Vegan

Nun bin ich schon im 3. Jahr! Ich kann es kaum glauben. Seit Januar 2016 muss ich nun  glutenfrei leben, was ich zwar brav einhalte, aber ich gestehe Euch, es fällt mir schwerer, als mich vegan zu ernähren. Bis jetzt vermisse ich meine gewohnten Mehle – ich habe hauptsächlich mit Dinkelmehl gebacken – das Kneten mit den Händen, der Duft vom Brot, das ist jetzt anders. Ich werde mich daran gewöhnen, da bin ich sicher und wenn etwas besonders Leckerers dabei heraus kommt, teile ich das mit Euch.

Beim Erstellen dieser Seite bemerkte ich, dass genau ein halbes Jahr um ist, seit dem ich vegan lebe. Die Zeit ist so schnell vergangen, und ich finde diese Entscheidung nach wie vor richtig. Einiges zu diesem Thema habe ich schon in meinem Blogbeitrag: 100 Tage vegan erläutert. Trotzdem möchte ich noch einmal an dieser Stelle das Thema aufgreifen. Die meiste Zeit meines Lebens habe ich mich vegetarisch ernährt. Ich bin ein großer Tierfreund und habe mich schon früh, durch meine Oma angeleitet, im Tierschutz engagiert. Das Thema „Vegan“ war vor 10,20,30 Jahren einfach noch nicht so präsent für mich, wie es sich nun durch die Social Media offenbart. Als ich vor 3 Jahren durch meine Arthrose angeregt, mich näher mit der veganen Lebensweise beschäftigte, bemerkte ich schnell, dass sie mir gesundheitlich auf jeden Fall gut tut. Aber irgendwie schaffte ich damals den Schritt noch nicht. Dann fing ich letztes Jahr an, meinen eigenen Blog zu schreiben und besuchte auch vegane Blogs und dann ging es ganz schnell. Meine innere Einstellung machte es mir nicht mehr möglich tierische Produkte zu verwenden, mein Hintergrundwissen und schreckliche Bilder hielten mich davon ab. Was ich mir früher als schwierig vorgestellt hatte, die konsequente vegane Ernährung, wurde zu einem lustvollen Abenteuer in der Küche, mit viel Pioniergeist und Experimentierfreude machte ich mich ans Werk. Ich koche seit meinem 4. Lebensjahr und immer noch mit Begeisterung, und so eigne ich mir nach und nach das Handwerkszeug für die vegane Ernährung an. Mein Mann und unser Sohn lieben meine veganen Gerichte und das spornt mich an, auf diesem Weg weiter zu machen. Auch das Feedback in den veganen Facebook-Gruppen zeigt mir, dass die Richtung stimmt. Auf meinem Blog tobe ich mich damit aus, als zweite Leidenschaft neben meiner Gärtnerei. Vegan ist dabei natürlich nicht nur meine Ernährung und die damit  zusammenhängende Gesundheit – das ist eigentlich nebensächlich, bzw. ergibt sich automatisch. Vegan ist mein Lebensweg, mein Beitrag für ein Miteinander aller Lebewesen auf dieser Erde. Es ist für mich eine Entwicklung, schließlich bin ich mit meinem 1/2 Jahr noch ein richtiger Frischling, aber wie wir alle wissen: Der Weg ist das Ziel!

17 Kommentare

  1. Hallo Maries, ich habe über Deinen Kommentar beim Kollegen Herschelmann hierhin gefunden. Vegetarier (fast Veganer .-) ) bin ich auch. Da Du Dich wohl sehr für das Thema „Lebens“mittel und Gesundheit interessierst möchte ich Dir noch 2 Bücher ans Herz legen. Da wäre einmal: CHINA STUDY – die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise und dann noch das für mich wichtigste Ernährungsbuch überhaupt: THE 80/10/10 DIET von Dr. Douglas N. Graham (leider nur in englisch)
    LG, Gilles

  2. Heike says:

    Hallo Marlies,

    sehr schöner Blog!

    Vor allem gefällt mir Dein toller Schreibstil und die sehr schönen Fotos.

    Was mich besonders interessieren würde, ob sich die vegane Ernährung nun positiv auf Deine Arthrose ausgewirkt hat.

    Ich selbst leide darunter und überlege, auch eine vegane Ernährung deshalb zu probieren.

    LIebe Grüße, Heike

    • Liebe Heike, erstmal freut es mich natürlich, dass dir mein Blog gefällt, es steckt viel von mir drin und macht richtig Freude. Ich denke schon, dass die vegane Ernährung gut für meine Arthrose ist, ich war die Woche beim Arzt wegen der Halswirbelsäule und wurde geröntgt, die Knochen und die Bandscheiben sahen für mein Alter sehr gut aus. Sonst hörte ich immer, na ja Arthrose, altersbedingte Verschleißerscheinungen. Die Säure arme Kost ist wichtig, da muss man auch bei vegan dran denken, denn Hülsenfrüchte, also auch Tofu verstoffwechseln sauer, da habe ich mich durchgelesen. Ich finde der gesundheitliche Aspekt spricht auf jeden Fall für die vegane Ernährung, das ethische für mich so wie so. Ich würde an deiner Stelle ruhig mal damit anfangen, so langsam rantesten, aber auch auf weißen Zucker verzichten! Liebe Grüße Marlies

      • Heike says:

        Liebe Marlies,
        vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
        Vor fast einem Jahr bin ich auf die Vollwerternährung nach Dr. Bruker gestoßen und versuche diese mehr oder weniger konsequent umzusetzen. Schmecken tut mir das alles wirklich gut. Nun aber bin ich darauf gekommen, dass viel Getreide auch sauer verstoffwechselt wird. Du hast mir das mit Deinem Hinweis auf Säure bestätigt und ich werde in diese Richtung nun meine Ernährung ausrichten mit der Hoffnung auf Erfolg gegen meine Schmerzen.
        Wobei ich gelesen habe, dass Dinkel basisch ist. Das würde bedeuten, selbst gebackenes Brot aus Vollkorn-Dinkel essen zu können?
        Liebe Grüße, Heike

      • Dinkel soll mit das gesündeste Brot sein, es gibt ja auch welche, die ganz ohne Mehl sind, ich suche noch mal den link raus. Aber ganz sollte man ja auch nicht auf Säure bildende Lebensmittel verzichten, ich habe immer einen ph Teststreifen benutzt, um mal einen Eindruck zu bekommen, wie sauer ich bin. lg Marlies

      • Heike says:

        Oh, das wäre sehr nett, wenn Du mir den Link schicken würdest.
        Das ist eine sehr gute Idee mit den Teststreifen, werde ich probieren.
        Am Wochenende werde ich versuchen, meinen Roggen-Sauerteig auf einen Dinkel-Sauerteig umzuzüchten. Hast Du damit auch Erfahrungen?

  3. TRI says:

    Hallo Marlies, tolle Homepage und Blog, habe sie zufällig entdeckt als ich auf der Suche nach einem Rezept war und was stelle ich fest? Es gibt reichlich Gemeinsamkeiten, vegan seit 2014, Hundeliebhaberin, ( wir haben eine Labradorhündin), liebe auch meinen kleinen Gemüsegarten, lese gerne – teilweise auch nachts, weil ich tagsüber auch so wenig Zeit habe und praktiziere Yoga ( als Yoga Trainerin tätig) Ich werde jetzt bestimmt mal öfter bei Dir reinschauen. 😀 Marita

    • Hallo Marita, das ist schon manchmal lustig, was man so im Internet finden kann, da haben wir wirklich viele Schnittpunkte. Yoga-Trainerin finde ich ja toll, hatte ich vor einigen Jahren auch noch vor, aber mein Rücken machte da nicht mit, ich muss mir das für mein nächstes Leben aufheben, so mache ich nur noch ein bisschen für mich, aber das ist auch gut.
      Es freut mich von Dir zu hören, liebe Grüße Marlies

  4. Andrea says:

    Liebe Marlies, Dein Blog sieht großartig aus, mit allen! Themen – habe bis jetzt nur kurz reinschnuppern können und bin schon sehr! begeistert. Vielen Dank!
    Eine Frage hinterlasse ich aber trotzdem schon einmal, vielleicht kannst Du mir helfen: bei den Milchalternativen habe ich immer wieder das Problem, dass sie in Tee (schwarzem, Rooibos oder Chai) oder auch in Kaffee leicht ausflocken. Außer Soja (möchte ich nicht nehmen) habe ich schon viel ausprobiert, finde aber nichts Richtiges. Für Tipps bin ich sehr dankbar und wünsche alles Gute,
    bis bald, Andrea

    • Liebe Andrea, da freue ich mich, dass Du meinen Blog gefunden hast und Anregungen daraus ziehen kannst.
      Mit der Milch ist das wirklich schwierig, hängt auch von den Marken ab. Bei selbstgemacht geht auch die Mandelmilch, die ich durch ein Nuss-Säckchen gieße, wie im -Mandel-Feta-Beitrag beschrieben, diese Milch kann man auch aufschäumen. Bei gekaufter Milch war ich auch noch nicht fündig, habe mal eine leckere Reis-Hafermilch im Restaurant bekommen, leider nicht nach der Firma gefragt. Mein Sohn meinte eventuell die von Edeka, muss ich mir aber erst besorgen.
      Lieben Gruß Marlies

      • Andrea says:

        Liebe Marlies, das ist ja eine schnelle Antwort – danke! Dann werde ich mich auch bei Edeka mal auf die Suche machen – Reis-Hafer hört sich lecker an. Ich muss gestehen, dass es mich bisher nicht so sehr zum Selbermachen der Milch zieht – ich mag eher mit „festem“ : ) Essen kochen, backen…. Aber vielleicht ändert sich das ja auch noch mal. Nochmals danke und bis bald, Andrea

      • Also die Mandelmilch ist wirklich sehr lecker und wenn ich nicht so ungerne die Mandeln schälen würde, gäbe es sie bei mir auch deutlich öfters, aber es lohnt sich!
        LG Marlies

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