Frisch aus dem Ofen: Butternut-Kürbis auf Grünkohl mit Buchweizen-Risotto und fermentierter Chashew-Creme

Das perfekte Winteressen

Endlich wurde es mal richtig frostig und die Matschepampe verschwand. Die Kälte macht dann auch Appetit auf ein deftig wärmendes Gericht und dafür ist Grünkohl und Kürbis ideal. Grünkohl ist ja wirklich sehr vielseitig und wir haben einstimmig befunden, dass uns der Ofen-Grünkohl am besten schmeckt. Der Butternut-Kürbis ist dies Saison mein Favorit, und auch hier die Variante aus dem Ofen, das karamellisiert so schön.
Dazu gab es mal ein etwas anderes Risotto, nämlich mit Buchweizen statt Reis. Der nussige Geschmack des Buchweizen passt wunderbar zu den anderen Zutaten, und ich kann diese Variante nur empfehlen. Cashew-Creme ist ja nichts Neues, aber ich habe sie hier mit Kanne-Brottrunk angesetzt und sie leicht fermentieren lassen, das ergibt auch wieder einen neuen, sehr leckeren Geschmack.

Kürbis gerade

Mein Sohn hat mir bei der Zubereitung geholfen und so ging es etwas schneller, aber man kann einiges vorbereiten und wenn Grünkohl und Kürbis zusammen im Ofen sind, kann man die restlichen Zutaten fertig stellen.
Fotos habe ich bei der Zubereitung nicht gemacht, da eigentlich gar kein Beitrag von diesem Essen geplant war, aber als es sich dann als so perfekt präsentierte, wollte ich es doch mit Euch teilen. Es sind nur ein paar Kleinigkeiten, die neu an der Sache sind, aber die geben den entscheidenden guten Geschmack.

Hier verrate ich es Euch!

Die Mengen reichen so ungefähr für 4 Personen.

Grünkohl:
Ich kaufe immer 1kg Beutel am Markt, das ist  schon recht sauber und klein gezupft, da muss man nur noch wenig nacharbeiten.
ca. 250 g Grünkohl waschen, zupfen, in kleine Stücke reißen, dicke Rippen nicht verwenden.
Den Grünkohl mit ca. 50 ml Walsnussöl und 50 ml Tamari (glutenfreie Sojasauce) mischen, mit den Händen etwas einmassieren und am besten 1-2 Stunden marinieren lassen. Die Marinade ist bei mir vollkommen eingezogen. So kommt der Kohl auf ein Backblech und wird unter dem Kürbis bei Heißluft ca. 30 Minuten gebacken, öfters mal umrühren.
Meinen Männern haben die krossen Blätter vom Rand am besten geschmeckt, mir die weicheren. Aber es war von allen für jeden genug da.

Butternut-Kürbis:
1 mittelgroßer Kürbis wird halbiert, entkernt und mit Öl (ich habe hier auch Walnuss genommen) bepinselt und mit Salz und Pfeffer bestreut.
Der Kürbis braucht ca. 1 Stunde bei 180 ° Heißluft. Mit dem Messer mal stechen, er sollte schon weich sein.

Grünkohl und Kürbis habe ich zusammen im Ofen gebacken, bei Heißluft, den Grünkohl eine halbe Stunde später rein tun.

Chashew-Sourcreme, einen Tag vorher zubereiten:
200g Cashew übert Nacht einweichen, abgießen, abspülen
mit 200 ml Kanne Brottrunk,
Glutenfreie Variante: 50 ml Apfelessig und  150 ml Wasser
1/2 Teel. Salz und 1 Eßl. Hefeflocken und 1 Kapsel Probiotikum (optional) im Mixer pürieren.
24 Stunden bei Raumtemperatur leicht fermentieren lassen. Der Geschmack verändert sich wirklich!

Cashews in der Pfanne rösten.

250 g Braune Champignons in der Pfanne braten, ich habe sie ganz Natur gelassen.

Buchweizen-Risotto:
250 g Buchweizen
2 kleine Möhren
2 Stangen Staudensellerie
1 Pastinake
1 Zwiebel
250 ml Gemüsebrühe
1-2 Eßl. Hefeflocken
1 Eßl. Mandelmus
Walnussöl

Das klein geschnittene Gemüse und den Buchweizen mit etwas Öl im Topf leicht anrösten, mit etwas Brühe aufgießen, und dann nach und nach etwas Brühe hinzufügen, Buchweizen saugt nicht so viel Flüssigkeit wie Reis auf. Nach 15 Minuten ist der Buchweizen gar, jetzt noch Hefeflocken und Mandelmus unterziehen, und noch ein wenig bei geschlossenem Topf ziehen lassen.

Nun müsst Ihr das Ganze noch ein bisschen hübsch anrichten, und da nicht jeder einen halben Butternut bekommt, solltet Ihr den fertigen Kürbis aushöhlen und das Fruchtfleisch direkt auf dem Teller anrichten.

Die Sourcreme und die gerösteten Nüsse schmecken eigentlich zu allem, aber da hat jeder so seine Vorlieben.
Nutzt die Zeit, solange es noch den Butternut-Kürbis gibt, es ist ein wirklich sensationell leckeres Essen.

Lasst es Euch schmecken!

Kürbis

Hier noch eine kurze Anmerkung zum Thema Cashew-Kerne:
Ich weiß, dass die Ernte und Verarbeitung keine faire und eine blutige Angelegenheit ist, und ich den Verzehr auch nicht so richtig mit meinem Gewissen vereinbaren kann.
Von Zeit zu Zeit, wenn ich mal wieder etwas (z.B. Superfoods, Vitamine, …)  recherchiere oder auf dem neusten Stand der Forschung sein möchte, erfahre ich Dinge, die mich nachdenklich machen. Das Einsetzen für „faire“ Lebensmittel hat meiner Meinung auch nichts mit vegan zu tun, das gilt für alles! Natürlich ist das nicht immer leicht, und das riesige Angebot erschwert das noch. Ich schaue z.B. immer nach, wo das Produkt (Obst, Gemüse, Nüsse, Samen,…..) herkommt und informiere mich über Anbaumethoden, Nachhaltigkeit…
So beziehe ich  meine Chashew-Kerne jetzt aus einem kleinen Familienbetrieb und verwende sie wirklich sehr bewusst, es ist für mich etwas Besonderes und ich bin mir auch der Schwierigkeit dieses Themas sehr bewusst. Ich stelle hier einen link über die Cashews rein, an anderen Stellen habe ich das gleiche gelesen, so dass es für mich glaubhaft ist.
Für den, der interessiert ist: Chashew

10 Kommentare

  1. Liebe Marlies,
    Ich bin immer wieder fasziniert von der Veganer Küche. Ich gebe zu, für mich wäre es nichts mich ausschließlich vegan zu ernähren. Aber trotzdem interessiert es mich und empfinde ich es als Bereicherung.
    Danke, für die Information zu den Cashew Kernen! Ich habe mir den Artikel, den du verlinkt hast, gerade einmal durchgelesen und allerhand dazugelernt. Ich esse sehr selten Cashews, aber ich mag sie und werde in Zukunft sehr darauf achten, wo ich sie kaufe.
    Ganz liebe Grüße Maren

    • Hallo liebe Maren, danke für Dein feedback.
      Gemüse will ja bestimmt jeder essen und so passt das ja auch für alle, wenn man dann noch eine Beilage nimmt.
      Leider ist das nicht nur mit den Cashews so, es ist nur mal wieder ein Beispiel dafür, dass es sich lohnt bewusst zu ernähren und dabei eben auch die Produktion berücksichtigt.
      So sind Mandeln und Avocado auch nicht unbedingt bedenkenlos. Aber ich denke, wenn man alles in Maßen genießt, ist das schon der richtige Weg.
      Lieben Gruß Marlies

  2. Erika says:

    Bevor ich das nächste Mal einkaufen gehe, muss ich meine Blogs lesen. Nichts von deinem Rezept – ganz nach meinem Geschmack – ist heute mitgewandert. Und jetzt gehe ich mich schlau machen über Cashewkerne….liebe Grüsse Erika

  3. BOMB-e liebe Marlies,
    In 99,9% aller Fälle möchte ich sofort essen, was du gezaubert hast und
    bei den restlichen 0,1% hab wahrscheinlich einfach keine Ahnung. 😉
    Das ist wirklich ein richtiges Winteressen und deine Männer kann ich absolut verstehen. Ich hab bisher immer nur Grünkohlchips im Ofen gemacht, doch klar, den Grünkohl generell im Ofen zu backen ist ne super Idee. Das probiere ich auf jeden Fall. Und unbedingt mit der Sour Creme. ❤
    Danke auch für den Link. Ich les mir das gleich mal durch.
    Liebe Grüße und ein Frohes, gesundes Neues wünsche ich dir noch.
    Jenny

    • Liebe Jenny, auch Dir nochmal alles Gute für das Neue Jahr, das wir uns noch recht lange hier treffen.
      Das Essen war ein Glücksgriff, so richtig aus dem Bauch geboren, wir 3 waren sooooo begeistert und verputzten ganz schön was weg, hätte noch mehr Grünkohl sein können, aber mehr passte nicht auf das Blech. Mache ich aber bald wieder, vielleicht schon diesen Sonntag?
      Lieben Gruß Marlies

  4. DIese Grünkohlvariante klingt sehr gut! Wer wie ich kein so großer Fan von deftigem Grünkohl, speziell mit Geräuchertem – ist, der freut sich immer sehr, wenn Rezepte in einer ganz andere Geschmacksrichtung gehen.
    Beim allerersten Anblick deiner heutigen Kreation habe ich einen kleinen Moment gedacht, du hättest Käsekuchen auf den Grünkohl platziert. ^^ – Lecker, lecker, der Kürbis mit den Cashewnüssen, der Sour Cream und auch die braunen Champignons dazu lachen einen verführerisch an!
    Danke für den Link mit der Info zu den Cashews!

    LG Michèle

    • Jetzt habe ich aber gelacht Michele, Käsekuchen und Grünkohl, Du traust mir ja allerhand zu! Aber ich glaube, das versuche ich lieber nicht.
      Also Grünkohl ist ja wirklich mein Winterfavorit, und da die Hunde ihn auch so gerne fressen, im Gemüsebrei, habe ich auch immer eine Tüte vorrätig. Diese Ofenvariante ist wunderbar und je nach Tamari-Menge auch mild bis würzig, wie Mann es mag.
      Lieben Gruß Marlies

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