mich die alljährliche Körung meiner „Blume des Jahres“. Dafür gibt es wie bei jeder Wahl einige Kriterien, das wichtigste, es gibt keine Wiederwahl. Das ist gut so, sonst würde ich leicht bei einem Liebling hängen bleiben, wie z.B. bei der Gaura, und mein Auge nicht auf andere Favoriten richten. Da ich aber, wie auch beim Kochen und Backen, gerne Neues ausprobiere, sieht so mein Garten jedes Jahr etwas anders aus. Ich ziehe die meisten meiner Pflanzen aus Samen selber, und so ist es immer eine Überraschung, was das so aus der Verpackung rauskommt.
Dieses Jahr überraschte mich die Blaue Marienglockenblume, als 2-jährige hatte ich sie schon im letzten Jahr vorgezogen, und nun im Frühjahr gedieh sie prächtig und trumpfte durch wunderschöne riesige blaue Blüten, die im lichten Schatten überall gut zur Geltung kamen. So stand schon früh fest, das ist ein Anwärter für die „Queen“, und so blieb es dann auch. Weiterlesen

Ein Schmankerl aus dem herbstlichen Küchengarten – Paprikafrischkäse mit Koriander

P1030186In dieser Saison habe ich meine Liebe für Frischkäsezubereitungen entdeckt. Das geht schnell und ist abwechslungsreich. Auch heute wieder ein Gang in den nun unwiderruflich schrumpfenden Küchengarten. Aber Paprika im Gewächshaus ist noch ausreichend vorhanden, da muss ich bald was einfrieren. Auch der Koriander wächst noch super. Also kann`s schon losgehen.
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Ich habe 2 Paprikasorten, eine heißt Diavolo, und das ist sie auch, höllisch scharf, die andere ist mild. Nun ist mal wieder alles etwas leicht durcheinander gekommen, so dass ich jede Paprika vorsichtig kosten muss, um die Schärfe zu testen.
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Für die Paprikacreme püriere ich die scharfe mit dem Frischkäse. Von der milden schneide ich kleine Stückchen, das wird dann mit gehacktem Koriander, ich nehme alle Teile, auch die Stiele und mit etwas Kreuzkümmel vermischt. Etwas Hawaiisalz oben drauf und dann mit dem Rest Paprika dippen oder aufs Brot.
Wirklich lecker, Guten Appetit!

mampf, mampf

mampf, mampf

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