Blaubeer-Panna-Cotta-Törtchen: Mein Glück im(unter) Glas

Abschied von der Blaubeersaison

Im Land der Blaubeeren kommt man vom Markt nicht ohne diese nach Hause, und ich habe es gut genutzt.
Bloß ein Blaubeerkuchen fehlte noch in meiner Sammlung. Bei you tube sah ich dann den himmlisch lilablauen Blueberry Cake von Peaceful Cuisine. Die Farbe nahm ich ihm zwar bei dem Rezept nicht ab, trotzdem wollte ich es probieren, hatte ich doch alle Zutaten im Hause.

einzelnes Törtchen

Die Sache stand unter keinem guten Stern, der Boden klappte zwar, aber dann vergaß ich zuerst die Blaubeeren darauf zu verteilen. Die Blaubeercreme hatte natürlich nicht die Farbe vom Video und war mir viel zu süß. Als ich den Fehler beheben wollte, zerbröselte der Teig, und ich bekam eine Art Blaubeer-Crumble, der mich noch nicht so ganz überzeugte.
Dann war ich im Urlaub, kam zurück und auf dem Markt gab es immer noch Blaubeeren. Mein Ehrgeiz nagte an mir, irgendwie wollte ich die Sache stemmen. Aber jetzt richtig, weniger süß und mit einem anderen Boden. Denn wenn schon Nüsse und Datteln im Teig sind, brauche ich dies eigentlich nicht backen. Des Weiteren wollte ich meine Dessertringe statt einer Tortenform nehmen, sie haben sich für solch kleine Türmchen schon oft bewährt, und das Handling ist einfacher.
Natürlich gab es doch noch kleine Pannen, aber die lest ihr weiter unten.

Boden zutatenEinfüllen in Ring

mit Blaubeeren belegenangebrannt

mit Creme auffüllenaus dem Ring lösen

Teig für 4 Törtchen, oder eine kleine Springform:
40 g Walnüsse (Mandeln)
40 g Datteln
40 g Cornflakes, ungesüst
20 ml Butter (für den guten Geschmack, kann weggelassen werden)

Im Blitzhacker o.ä. Zu einer klein krümeligen Masse verarbeiten.
Je Dessertring ca. 3 Eßlöffel,einfüllen und fest andrücken.
Dieser Boden bleibt schön lange knusprig, er bindet natürlich sehr wenig, aber durch die kleine Form gibt das keine Probleme.

Blaubeer-Panna-Cotta-Creme:
100 g Blaubeeren
200 ml Kokosmilch
80 ml Agavendicksaft
120 ml Wasser
50 g Cashewkerne
150 g Mandelmus
2 Eßl. Tapioka/Maisstärke
2 Teel. Aga Agar

+ 400 g Blaubeeren zum belegen

Alle Zutaten im Mixer pürieren, dann in einer beschichteten Pfanne ca. 2 Minuten vorsichtig köcheln

! Hier kam das nächste Problem, zuerst wollte ich in einem Topf kochen, aber durch mein neues Induktionsfeld zur Anbrennmeisterin geworden, konnte ich alles gerade noch in eine Pfanne umfüllen, was dann auch besser klappte.
Bei meinem ersten Versuch hatte ich kein Mandelmus genommen, sondern 150g Cashewkerne, diesmal hatte ich nicht mehr genug vorrätig und so nahm ich Mandelmus, was geschmacklich auf jeden Fall besser ist, aber wohl noch leichter anbrennt.
Ein Problem ist immer das richtige Maß an Verdickungsmittel, ist es zuwenig, flutscht einem der Kuchen auseinander, ist er zu fest, kommt ein komisches Gefühl im Mund auf, leicht wie Zement oder gummiartig wenn Xanthan genommen wurde. Hier finde ich es genau richtig, da Törtchen behält die Form, klebt aber nicht zusammen wie die Haare mit Haarspray extra strong!

Nun wird geschichtet, dafür braucht man noch einmal ca. 400 g Blaubeeren.

Auf den Teig eine Schicht Beeren, dann ca. 3 Eßl. Creme, wieder Beeren, noch einmal Creme und zum Abschloß Beeren.

Das ganze sollte am besten über Nacht im Kühlschrank ruhen, so schmeckt es am besten. Ich habe 3 Törtchen gegessen, jeden Tag eins, und das am nächsten Tag, war das Beste!

Vor dem Lösen aus dem Dessertring habe ich diese zur Sicherheit noch einmal 1/2 Std. in die Tiefkühltruhe gestellt, das klappte dann hervorragend.

3 Törtchen

Zur besseren Aufbewahrung kamen sie dann unter ein umgestürztes Weckglas, mein Glück im Glas.
Dies bedarf einer kleinen Erläuterung:
Im Urlaub gab es als Vorspeise immer eine Kreation „Glück im Glas“, diese machte mich aber leider nicht so richtig glücklich.

Hier verspreche ich Euch: Das Törtchen macht glücklich!

auf der gabel

Nächste Woche fängt nun der Dachdecker an und unser Haus wird umgedeckt, außerdem kommt meine Mutter zu Besuch. Das heißt, ich werde eine kurze Pause einlegen, bis wieder Ruhe eingetreten ist.

Genießt die Tage!

14 Kommentare

  1. Erika says:

    Liebe Marlies, wenn es eine Nuss zu knacken gibt, du kriegst es hin. Anbrennen – kenne ich sehr gut. Inzwischen kenne ich das Tempo meines Herdes und ihr zwei werdet euch auch einig. Eine schöne Zeit und liebe Grüsse

    • Liebe Erika, der Einsatz hat sich gelohnt und morgen werde ich es für den Besuch meiner Mutter wiederholen , das wird ihr bestimmt schmecken.
      Meistens klappt es mit dem Herd schon ganz gut und ich bin sehr vorsichtig mit großer Hitze, aber diese Creme ist wirklich empfindlich. Früher habe ich so etwas immer in der beschichteten Pfanne gemacht, das hätte ich bloß vergessen und schwups…
      Hier regnet es Bindfäden und ich sehe mit Bangen auf die nächste Woche.
      Doch nun wollen wir alle erst einmal das Wochenende genießen!
      Lieben Gruß Marlies

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