Rösti traumhaft mit Brombeer-Chutney und Estragon-Mayo

Meine Brombeeren im Garten sind nicht besonders süß, die meisten sind sogar recht sauer, und bevor sie die richtige Reife haben, werden sie schlecht. Ich schneide die Sträucher zwar regelmäßig runter, aber das hilft auch nichts. Trotzdem versuche ich, so viel wie möglich davon zu verwerten. Dieses Jahr habe ich mich an ein leckeres Brombeer-Zwiebel-Chutney erinnert, das ich vor 2 Jahren mal ausprobierte, natürlich habe ich mir nichts aufgeschrieben, aber es hat trotzdem geklappt.

chutney im Glas

Dazu habe ich mir Röstis gebraten, die kann ich eigentlich immer essen und meistens esse ich auch dann zuviel, diesmal auch! Estragon-Mayoist bei uns gerade der Renner, die muss ich regelrecht verstecken, sonst verputzt sie mein Mann in Windeseile. Das war eine gelungene Ergänzung zum säuerlich-herben Chutney, sowohl farblich, als auch geschmacklich.

Röstis in der Pfanne

Meine Röstis mache ich immer ganz klassisch. Die Kartoffeln werden grob geraspelt, dann gebe ich die Masse in ein dünnes Geschirrhandtuch und wringe die Flüssigkeit raus. Dies kommt dann in das heiße Fett in der Pfanne, ich lasse es kurz anbraten und zupfe dann erst kleine Stücke zurecht. Salzen tue ich erst wenn sie fertig sind, so bleiben sie krosser.

Brombeeren und Zwiebeln

Nun das Brombeer-Zwiebel-Chutney Rezept:
Die Angaben sind jetzt nur grob, aber das ist auch nicht so wichtig, hier kann man ein bisschen experimentieren und seinen eigenen Geschmack einbringen.
500 g Brombeeren
250 g blaue Zwiebeln
250 ml Apfelessig
150 g brauner Zucker
4 Lorbeerblätter
10 Wacholderbeeeren
2 Eßl. Harissa

Ich löse zuerst den Zucker im kochendem Essig auf, dann gebe ich die Gewürze, Brombeeren und Zwiebeln dazu.
Jetzt lasse ich alles ca. 1 1/2 Stunden kochen, je mehr Flüssigkeit verkocht ist, um so öfters müsst Ihr umrühren. Zum Schluss kommen dann die dicken Blasen und es spritzt, d.h. es ist fertig. Zwischendurch koste ich, um zu schmecken, ob Säure, Süße und Schärfe mir zusagen, was aber in diesem Zustand nicht so einfach ist. Aber bisher hat mir ein fertiges Chutney immer geschmeckt, ganz egal wie ich es zusammen gemischt hatte. Also nur Mut.

Chutney und Beeren

Ich fülle das Chutney dann direkt in kleine Schraubgläser, die ich über Kopf auskühlen lasse, so hält sich das Chutney mind. 1 Jahr. Na ja, bei uns nicht!

Fällt leider aus!

Einladung zum 3. Vegan-Dinner

Susi u.Strolchi

Und wie Ihr vielleicht schon gelesen habt, veranstalte ich wieder ein Vegan-Dinner – mein Drittes! Zum 3. Blog-Geburtstag!
Am 10. September ist es so weit, da will ich Euch dann verwöhnen, und ich freue mich schon auf Eurer Anmeldungen.

17 Kommentare

  1. Liebe Marlies, bei dir sind die Zutaten nicht nur immer geschmacklich ideal aufeinander abgestimmt, sondern du bist auch ein absolutes Farbenkombinationsgenie! Ich bin wieder hin und weg!

    Für dein Vegan-Diner im September wünsche ich dir gutes Gelingen! Ich kann hier momentan kaum weg, daher melde ich mich nicht offiziell an (was ich sonst gern täte), aber ich verfolge natürlich, was sich in dieser Hinsicht weiter bei dir tut!

    Liebe Grüße und schönes Wochenende!
    Michèle

    • Danke liebe Michele, Farbkombis sind meine Leidenschaft, ich bin ja auch Fotografin( im früheren Leben) und da tobe ich mich so richtig aus, bei Stoffen geht das auch wunderbar. An so einer Brombeer-Farbe kann ich mich richtig satt sehen.
      Sehr schade, dass Du keine Zeit hast, es wird wahrscheinlich das letzte Dinner hier sein, Veränderungen stehen an.
      Lieben Wochenend-Gruß MArlies

      • Marlies, meinem Mann ging es lange nicht besonders gut. Es geht aufwärts, aber ich meide immer noch alles, was längere Wege (und dadurch zu lange Abwesenheit) mit sich bringt.
        Letztes Dinner und Veränderungen? Oh, das hört sich aber nach größeren Umstellungen an … Ich hoffe es geht euch gut (?). Alles Gute für alles, was da kommt!

        Ich schicke liebe Grüße hinüber! Ein schönes Wochenende für euch!
        Michèle

      • Liebe Michèle, das mit Deinem Mann tut mir leid, aber es freut mich zu hören, dass es besser wird, ich drücke Euch die Daumen.
        Ja, ich bin endlich bereit, den Hof zu verlassen, es ist zu groß, die Arbeit frisst uns auf, es ist sowohl zeitlich als auch geldlich eine enorme Belastung. Nun scheinen wir schon ein passendes Grundstück gefunden zu haben, etwas weiter weg, einsam – wie wir es lieben. D.h. es wird sehr viel Arbeit geben, dies Haus verkaufen, ein neues planen….. da mag ich noch gar nicht dran denken. Aber ich mache einen Tag nach den anderen.
        Lieben Sonntagsgruß, noch sonnig!
        Marlies

  2. AnDi says:

    Wieder mal ein verführerischer Traum…. Sieht perfekt aus und kiest sich sehr gut!
    Wieder mal schade, dass wir so weit weg wohnen…. 😉
    Liebe Grüße
    AnDi

  3. Erika says:

    Liebe Marlies, gerade nach Hause gekommen und mit einem leeren Kühlschrank konfrontiert, sehe ich mich satt an Deinem Rösti und lese auch, dass eine Veränderung ansteht. Eine mutige, aber auch weise Entscheidung für die Zukunft. Ich bin gespannt und beneide dich nicht, um die viele Arbeit die auf euch wartet. Ich denke, du wirst uns auf dem laufendem Halten.
    Eine schöne Woche w¨ünsche ich dir und liebe Grüsse Erika

    • Danke für die Wünsche Erika! Es wird eine harte Zeit werden, das ist gewiss, aber danach wartet auch etwas Schönes auf uns, es wird spannend, eine echte Herausforderung, ich bin aber bereit, endlich, die Zeit muss reif dafür sein.
      Rösti sind etwas besonders feines, Ihr Schweizer seid die Meister darin, meine sind einfach, aber trotzdem sehr (!!!!) lecker!
      Lieben Gruß und Dir auch eine schöne Woche, wir sollen noch einmal Sommerwetter bekommen, mal sehen, ob das stimmt.
      Marlies

  4. Hallo Marlies, ich kann gerade direkt unter deiner Antwort an mich nicht erneut kommentieren, daher separat: Da stehen euch wirklich große Dinge bevor! Es war mit Sicherheit keine leichte Entscheidung bzw. eine, die sicher lang reifen musste. Deine weitere Herangehensweise (ein Tag nach dem anderen) halte ich für grundgescheit und auch wichtig, um mit seinen Kräften vernünftig hauszuhalten. Alles Gute wünsche ich für die kommenden Aktionen! Dass es viel Arbeit und Umstellung mit sich bringt, ist einem ja als Betroffener klar, doch ich hoffe, dass es im Großen und Ganzen dabei möglichst komplikationsfrei abläuft und nicht so unvermutete Querschüsse dazwischenkommen.

    Ein lieben Gruß hinterher und mir wird gerade angezeigt, dass ich dir angeblich hier gar nicht folge (habe aber nie etwas geändert), also drücke ich noch einmal auf den Folgen-Button.
    Michèle

    • Nochmals Dank für die lieben Wünsche, noch sind wir ja im Vorstadium, und ich versuche wirklich, mich nicht verrückt zu machen, da ich hier aber aber immer reichlich Arbeit habe, fällt das nicht so schwer.
      Manchmal ist das mit WP etwas ärgerlich, aber ich persönlich möchte auch nicht wo anders hingehen.
      Lieben Gruß, es regnet! aber wir hoffen auf Morgen, nicht wahr?
      MArlies

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