Regionaler Winter-Eintopf – und das ist gar nicht langweilig!

Grünkohl und Kürbis köstlich vereint!

Ganz neu ist dieser Eintopf ja nicht, schließlich habe ich letzten Winter meine Liebe zum Grünen Kohl entdeckt. Auch damals war die Suppe schon köstlich, aber es geht noch besser.

Kürbis und Grünkohl

Wir können es nicht leugnen, der Winter ist im Anmarsch, der November hat uns fest im Griff und auf dem Markt sieht es auch etwas karger aus.
Aber HALT! Das liegt nur am Auge des Betrachters, denn es ist möglich mit guten regionalen, saisonalen Zutaten auch in dieser Jahreszeit leckere Gerichte auf den Tisch zu bringen, die dabei sogar preisgünstig sind. Ich habe mich weitgehend von Exoten & Co verabschiedet und futtere mich durch das, was hier und jetzt wächst und gedeiht.

Suppe im Kürbis

Und damit bin ich sehr zufrieden!
Ich liebe Kürbissuppe, aber auf Grund meiner riesigen Ernte jedes Jahr, habe ich auch davon manchmal genug, 3-4 x die Woche ist einfach zu viel.
Jetzt freute ich mich, als der erste Grünkohl auftauchte, leider war es mir auch dieses Jahr im Küchengarten wieder nicht gelungen, diesen Kohl gegen seine Feinde zu schützen und so blieb für mich nichts übrig. Die Grünkohlsuppe fand ich schon letztes Jahr einfach wahnsinnig schmackhaft und dabei blitzschnell auf dem Tisch. Normalerweise kamen da immer ein paar Kartoffeln mit rein, die ich ja auch soo gerne mag. Aber nun muss ich den Kürbissen zu Laibe rücken und so konnte ich sie gleich 2 x verwenden, als Suppenschüssel und als Gemüseeinlage. Mein Sohn war gleich begeistert, da er nicht so gerne Creme-Suppen mag, aber sonst nichts gegen Kürbis hat.

klein geschnittenes Gemüse

Als Gemüse für diesen Eintopf hatte ich ausgesucht:
Grünkohl, Kürbis, Sellerie, Möhren, Pastinaken, Zwiebel, 1 Chilischote (optional)
gewürzt wird mit Curry, Tamari und Reis-Miso, also glutenfrei, aber alles ist austauschbar.

Der Grünkohl wird in mundgerechte Stücke gezupft und gewaschen. Das andere Gemüse auch würfeln, aber nicht zu klein, sonst zerkocht es, denn ca. 20 Minuten braucht der Grünkohl bis er gar ist.

Suppe auf Kelle

Zuerst die Zwiebel , Chilischote und Curry in Kokosfett anschwitzen, , oben drauf den Grünkohl ca 5 Minuten mit Deckel etwas zusammenfallen lassen, dann das klein geschnittene Gemüse dazu, umrühren, mit etwas Tamari (glutenfreie Sojasauce) ablöschen und mit soviel kochendem Wasser auffüllen, dass alles knapp bedeckt ist. Nun ca. 15-20 Minuten köcheln lassen, mit Salz und Reis-Miso abschmecken. In Gefäße Eurer Wahl füllen, ich fand es in den Kürbissen sehr hübsch, man kann sie nachher trotzdem verwenden.

Zwei Kürbisse mit Suppe

Last es Euch schmecken!

11 Kommentare

  1. Liebe Marlies,
    Die Fotos sind einfach ein Traum. Das sieht so hübsch und herbstlich aus. Der eine Kürbis ist ja beinahe lilafarben! Das habe ich so auch noch nicht gesehen…Ja, wie man sieht werden wir auch im Herbst und Winter nicht verhungern oder uns von Importware ernähren müssen. 😉
    Liebe Grüße, Jenny

    • Genau Jenny, man muss nur zugreifen, und ich finde, es ist sogar deutlich preisgünstiger, dazu dann och die Hülsenfrüchte, da kann man kombinieren ohne Ende, weiße kleine Bohnen hätten bestimmt auch noch gut dazu gepasst, mache ich beim nächsten Mal. Jetzt werde ich mal nach schönem Rotkohl Ausschau halten, da ist mir gerad nach. Du merkst ich bin hungrig!
      Lieben Gruß Marlies

      • Ich stimme dir da voll und ganz zu! Man muss nur zugreifen, bei den saisonalen Waren. Mich ärgert es immer ein bisschen, wenn Leute sagen Bio sei so teuer, auch wenn ich natürlich verstehe, dass wir das Geld alle nicht so locker sitzen haben. Aber Preis ist ja auch eine Frage der Gewöhnung. Saisonale Produkte sind nicht teuer… Und man muss sich ja auch immer vor Augen führen, was alles dazu führt, dass die Discount Produkte so billig sind… Du baust ja selber viel an und weißt wie viel Schweiß, Arbeit und Tränen in Anbau, Pflege und Ernte stecken. 🙂
        Ich hoffe du hast einen schönen Rotkohl gefunden. Lecker!
        Lieben Gruß, Jenny

  2. Erika says:

    Liebe Marlies selbst Gemüsemuffel bekommen bei deinen schönen Bildern Lust auf Gemüsesuppe.
    Ich hatte jetzt 3 Tage Gemüsesuppe ohne Kohl. Sehr wohltuend – aber im Moment genug. Liebe Grüsse aus einem Fönsturmgebeuteltem Tal

  3. Mit der Einschätzung des Novembers und dem aufkommenden Eintopf-Bedarf liegst du völlig richtig, Marlies. Darüber können auch die heute zurückgekehrten milden Temperaturen nicht hinwegtäuschen. ^^
    Ich bin wieder ein großer Fan deiner Kombinationsvorschläge und freue mich immer sehr, dass meine Augen stets enorm „mitessen“ dürfen. Was für eine lebendige und warme Farbzusammenstellung – und dann noch in den Kürbissen angerichtet! Nicht zu toppen!
    Ich bevorzug es auch, die gerade lokal erntemäßig anstehenden Gemüsearten verwenden. Wenn ich sie hier auf dem Markt bekomme, habe ich wirklich den Eindruck, das schmeckt besonders intensiv und frisch. Warum also Importiertes wählen, was auf der anderen Erdhälfte gerade Ernte hat und weite Wege zurücklegen muss, bis es hier (teuer) auf dem Tisch landet. Oder etwas nahezu ununterbrochen auf den Tisch bringen (irgendwo wird’s ja vermutlich immer gerade geerntet und zu uns exportiert). Dabei gehen nur Abwechslung und auch die Vorfreude flöten.

    LG Michèle

    • Genauso ist es,Michèle, und ich habe mir vorgenommen, genau zu überlegen, wann ich mal in die Ferne schweife und wie oft. Natürlich esse ich Bananen, Orangen, Zitronen um mal die lang bekannten Südfrüchte zu erwähnen, aber es muss nicht jeden Tag eine Avocado sein, die Ananas schmeckt zur Zeit auch nicht, Tomaten werden auch immer geschmackloser um diese Jahreszeit, ich schaue es mir an, frage mich, ob ich es wirklich brauche und jetzt habe ich schon einiges zurück gelegt, was ich nicht bereut habe. Ausnahmen sind erlaubt! Aber gerade dann kann ich es auch mehr genießen, und es regt die Fantasie an, mit dem zu arbeiten, was saisonal und regional ist.
      Und die Augen essen immer mit! Für mich ist das ein ganz wichtiger Aspekt, Du weißt, ich liebe Farbe!
      Lieben Gruß Marlies

  4. Ingrid says:

    Hallo Marlies,
    Ich versuche ebenfalls so viele regionale/saisonale Gemüse und Obstsorten zu verarbeiten. Natürlich ist im Winter nicht so viel Auswahl wie in Sommer. Jedoch kann man nachwievor vielfältig kochen. Dein Rezept finde ich sehr lecker. Grünkohl und Kürbis habe ich noch nicht kombiniert, das probiere ich bald aus.
    Liebe Grüße, Ingrid

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