Linsen-Quinoa-Braten gefüllt mit Dörrobst und scharfer Glacé

Nun lebe ich fast 3 Jahre vegan und erst jetzt habe ich mich an diesen tollen Linsenbraten gewagt. Das ist überhaupt nicht verständlich, denn in meiner Familie essen alle gerne Linsen und schwierig ist das Ganze auch nicht. Nun wurde dies nachgeholt und gleich doppelt. Das liegt daran, dass ich letztes Wochenende, als die Planung stand, mich die Grippe erwischte, aber ich wollte nun nicht wieder kneifen, also werkelte ich mit meinem Sohn gemeinsam und es war wirklich wunderbar und hat auch mir krankem Huhn geschmeckt. Aber für die Fotosession reichte meine Kraft nicht, und so habe ich mich mitten in der Woche noch einmal rangemacht, was meinen Mann gefreut hat, denn ihm hatte es besonders gut geschmeckt. Die  Idee mit der Dörrobst-Füllung kam mir auch erst jetzt und ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Braten in scheiben

Und wer jetzt Linsen nicht so gerne mag, der kann auch ohne Probleme auf z.B. Mungbohnen o.ä. ausweichen. Ich habe ja die kleinen schwarzen Beluga-Linsen genommen, die geschmacklich auch eher dezent sind, dazu passt der rote Quinoa vorzüglich. Aber hier könnt Ihr wieder einmal nach Geschmack austauschen, auch bei der Füllung und dem Gemüse ist alles erlaubt, was Euch schmeckt. Ich präsentiere Euch nur meinen Vorschlag als Anregung. Bei den Gewürzen das gleiche, jeder nimmt, was er gerade Zuhause hat und gerne verwendet, ich halte nichts davon, immer gleich alles neu einzukaufen und dann bleibt es liegen, bis es schlecht wird. Bei mir hat sich mittlerweile allerhand angesammelt, was zum Fundus gehört und ich auch regelmäßig verwende, aber ich bin ja auch schon etwas länger dabei.

BelugalinsenroterQuinoa
Linsen und gemüse

Das Schöne, man kann hierbei einiges gut vorbereiten. So hatte ich den Linsenbraten schon am Vorabend gebacken und in der Form im Kühlschrank gelassen, das gab nur ein Problem, da ich recht viel Masse in der Form hatte, riss das Backpapier beim Rausholen, es war auch durchgefeuchtet. Also musste ich die Form vorsichtig stürzen, was für die Glasur nicht so optimal ist, ging aber ganz gut. Als wir beim ersten Mal, ihn gleich aus der Form holten, ging das einfacher.

Nun aber an die Arbeit und zum Rezept (das reicht für ca. 6 Personen)

250 g Beluga-Linsen in 750 ml Wasser ca. 20 Minuten kochen
125 roter Quinoa dazugeben und weitere 20 Minuten kochen. Das Wasser sollte jetzt vollständig aufgesogen sein und alles etwas mehr als gar gekocht sein. Ich stampfe es noch kurz an, dazu kommt dann:
2 Eßl. Leinsaatmehl
2 Eßl. Kokosöl
2 Eßl. glutenfreie Haferflocken,fein

Während die Hülsenfrüchte kochen,könnt Ihr das Gemüse in etwas Kokosöl weich dünsten, alles schön klein geschnitten,
250 g Stangensellerie,
200 g Möhren
250 g Champignons
1 blaue Zwiebel

Das Gemüse recht würzig abschmecken:
1 Teel. Japalenopulver
1 Eßl. Harissa
1 Teel. Salz
1 Eßl. Ajvar
1-2 Eßl. Tamari, glutenfrei
1-2 Eßl. Ketchup ( ich habe eine sehr scharfe Variante gewählt)
1 Teel. Körnersenf

Linsen und Gemüse

Alles gut vermischen und kurz (15 Minuten) ziehen lassen.

Füllung:
ca. 17 getrockente Aprikosen, halbiert
9 getrocknete Pflaumnen, halbiert.

In eine mit Backpapier ausgekleidete Kastenform die Hälfte der Masse einfüllen, dann das Trockenobst darauf verteilen. Das wollte ich natürlich fotografieren, aber irgendwie war ich so schnell bei der Sache, dass ich schon den Rest der Masse drüber schichtete, als mir das einfiel. Aber ich denke,Ihr könnt es Euch auch so vorstellen.

in Form, Glace aufbringen

Während der Braten noch ruht, könnt Ihr die Glasur zubereiten, das geht sehr einfach und ich mache gleich etwas mehr, damit man später beim Essen noch etwas dazu nehme kann: Das wollten Alle!

Glasur:
2 Eßl. Ahornsirup
2 Eßl. Tamari, glutenfrei
1 Eßl. Ajvar
5 Eßl. Ketchup (Eurer Wahl, ich hatte einen mit Japaleno)
verrühren und verteilen.

aufgeschnittener Braten

Backofen auf 190 °C vorheizen, die Form mit Folie abdecken und ca. 30 Min. backen, dann noch einmal 10 Minuten ohne Folie weiterbacken.
Kurz ruhen lassen und aus der Form nehmen, vor dem Anschneiden ca. 10 Minuten ruhen lassen, sonst fällt alles auseinander. Wenn mann ihn schon einen Tag vorher bäckt, lässt er sich natürlich kalt sehr gut schneiden, die Scheiben lassen sich sehr gut in Folie im Ofen aufwärmen.

Mit rosenkohl

Kommen wir zu den Beilagen, da geht wieder sehr viel und wir haben auch einiges ausprobiert:
Am ersten Tag ganz klassisch mit Rotkohl und Salzkartoffeln: LECKER
am 2.Tag mit Kräutersaitlingen, Zuckerschoten und Stampfkartoffeln: SEHR LECKER
am 3. Tag mit Rosenkohl und Stampfkartoffeln: SEHR LECKER

und mir fällt noch viel mehr ein.
Wir wollen dieses Linsen-Quinoa-Braten am 2. Weihnachtsfeiertag machen, aber die Beilagen werde ich mir noch überlegen.

angeschnittener Braten

Das müsst Ihr unbedingt versuchen und lasst es Euch dann schmecken!

17 Kommentare

  1. portapatetcormagis says:

    Der schaut auf alle Fälle super lecker aus!
    Was meinst Du, lässt sich das einfrieren? Sonst muss ich weniger machen.
    In Muffinförmchen ist das bestimmt auch sehr niedlich 🙂

    • Ich habe auch was eingefroren, sehe da kein Problem, ist ja einfacher gleich eine größere Menge zu machen, man kann ja auch die Rohmasse einfrieren, ich habe beides jetzt ausprobiert.
      Lieben gruß Marlies

      • portapatetcormagis says:

        Klingt gut 🙂
        Wir sind nur 2, da wäre so ein Braten für 6 schon viel. Und vorkochen ist deutlich besser als Pizzaservice 😉

      • Man kann ja auch deutlich weniger machen, aber die Arbeit bleibt fast die gleiche, so dass es sich lohnt,. etwas auf Vorrat zu produzieren, vor allem, wenn es lecker schmeckt
        Lieben Gruß MArlies

  2. Erstaunlich und prima, wie sich das alles so gut zusammenfügt und harmoniert und dann obendrein noch mit sehr unterschiedlichen Beilagen ebenfalls ein Genuss ist.
    Ich freue mich, nebenher herauszulesen, dass es dir mittlerweile wieder ein bisschen besser geht, Maries. Diese Infekte momentan schlauchen ganz schön (war auch damit dran). Ich hoffe, es ist für dich bald ganz ausgestanden.
    Liebe Grüße, die diesmal im Stockfinsteren herübergefitzt kommen.
    Michèle

    • Wir waren alle ganz begeistert von diesem Lentil-Loaf, ich mag irgendwie den englischen Namen, und das Schöne ist, ich kann mir in der Woche immer gut was aufwärmen mit unterschiedlichen Beilagen, das ist praktisch.
      Gripppe-mäßig hoffe ich, dass es nun vorbei ist, wobei der Wetterumschwung mir gleich die Migräne hinterher geschickt hat.
      Lieben Gruß Marlies

  3. juergen61 says:

    Sehr lecker Marlies,
    ich habe es mal versucht nachzukochen, mir hat es gut geschmeckt aber von meinem Sohn soll ich ausrichten lassen du möchtest bitte mehr Gerichte mit Würstcheninhalt präsentieren…sonst darf ich nicht mehr solange am Computer die …falschen …Blogseiten lesen 🙂
    Lieber Gruss, Jürgen

    • Ach Jürgen, in dem Alter wollte ich auch immer Würstl (Kasperls Leibgericht) ,da kann ich ihn verstehen. Also las Dich nicht erwischen – beim Lesen!
      Lieben Adventsgruß Marlies

      • Hast du Scheiben oder ein ganzes Stück eingefroren, Marlies? Und mit der Glasur?
        Und noch eine Frage, denkst du, das könnte auch kalt schmecken? (Ich würde mir mittags ins Büro eine Scheibe mitnehmen; mein Mann hat bei sich zum Glück eine Mikrowelle im Aufenthaltsraum).
        Glg
        K.

      • Beides, Scheiben ist aber besser. Schmeckt auch kalt, habe alles ausprobiert, mir persönlich besser warm aus der Pfanne, aber wenn´s nicht anders geht, ist es auch OK. Lieben Gruß Marlies

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