SINGLE-KÜCHE Teil 4: Borscht , der deftige russische (ukrainische, slawische, polnische….) Eintopf, heute mal mit Rotkohl

Last but not least geht es heute um die Verarbeitung unseres Rotkohls. Das Wetter bietet sich dafür an, ein Süppchen zu kochen, denn draußen gießt es in Strömen und ich war schon mehrmals pudelnass. Dieser Eintopf ist ein richtiges Wintergericht, und da ich Rote Beete liebe, kommt er bei mir auch öfters auf den Tisch. Gerade habe ich entdeckt, dass ich ganz am Anfang meines Blogs, vor über 5 Jahren, schon einmal einen Borscht geblogt habe, da konnte ich auf meinen Küchengarten zurück greifen, das ist ist natürlich unvergleichlich. Aber nun haben sich die Zeiten geändert, und auch dieser Borscht hat mir vorzüglich geschmeckt.Bei der Schreibweise bin ich jetzt bei der einfachen Variante geblieben. Ich weiß auch, dass zum echten Borscht ein Weißkohl gehört, aber ich bin so frei und nehme heute ganz frech den Rotkohl und nenne es trotzdem Borscht.

Auf unserem Hof hatte ich früher jahrelang Gregori (aus Russland) bei mir als tatkräftige Hilfe, natürlich wurde er auch bekocht, und da habe ich erfahren, dass in Russland immer Brot zum Essen gereicht wird, als auch zum Eintopf, selbst wenn da schon Kartoffeln drinnen sind. Ich bin ja lernfähig, und so habe ich noch vom Markt einen leckeren Vinschgauer (Gewürzbrötchen) mitgebracht, was sein muss, muss sein.

Der wichtigste Bestandteil ist aber immer die Rote Beete, sie gibt den unvergleichlichen Geschmack, der mich immer wieder erstaunt. Ansonsten passen Möhren gut und Kohl jeder Art. Frische Kräuter runden das ganze ab , und ein Schmand oder Sauerrahm darf auch nicht fehlen. Ich habe mich hier zu meiner veganen Cashew-Sourcreme entschieden. Die Portion fiel am Ende natürlich etwas größer aus, aber so einen Eintopf darf man auch gerne noch einmal aufwärmen.

Rezept Borscht 2-3 Portionen:
Vorbereitung 10 Minuten, Kochzeit ca. 30 Minuten
ungefähre Mengenangaben, alles geputzt gewogen

300 g Rotkohl
350 g Rote Beete
300 g Kartoffel
250 g Möhren
1 große blaue Zwiebel
3 Lorbeerblätter, 1/ Teel. gemahlenen Kümmel, Salz, Pfeffer
glatte Petersilie, oder andere frische Kräuter wie Dill, Koriander, Schnittlauch…
Cashew-Schmand (optional)

Zuerst die Zwiebel in einem großen Topf in etwas Fett anschwitzen, ich nehme dazu gerne Kokosöl. Dann das klein geschnittenen Gemüse dazu geben, auch kurz andünsten, dann mit Wasser auffüllen, nur so viel, dass alles knapp bedeckt ist. Wer mag nimmt statt Wasser Gemüsebrühe oder etwas Miso-Paste, das wird dann etwas würziger. Nun bei schwacher Hitze den Eintopf köcheln lassen, bis alles gar ist, hier sollte man mal auf die Knackigkeit verzichten.


Ich nehme dann gerne noch glatte Petersilie als Topping, Ihr könnt ruhig die Stiele mit verwenden, da stecken die meisten Inhaltsstoffe drin. Und wenn vorhanden könnt Ihr auch noch einen Schmand einrühren. Ich habe meinen schon am Vortag in weiser Voraussicht angesetzt. Es ist sicherlich kein ausgefallenes Rezept, aber ich bin immer wieder überrascht, wie intensiv der Geschmack dieses Eintopfs ist.
Also an die Töpfe, fertig los! Und lasst es Euch schmecken!

Das war meiner Meinung nach ein sehr gelungener Set der 4-teiligen Single-Küche. Die Gerichte waren durchweg abwechslungsreich und harmonisch, auch der Arbeitsaufwand hielt sich in Grenzen, so dass ich ja sogar noch das Posten gut in einer Woche geschafft habe. Das mache ich bestimmt bald mal wieder.
Und ward Ihr auch zufrieden?

4 Kommentare

  1. Annette sagt:

    Schön, dass du wieder aktiv bist! Borscht habe ich auch mal gemacht, schmeckt lecker, vor allem wenn die Zutaten aus dem eigenen Garten kommen. Schöne Woche dir und den Vierbeinern 🙂

    • Danke Annette, die Hunde und Pferde lieben ja Schnee und sind sehr gut drauf!
      Ja so ein Süppchen kann ich immer mal schnell zwischendurch gebrauchen, das wärmt gut durch.
      Dir auch eine gute Woche,
      Lieben Gruß Marlies

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