Ein Eintopf muss sein, herzhaft und wärmend mit Mangold, Tomaten, Linsen und Fenchel

Leckere Resteverwertung und ein Pizzabrötchen

Einmal die Woche gehe ich auf den Markt, und da packe ich alles ein, was mir gut gefällt. Das ist meist ziemlich planlos, aber da der Markt Samstags ist, wird am Wochenende aus dem vollen geschöpft und dann arbeite ich mich im Laufe der Woche durch die Vorräte. Zum Schluss wird es meist schwieriger, noch was Nettes zu zaubern, aber das macht mir Spaß, und so kommt immer mal wieder was Interessantes, Neues dabei heraus.

Zutaten Eintopf

Diesmal hatte ich die ganze Woche irgendwie keinen Appetit auf Mangold und nun saß ich da mit dem nicht mehr ganz frischen Teil, was auch sehr dicke Blätter hatte. Da ich aber schon länger mit einer Tomatensuppe liebäugelte, fand ich, dass nun ein Eintopf genau das richtig sei.
Ein Eintopf ist bei mir etwas dicker als eine Suppe und sollte eine etwas sättigendere Komponente enthalten, also meine roten Linsen. Es tauchte noch ein Fenchel auf, und da ich den Eintopf sowieso italienisch würzen wollte, passt meiner Meinung nach Fenchel gut dazu.
Das schöne am Eintopf ist ja halt, dass alles in einem Topf gekocht wird, das spart Zeit und Arbeit. So wurde dies auch ein super leckeres Gericht, was gut in die feuchte, kalte Jahreszeit passt.

Zutaten im Topf

Tomaten kaufe ich um diese Jahreszeit so gut wie nie, und wenn dann kommen sie bestimmt nicht in die Suppe, dafür habe ich mein wunderbares Tomatenmark, woraus schon meine Mutter zu den Spaghetti Tomatensauce kochte, ich finde man man kann daraus unglaublich leckere Saucen machen, und diese Döschen habe ich immer im Haus. Dazu gab es noch eine Dose mit gestückelten Tomaten, perfekt!

Da alles in einem Topf gekocht wird, sollte man darauf achten, dass die Garzeiten in etwa gleich sind, damit nichts matschig wird. Darum habe ich mich auch für die roten Linsen entschieden, weil sie eine sehr kurze Garzeit haben.

Alle Zutaten werden klein geschnitten, beim Mangold trenne ich erst die Blätter von den dicken Rippen und schneide sie dann, hier hatte ich sehr dicke Rippen, die habe ich auch noch halbiert.
Das Gemüse wird kurz in etwas Öl im großen Topf angeschwitzt, dazu kam eine kleine Zwiebel und 2 Zehen Knoblauch, auch die Gewürze kommen jetzt hinzu und zwar italienische Kräuter und etwas Arrabiata für die Schärfe. Dann gieße ich mit etwas Wasser und den Tomatenstückchen auf und lasse es leicht kochen. Die Garzeit bestimmen die Linsen, ca. 15 Minuten. Das Tomatenmark kommt erst rein, wenn die Linsen gar sind, damit es nicht zu dickflüssig ist.

Zutaten im Topf

Manchmal braucht das Tomatenmark etwas Süße, hier habe ich dafür einen Balsamico, Crema genommen, der gibt nochmal eine dezente süßlich-saure Note.
Das ist nun wirklich ein Blitzgericht und gleich noch was zum Aufwärmen für Tage mit wenig Zeit.

Eintopf auf der Kelle

Da ich nun schon bei der Resteverwertung war, fiel mir noch ein glutenfreier Pizzateig in die Hände, aber oh Schreck, abgelaufen und das nicht zu wenig, knapp über 1 Jahr,. Ich frage mich immer, wie das möglich ist, dass so häufig Sachen auftauchen, die schon lange abgelaufen sind, so schnell vergeht die Zeit doch nicht! Aber gleich wegschmeißen wollte ich ihn auch nicht und so kam noch etwas Bruschetta-Gewürz an den Teig und statt der Pizza wurden es kleine Brötchen, die gar nicht so schlecht waren und auch noch gut zum Eintopf passten. So was flüssiges macht mich ja nicht so richtig satt.

Teller mit Eintopf

Ich habe jedenfalls beschlossen, etwas öfters einen Eintopf zu kochen, weil das so ganz nach meinem Geschmack war.

Und nun nochmal als Kontrastprogramm zur letzten Woche gehe ich nicht in die Heide sondern in meinen Wald. Dieser grenzt direkt an unser Grundstück und ist Teil des Sperrgebiets von Rheinmetall, dieses 5500 Hektar große Gebiet ist schon seit 115 Jahren Sperrgebiet und so findet sich dort eine sehr unberührte Natur. In der Regel ist das Gebiet in der Woche von 8-16 Uhr gesperrt, manche Tage ist allerdings auch auf. Wenn geöffnet ist, kann man auf einigen, wenigen gekennzeichneten Wegen sich in diesem Paradies aufhalten. Mehr Info findet Ihr in diesem link, Fojona.

Einen kleinen Ausschnitt zeigen Euch die folgende Bilder.

27 Kommentare

  1. bineunger sagt:

    Der Eintopf passt perfekt. Ich habe zwar kein Mangold, aber Fenchel und vergesse immer, dass ich auch noch meine eigenen Tomaten eingekocht habe. Das hoert sich super lecker an und schnell gemacht. Danke Marlies, auch fuer die schoenen Bilder. Bei uns warten wir auf mehr Schnee. Der Sturm faengt heute abend an und dann gibt es wieder 20-25cm Schnee. Ist nicht so meine Jahreszeit, besonders wenn es noch so kalt ist. Lieben Gruss Sabine

    • Ja die Tomaten in der Tk habe ich auch immer vergessen, das war dann eine freudige Überraschung, wenn ich sie fand. Jetzt ist das übersichtlicher, Fleisch für die Hunde und Brot für meinen Mann, leckere Kombi!
      Hier wird es schon wieder wärmer, nachdenken

    • Halt, zu früh!
      Hier wird es wieder wärmer, nachdem es bis mittags schneite, nun wird es wieder matschig, das hasse ich.
      Flieg nicht weg beim Sturm und durchhalten, auch in Kanada wird es irgendwann wärmer, dauert aber noch!
      Lieben Gruß Marlies

  2. Annette sagt:

    Ein herzhaftes Gericht, das mich richtig anlacht. Ich liebe Eintöpfe und mache sie viel zu selten. Danke für den Anstoß 🙂 PS: Matschig und windig auch hier…

    • Gern geschehen Annette, manchmal geraten die alten Klassiker in Vergessenheit, weil es so viel Neues gibt, das Angebot ist einfach zu groß, ich glaube ich werde jetzt langsam etwas minimalistischer.
      Lieben Gruß Marlies

  3. Hello again 🤗,
    Du bist ja echt mutig! Ein Jahr abgelaufen Pizzateig zu essen. Ich glaub, ich hätte mich nicht getraut, den überhaupt noch aufzumachen – aber jetzt, nachdem du das so mutig vorgeführt hast, würde ich es natürlich tun. Also, das mag vielleicht übertrieben klingen aber ich finde es richtig gut, dass du das erwähnt hast. Es wird ja echt so viel unnötig weggeschmissen.
    Deinen Eintopf finde ich einfach köstlich. Normalerweise esse ich im Winter keine Tomaten und verwende wie du lieber Tomatenmark aber just heute gibt es Spaghetti Bolognese. Deinen Eintopf hätte ich auch lecker gefunden, besonders, wenn du ihn für mich gekocht hättest. 😉 Über Pizza Brötchen muss man ja gar nicht sprechen… Lecker.
    Die Fotos sind echt schön. Winter-Romantik, und irgendwie ein bisschen unheimlich, weil sie so etwas stilles ausstrahlen. Ich mag das total gern.
    Viele liebe Grüße, Jenny

    • Again and again….
      Ich lebe noch! Ich dachte mir, wenn der noch aufgeht, war ja mit Hefe, dann ist das auch ok, das Mehl,roch nicht ranzig. Mein Sohn ist da immer rigoroser, wenn er so etwas bei mir findet und schmeißt das gleich weg, ich schaue eigentlich immer erst, ob da noch was zu retten ist. Aber die große Frage, wo kommt bloß immer das abgelaufene Zeug her, ich habe den Verdacht, dass man manchmal schon etwas sehr nah am Haltbarkeitsdatum kauft, ich schaue beim Kaufen kaum drauf, höchstens mal bei Ölen und Nüssen.
      Im Wald ist es wirklich leicht unheimlich, er ist so tief und dann das Wissen, dass dort Wölfe sind, ich warte immer darauf, dass mich ein paar große Wolfsaugen anblicken. Ich habe nämlich ein sehr großes Talent, Wildtiere in freier Natur anzuziehen. Das ist eine lange Geschichte, aber ich gebe Dir ein paar Stichworte, Marlies allein, im Trettboot, kleiner See Kanada, BÄR!
      Lass Dir die Spaghetti schmecken.
      Lieben Gruß Marlies

  4. Liebe Marlies,
    Jetzt ist die Zeit für köstliche Eintöpfe! Bei uns gibt es jede Woche irgendeine Suppe oder einen Eintopf. Wie immer hast du mich mit deinen Rezepten inspiriert. Mein Mann dagegen möchte immer gern noch ein Stück Fleisch oder so dazu. 😉
    Die Nebelfotos sind sehr stimmungsvoll. Und das mit dem pizzateig … das könnte ich sein! Ich bin da gnadenlos 😃 ! Wenn es noch gut riecht oder schmeckt .. warum nicht? Du kennst das bestimmt auch noch aus der Kindheit … da war man nicht so zimperlich … und wir leben immer noch 😉

    Liebe Grüße Maren

    • Liebe Maren, die Männer! Ja meiner hatte früher auch noch gerne eine Beilage, aber jetzt hat er sich dran gewöhnt, und es schmeckt ihm auch so.
      Stimmt, in unser Kindheit war doch einiges anders. Allerdings hatte meine Mutter bestimmt keine abgelaufenen Lebensmittel, dafür war alles noch zu knapp und die hungrige Nachkriegszeit zu stark im Gedächtnis.
      Und es heißt ja nicht Verfallsdatum, sondern mindest Haltbarkeit, das kann man weit auslegen, aber ich lasse mich da wie Du von meiner Nase leiten!
      Lieben Gruß Marlies

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