Einstimmung auf die Adventszeit: Drei-Schichten-Brownie mit Schokomousse und Orangengelee

Genuss pur – und er wird jeden Tag besser

Ich bin ja wirklich nicht die große Bäckerin und mit filigranen Arbeiten tue ich mich meist schwer, aber dieser Kuchen sieht komplizierter aus als er ist, und er hat es in sich! Die Mousse ist Verführung pur: mit Tonkabohne, das Döschen lag bei mir im Dornröschenschlaf und es war Zeit es aufzuwecken – mit fein geriebener Orangenschale und Orangensaft – gerösteten Cashews, wusstet Ihr, das sie dann ganz anders schmecken? – Kokosmilch und Datteln.

Brownie aufgeschnitten

Das ganze ist mein zweiter Versuch, und das hat sich gelohnt. Geschmeckt hat der erste auch schon, aber ich konnte alles noch verfeinern, und nun ist es perfekt – für mich jedenfalls!
Auf die wunderbare Creme bin ich ja schon oben eingegangen, aber auch der Teig ist nicht zu verachten, diesmal mit Süßkartoffelmus, was mir fast noch besser als Kürbismus gefällt, und da ich ja keine eigenen mehr habe, kann ich auch mal was anderes nehmen. Allerdings muss ich gestehen, dass dieser Post etwas warten musste, da mir das Mus angebrannt war, und ich keine Süßkartoffeln mehr hatte. Ich kämpfe immer noch mit meinem neuen Induktionsherd, einerseits finde ich ihn ganz toll, aber man muss doch immer dabei bleiben, das tat ich bei den Süßkartoffel nicht und dann roch es plötzlich und ich konnte die Pfanne nur noch schnell auf die Terrasse bringen. Die Pfanne sah schlimm aus, ich dachte, die kann ich wegschmeißen, aber mein Sohn, der gerade kam, gab mir den guten Tipp mit etwas Waschpulver aufkochen, und tatsächlich war die Pfanne nachher wie neu!
Bei dem Boden habe ich lange überlegt, da ich ja 3 Schichten wollte, ob ich ihn in der Springform backe und dann mit dem Bindfaden durchtrenne, das habe ich zwar schon gemacht, ist aber länger her, und da ich es einfach machen wollte, nahm ich eine lange rechteckige Form, 30 cm, und habe nach dem Backen den Boden gedrittelt und danach aufeinander gesetzt. Vielleicht nicht so elegant, aber funktioniert.

Schokoboden

Da ich ganz auf Nummer sicher gehen wollte, habe ich auch den gestapelten Boden vorher geschnitten, da ich Angst hatte, dass alles raus quillt, wenn ich ihn mit Füllung durchschneide. Die Sorge war unbegründet, wie Ihr am Foto oben sehen könnt, wenn alles schön kalt ist,lässt er sich super gut schneiden. Also wirklich ein toller Anfängerkuchen, mit dem man ein bisschen angeben kann.
Besonders schön ist auch, dass er am 2. und 3. Tag noch besser schmeckt, so dass man ihn ganz in Ruhe vorbereiten kann und dann nur noch zum Servieren oben die Garnitur drauf spritzt.

Kuchen frontal

Und bevor Ihr mir jetzt in den Bildschirm beißt, gehe ich ins Detail und verrate Euch mein Rezept.

Zuerst wird der Boden gebacken, damit er gut auskühlen kann.

Rezept Schokoteig:
300 g gekochte Süßkartoffeln
150 g Datteln
60 ml Öl
180 ml Pflanzenmilch (ich hatte Soja Vanille, die war gerade auf)
1 Eßl. gemahlener Leinsaat + 2 1/2 Eßl. Wasser, das sog. Flaxegg, erst 5 Min. quellen lassen!
diese Zutaten im Mixer pürieren
50 g Buchweizenmehl
150 g glutenfreies Mehl, ich hatte die Mischung von Schär; wer nicht glutenfrei möchte, nimmt Dinkelmehl
1 Tee Backsoda
1/2 Tee. Backpulver
1/8 Tee. Meersalz
3 Eßl. Kakao
1 Tee. Gewürzmischung, z.B. Spekulatius, Lebkuchen, Honigkuchen
diese trockenen Zutaten vermischen.
Nun feuchte und trockene Mischungen verrühren und in eine mit Backpapier ausgelegte Form einfüllen und schön mit einem Spatel glatt streichen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180° C ca. 15-20 Minuten backen, Stäbchenprobe.
Auskühlen lassen, bevor Ihr das Backpapier abzieht, sonst klebt es, ich spreche aus Erfahrung!

Boden mit Orangengelee

Nun habe ich den Boden schon in Stücke geschnitten, aber wie ich nachher gemerkt habe, ist das eigentlich nicht nötig.
Auf den untersten kommt das Orangengelee, ich habe da ein englisches, bitteres mit Schale genommen, aber das ist Geschmackssache. Man könnte auch Aprikose o.a. nehmen, aber da in der Mousse Orange ist, wollte ich hier das gleiche haben.

Boden mit Mousse bestichen

Für die zweite Schicht brauchen wir die Mousse und das Rezept kommt hier, je länger die Mousse steht, um so fester und dunkler wird sie.

Rezept Schokomousse:
140 g geröstete Cahsewkerne
60 g Datteln
125 ml Kokosmilch
60 ml Orangensaft
1 Tee – 1 Eßl. Orangenschale
2 Eßl. Kakao
etwas geriebene Tonkabohne, 1/4 – 1/3 Bohne, ich habe meine Muskatnussreibe genommen.
Alle Zutaten im Mixer pürieren

Tonkabohne

Die Mousse 1-2 Stunden kühlen, dann auf den zweiten Boden streichen und den dritten oben drauf legen. Das sollte nun mindestens über Nacht kühlen. Das Warten lohnt sich, denn der Geschmack wird durchgezogen um ein Vielfaches stärker.

zusammengesetzter Kuchen

Das sieht jetzt noch nicht so elegant aus, aber wenn später die Mousse noch oben drauf gespritzt wird und eventuell noch etwas Zimt drüber gepudert, und ein Klecks Joghurt ((ich hatte Lupine, natur) als Kontrast, dann ist der Brownie perfekt.

Brownie diagonal

 

Lasst es Euch schmecken!

14 Kommentare

  1. Erika says:

    Das ist ja Meisterklasse, liebe Marlies. Bei Arno schüttel ich immer das i-Pad in der Hoffnung, es fällt was raus….und bei dir möchte ich reinbeissen🤣 schütteln und beissen ist hoffnungslos😢 nachbacken! Nur, da geht’s mir, wie dir mit den Filigranen Leckereien. Doch wer weiss….vielleicht packts mich ja, bevor ich mir am iPad die Zähne ausbeisse. Eine schöne Woche und liebe Grüsse Erika

    • Liebe Erika, ich verstehe Dich vollkommen, mir fällt so etwas auch nicht so leicht, und es war zudem noch eine Geduldsprobe, also echte Prüfungen! Aber wo ein Wille, da ist ein Weg, ich habe durchgehalten und zum Schluss wie eine Schneekönigin gefreut. Gerade habe ich mir noch 1/2 Stück gegönnt. Das Gute ist, er hält wirklich sehr lange und man isst auch immer nur kleine Portionen.
      Hier ist es gruselig und ich mag nicht mehr, Matschepampe überall!
      Lieben Gruß Marlies

  2. Hallo Marlies, das ist ja optisch wieder ein richtiges Kunstwerk und sowohl vom Anblick als auch von von der Rezeptur her extrem appetitlich!
    Es wirkt tatsächlich zunächst viel schwieriger in der Herstellung, als es real wohl wirklich ist, aber allein die gespritzte Dekoration „on top“ sieht so profimäßig und kunstvoll aus, dass es ordentlich etwas hergibt! Und einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Sofort. 🙂

    Liebe Grüße und ein schöne Wolche trotz Regen und typischen Novemberwetters!
    Michèle

    • Ha Michele, die Deko oben war reiner Zufall, ich wollte die Sterntülle nehmen, da meinte mein Sohn, er war gerade zu Besuch, ich sollte doch mal diese ausprobieren, erst wollte ich ihn das machen lassen, er ist da geschickter, aber mutig fing ich an , und das machte richtig Spaß, ich bin ja sonst nicht für solchen Firlefanz.
      Über das Wetter sage ich lieber nichts mehr, ich habe die Nase sooooo voll! Bzw. Die Gummistiefel.
      Lieben Gruß, Marlies

  3. Das ist sie also, deine Schokotorte von der du schon erzählt hast! Die sieht ja großartig aus! Ich finde die veganen Teigrezepte immer superspannend. Mit Süßkartoffeln stelle ich mir diesen sehr gut vor. Ich hätte dir gern beim Vernaschen geholfen. Die Fotos sind so appetitlich! Von wegen, du bist keine große Bäckerin!! 😀
    Ganz liebe Grüße Maren

    • Das war die Gemeinschaftsproduktion mit meinem Sohn bei der letzten Fertigstellung, ich tue mich damit immer schwer, aber diesmal wollte ich’s wissen.
      Süßkartoffel im Teig ist super, ich habe es ja nun einige Jahre schon mit Kürbis gemacht, aber die Süßkartoffel gefällt mir noch besser. Wobei ich dies Rezept auch noch mal mit Rote Beete machen werde das passt bestimmt auch gut.
      Da hätten wir beide naschen können, ich von Deinem, Du von Meinem… bis wir platzen!
      Lieben Gruß zurück, Marlies

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