Winterliche Gemüsetarte mit Grünkohl und Tomaten auf Weiße-Bohnen-Creme

und ein Saatenbrot mit Grünkohl, glutenfrei!

Für diese Tarte lasse ich jede Pizza stehen, der Teig ist geschmackvoll und knusprig (sorry der ist nicht glutenfrei!) und die Füllung mit Bohnen-Creme und Grünkohl überraschend anders. Ein Geschmackserlebnis!
Und da ich noch so viel Grünkohl übrig hatte, habe ich noch eine Pfanne im Ofen gebacken und ein glutenfreies Brot damit gefüllt. Das ist zwar mit dem Teig nicht ganz einfach, hat aber mit etwas Schwung und nassen Händen doch geklappt und war dann wirklich lecker. Dazu gab es noch mein selbstgemachtes veganes Apfelschmalz, da waren wir wir gut versorgt.

Brot mit Schmalz

Aber nun langsam von vorne, nämlich meine Tarte oder auch Quiche. Der Teig ist schnell gemacht und sollte nur ca. 20 Minuten ruhen, außerdem backe ich ihn jetzt 10 Minuten vor, das lässt den Boden knuspriger, wenn so saftige Füllungen wie die Bohnencreme darauf liegen. Diese Creme habe ich auch schon einmal vorgestellt, aber ich erkläre es gerne noch einmal.

Zutaten

Neben Bohnen und Grünkohl habe ich mich noch für Tomaten, Lauchzwiebeln und Kalamata-Oliven entschieden. Die Tomaten geben etwas Frische, und wenn ich sie um diese Jahreszeit auch sehr sparsam kaufe,so im Ofen gebacken entwickeln sie doch meist ein gutes Aroma. Oliven und Bohnen passen einfach immer gut zusammen, und Zwiebeln mag ich zum Grünkohl auch sehr gerne. Ich gebe zu, die Mischung ist originell, aber probiert es aus, bei mir waren alle begeistert.

Grünkohl

Den Grünkohl schiebe ich einfach in den Ofen, wenn dieser für den Teig vorheizt.
Dafür wasche ich den Kohl, putze ihn in kleine Stückchen und gebe etwas Öl und Salz dazu, leicht einmassieren und dann in der ofenfesten Pfanne verteilen. Ab und zu umrühren, damit er gleichmäßig gart. Ich mag es ganz gerne, wenn einige Stellen knusprig sind, und andere noch etwas grüner, aber das ist Geschmackssache.

Tarte wird belegt.

Quiche- oder Tarte-Teig:
250 g Dinkelmehl
120 ml neutrales Öl, ich nehme meist Albaöl
5 Eßl. Wasser
1 Eßl. Apfelessig
1/2 Teel. Salz
Die Zutaten mit einem Kochlöffel verrühren, zugedeckt 20 Minuten ruhen lassen, in eine Tarteform (oder Springform) geben, mit der Gabel einstechen und 10 Minuten bei 220 °C vorbacken.

Dann kommt die Bohnencreme auf den Boden. Ich hatte diesmal keine Dose, das geht aber auch, sondern frisch gekochte. Hier mache ich gleich ein wenig mehr Creme, denn sie schmeckt auch auch als Aufstrich. Ihr könnt sie wie im link zubereiten, ich bin da immer etwas variabel.

Bohnen-Creme:
ca. 300 g gekochte weiße Bohnen (1 Dose abgetropft)
1 Eßl. Tahini
2 Eßl. Zitronensaft
1 Eßl. Öl
1 Eßl. Bruschetta-Gewürz
1-2 Eßl. Thai- Chilisauce ( oder etwas Sambal Olek )
etwas Salz
alles zusammen mit dem Stabmixer pürieren, abschmecken

Die Creme auf den vorgebackenen Boden streichen, es sollte alles gut bedeckt sein. Dann den Grünkohl verteilen und mit Tomaten, Lauchzwiebeln und Oliven bedecken.

belegteTarte

Das kommt nun in den vorgeheizten Ofen und wird bei 220° ca. 30 Minuten gebacken, der Teig sollte Bräunung zeigen. Vor dem Anschneiden ca. 10 Minuten ruhen lassen.

fertige Quiche

Wenn ich das jetzt so sehe, bekomme ich einen riesen Appetit, aber da ist natürlich nichts mehr von da. Aber ich habe noch etwas Grünkohlbrot, da wärme ich mir jetzt eine Scheibe auf, bevor ich Euch noch kurz das Rezept gebe.

Brot angeschnitten

So nun bin ich gestärkt und ich werde kurz berichten, wie Ihr dieses deftige Grünkohlbrot ganz schnell zaubern könnt.
Der Grünkohl wird wie oben beschrieben einfach während der Aufwärmzeit des Backofens in einer Pfanne oder ofenfesten Form geröstet.
Für das Brot habe ich die glutenfrei Backmischung  von Bauck „Saaten, schnell“ genommen. Die schmeckt übrigens sehr lecker und ist ohne Hefe, was ja deutlich gesünder ist.
Der Teig wird nur kurz mit dem Wasser vermengt, ich nehme einfach einen Kochlöffel, nun habe ich die Masse auf eine Backmatte rechteckig ausgestrichen , den Grünkohl nicht bis zum Rand darauf verteilt und dann vorsichtig mit nassen Händen und einem Spatel das Ganze zu einem Brotlaib geformt, entstehen dabei Löcher, kann man die einfach mit Randstücken flicken, das hält gut. Es lässt sich zwar nicht so einfach wie ein normaler Hefeteig verarbeiten, aber es ist machbar und hinterher sieht es doch recht passabel aus, oder?

Ein Versuch ist es wert, lasst es Euch schmecken!

Brot mit Schmalz

23 Kommentare

  1. Annette sagt:

    Bei so vielen gesunden Zutaten müssen wir ja wieder gesund werden, liebe Marlies, wieder ein verführerisches Rezept, genau das Richtige für diese Jahreszeit. Hab Dank dafür, liebe Grüsse an dich und die Vierbeiner 🙂

    • Das stimmt Annette, das sollte jetzt mal klappen. Aber die Luft ist jetzt schön klar und trocken, das macht auch einen freien Kopf!
      Die Vierbeiner lieben die Kälte und sind richtig munter.
      Lieben Gruß Marlies

  2. Erika sagt:

    Erst deine kräftigende, frühlingshafte Quiche und danach der Käsekuchen von Arno. Ach, der fehlende Bestell-Button und umgehende Lieferservice 🤨 ich schaue jetzt noch a bisserl Bilder an😉

    • Das wäre die Geschäftsidee, damit kann man ein Vermögen verdienen!
      Fragt sich, wie lange das dauern wird, bis so etwas möglich ist, ich glaube schneller, als gedacht.
      Leider macht das Anschauen ja nicht satt, eher umgekehrt, ich finde es immer sehr Appetit anregend.
      Lieben Gruß Marlies

  3. Ich bleibe heute spontan einmal beim Saatenbrot mit Grünkohl hängen. Das wäre jetzt mein Ding. ^^ Vielleicht liegt es an meiner nicht so großen Liebe zu Oliven und weißen Bohnen oder auch der generellen Pizzazurückhaltung (auch wenn Tarteteig nicht Pizzaboden ist, die Art insgesamt ist ähnlich).
    Es sieht andererseits aber wieder extrem lecker und farbenprächtig aus! Probieren würde ich selbstverständlich schon! 🙂 Wahrscheinlich wäre ich positiv überrascht, wie alles zusammen doch wieder exzellent mundet! Du hast ja ein kolossales Händchen dafür, Marlies. Wieder ein überraschende Komposition und ein sehr winterpassendes Gericht!
    (Ganz schön knackig kalt ist es mittlerweile wieder geworden!)

    Ich schicke liebe Grüße hinüber und wünsche einen schönen Abend!
    Michèle

    • Guten Abend Michele,
      Pizza esse ich kaum noch, 1 x im Jahr (? Max), aber Quiche oder Tarte, da sage ich nie nein. Natürlich kann man da mit Ei und Käse auch sehr schöne Sachen machen, aber es geht auch ohne. Die Bohnencreme schmeckt eigentlich nicht wirklich nach Bohnen, sie hat einiges an Gewürzen und anderen Zutaten.
      Aber ich will Dich nicht überreden, denn man muss ja nun nicht alles gleich gerne mögen.
      Das Brot war wirklich lecker, aber für 2 natürlich viel zu viel, einfrieren wollte ich es nicht, aber es lässt sich auch gut im Ofen aufwärmen. Bei der jetzigen Kälte kann man so etwas gut vertragen, vielleicht noch ein heißes, scharfes Süppchen dazu, dann hast Du auch keine kalten Finger mehr.
      Lieben Gruß Marlies

  4. Das sieht beides sehr lecker aus, liebe Marlies. Glutenfreier Teig ist ein… Na, du weißt schon aber dein Brot sieht super aus. Mit Grünkohl. 🖤 Zu der Knusper Tarte würde ich auch nicht nein sagen. Mittlerweile hab ich den Grünkohl auch im Ofen gebacken, zusammen mit Austernpilzen und dazwischen gab es Schmelzkäse. Das war absolut lecker und wie ich schon mal sagte: Ich bin da absolut bei deinen Männern. Die knusprigen, oberen Stückchen sind das Beste. ^^ Also, danke nochmal für die tolle Idee.
    Lecker schaut’s aus.

    Liebe Grüße, Jenny

      • Haha, das hab ich letzte Woche auf dem Markt auch gesagt, dass er mir fehlen wird.^^ Aber ja, alles hat seine Zeit. Dafür gibt es ja dann andere schöne Sachen. Ich freu mich schon besonders auf Rucola und Pak Choi. Da hab ich jetzt schon hunger drauf. Du hast recht, bei dem Wetter kann man beim Grünkohl nochmal ordentlich hinlagen. Der geht dieses Jahr wirklich gut weg bei uns. Verdient hat er es allemal. 😉
        Liebe Grüße, Jenny

  5. nizz108 sagt:

    Gestern gesehen – nichts von den Basics zuhause gehabt, außer einer Dose übrig gebliebener Gigantes, Riesenbohnen, die hier lange als Wanderpokal vor sich hin alterten. Weil keiner sie mochte. Und da ich deinem Geschmack vertraue, liebe Marlies, habe ich die Bohnencreme wie angesagt (nur mit etwas Oliven-Öl + Orange und zwei Zehen frischem Knoblauch zusätzlich) gestampft, gerührt und geschüttelt. Was soll ich sagen? Glutenfreies Focaccia dazu, ein paar Minitomaten und ich war so glücklich, dass ich heute mit drei neuen Dosen Bohnen vom Einkauf zurück nach Haus wanderte. Lecker, lecker, lecker! Das wird jetzt ernsthaft mein Restwinter-Lieblingsessen für abends. Und das mir, als erklärter Bohnenfeindin. Sprich, das Grünkohlbrot und die Tarte mach ich zum Wochenend-Projekt. Wieder großes Dankeschön! Herzlich, Suse

    • Freut mich liebe Suse, und es stimmt, für die Bohnencreme muss man kein Fan dieser Hülsenfrucht sein, ich mag Humus damit lieber, als aus Kichererbsen.
      Dann gutes Gelingen fürs Wochenend-Projekt,
      Lieben Gruß Marlies

    • Wollte ich doch noch fragen, was sagt denn Habba zu Bohnen? Wohl eher nicht, oder doch? Das glutenfreie Focaccia, wie machst Du den Teig? Ich will nämlich schon länger mal wieder eins machen.
      Schönen Abend noch,
      Streicherlie für Habba!
      Marlies

  6. bineunger sagt:

    Danke Marlies! Die tarte wird sich nicht lange wohlfuehlen bei uns. Die ist schnell weg. Wie schon geschrieben Gruenkohl gibt es bei uns das ganze Jahr. Ich freu mich immer ueber solche kreativen Rezepte wie Deine. Ich muss sie mir nur schnell in mein kleines Buch schreiben, sonst vergesse ich es. Winterlichen Gruss aus Wendake, Sabine

    • Also ich habe den Überblick schon lange verloren! So viele Rezepte, die in meinem Kopf und im Netz herumschwirren, aber lachen musste ich doch, als ich fast das gleiche Rezept ein Jahr später noch einmal neu „ erfunden“ habe, so kann’s gehen, ich werde alt!
      Aber auf Papier bringen, ist eine gute Idee, das merkt sich besser, und findet sich auch leichter wieder.
      Einen Gruß zurück aus der kalten Heide, morgens beim Hundespaziergang sind so ca. -8,und es wird noch kälter, aber trocken, mir gefällt das recht gut,
      Marlies

  7. Kallie sagt:

    Hallo Marlies. Danke für Deine schönen tierleidfreien naturschonenden Rezepte.Ich habe zwei Fragen an Dich: Hast du Vollkorndinkelmehl verwendet? Und wie groß ist die Tarte Form ? Ich danke Dir.Kallie

    • Halo Kallie,
      Normalerweise schreibe ich das dazu, aber das habe ich diesmal vergessen. Meine Tarteform ist 26 cm, da hat man einen etwas dickeren Rand, was ich sehr gerne mag, da er so lecker ist. Beim Mehl habe ich schon verschiedene Sorten genommen, hier war es Dinkel 1050, ich hatte schon 630 und Vollkorn ging alles gut, nur die glutenfreie Variante schmeckte mir nicht so gut.
      Lieben Gruß Marlies

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