Tatar von der Aubergine: pikant, vegan und super gut!

Ostersamstag waren wir in Hamburg im Alohacherie, einem recht neuen veganen Restaurant in Eimsbüttel. Neugierig bestellten sich mein Mann, unser Sohn und meine Mutter als Vorspeise ein Tatar. Für mich kam es nicht in Frage, denn die Beilage war nicht glutenfrei. Außerdem stand bis heute Tatar nie auf meinem Speisezettel, auch in den noch nicht-veganen Zeiten. Mit glänzenden Augen verschlangen sie ihre Vorspeise, ich durfte kosten und befand es auch außergewöhnlich schmackhaft. Aber aus was, um Himmelswillen, war dieses Tatar gemacht, wir fragten nach und bekamen die Antwort: Aubergine.

Aubergine
Nun stand meine Aufgabe fest: ab in die Küche und komme erst wieder raus, wenn Du ein ebenbürtiges Auberginen-Tatar bereitet hast. Und das, wo ich doch überhaupt nicht der Tatar-Experte bin, aber die Aufgabe reizte mich schon, denn zum einen war es wirklich ein echtes Schmankerl und zum anderen mag ich die Zutaten wie Kapern, Gewürzgurke unheimlich gerne – da sollte sich also was machen lassen.
Wie Ihr am Titelbild sehen könnt,  habe ich die Aufgabe gelöst und bin mit mir sehr zufrieden. Gestern habe ich das Tatar zum zweiten Mal bereitet, so dass ich es Euch nun präsentieren kann, und ich empfehle dringend das Nachmachen, denn es ist einfach, lässt sich vorbereiten, hält gut 2 Tage im Kühlschrank und findet garantiert viele Liebhaber.
Tatar auf Brot, 1 Teilchen
Die Mengen, die Ihr hierfür benötigt, müsst Ihr ein bisschen selber abschätzen, ich hatte beim ersten Mal vier kleine Auberginen, diesmal gab es nur große, also hatte ich 2 Stück á 500g, das reicht so für 4-6 Portionen. Auch Gewürze und die anderen Zutaten sind Geschmackssache, ich stelle Euch mein Rezept vor, aber Ihr könnt da auch viel Eigenes einbringen, nicht jeder mag es scharf, oder mag Kapern.
Des weiteren habe ich noch meine vegane Mayo zubereitet, das passte ganz wunderbar als Unterlage und ich mache meinem Mann damit immer eine sehr große Freude, dementsprechend schnell, war sie alle.
Rezept: Tatar von der Aubergine:
1 kg Aubergine
1 blaue Zwiebel
2-3 mittlere Gewürzgurken
1-2 Eßl. Kapern
1 Eßl. Ketchup
1 Teel. scharfer Senf
1 Teel. Zitronensaft
1 Teel. Tamari (Sojasauce)
Pfeffer aus der Mühle
Messerspitze Cayenne
Salz eher wenig, denn die Kapern sind schon salzig.
gehackte Zutaten
Zuerst werden die Auberginen der Länge nach halbiert und mit Öl eingepinselt, (wer mag reibt sie noch mit Knoblauch ein) ich nicht!
Dann werden sie in Alufolie gewickelt und werden bei 200°C ca 45 Minuten weich gebacken. Sie sollten nicht ganz matschig werden, denn nach dem Auskratzten werden sie gehackt und sollten noch etwas Textur haben, kein Mus sein.
gebackene Aubergine
Wie schon oben geschrieben, werden sie nach dem Auskühlen aus der Schale gekratzt und anschließend klein gehackt, nun gebe ich dies noch für einige Stunden in ein Sieb, damit die Flüssigkeit abtropfen kann. Dann werden Gurken, Kapern und Zwiebel auch schön klein gehackt. Das ganze wird nun mit einer Mischung aus Ketchup, Senf, Sojasauce, Zitronensaft und Gewürzen vermengt.
Tatar in der Vorbereitung
Ich lasse das Tatar nun einige Stunden im Kühlschrank durchziehen, bevor ich es endgültig abschmecke, es bekommt mit der Zeit mehr Würze, das solltet Ihr einkalkulieren.
Tatar in der Schale
In einem Dessertring oder einem Eiskugel-Former lässt sich das Tatar sehr schön herrichten. Es ist wirklich gut formbar.
Tatar auf Tortenheber
Ich habe das Tatar auf glutenfreien Schwarzbrot vom Rotenburger Bäcker Brunnen Müller als Unterlage genommen, sonst backe ich auch gerne Fin-Brötchen mit der glutenfreien Schwarzbrotmischung von Bauck. Auf das Brot kommt die Mayo (mmh,mmh….., wichtig!) Meine Tatarkugel setzt ich auf eine Scheibe Rote Beete, noch ein paar Gürkchen-Scheiben dazu und schon habt Ihr ein zauberhaftes Abendbrot oder einen Buffet-Hit!
4 Tatar-Teilchen auf Schieferplatte
So und nun gehe ich als Belohnung gleich in die Küche und bereite mir auch ein Tatar-Teilchen zu, denn von den Bildern läuft mir langsam das Wasser im Munde zusammen. Ich hoffe, es ist noch etwas Mayo da!Tatar groß
Lasst es Euch schmecken!

24 Kommentare

  1. Erika says:

    Du bist der Daniel Düsentrieb der veganen, glutenfreien Küche! Sieht sehr lecker aus und ist es bestimmt auch. Garten – Vierbeiner – Zweibeiner und in der Küche tüfteln..Hut ab, liebe Marlies und herzliche Grüsse Erika

  2. AnDi says:

    Boah! Was Du da immer so hinzauberst…. genial!

    Hatte man Dir die Zutaten neben der Aubergine verraten, oder hast Du sie selbst herausgeschmeckt?

    LG
    AnDi

  3. Ja, huch…Da weiß ich jetzt mal gar nicht genau, was ich dazu sagen soll. Tatar stand auch bei mir eher nicht auf dem Speiseplan aber seit du mich mit dem Kokosmilch Virus infiziert hast, vertraue ich vollkommen darauf, dass es lecker ist, wenn du sagst, dass es lecker ist. 😉 Es klingt auf jeden Fall sehr interessant und das meine ich jetzt nicht im Alfred Bioleck Sinne.
    Sobald die nächste Aubergine in unserer „AussortierKiste“ landet wage ich mich mal dran.
    Ist der Heuschnupfen fort?
    Lieben Gruß
    Jenny

    • Hallo Jenny, wenn Du was Pikantes machst, also Gewürzgurken, Kapern…. dann schmeckt es Dir auf jeden Fall, ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.
      Leichter Heuschnupfen ist da, aber nicht so schlimm, wie letztens. Deine Grippe weg? Ich hoffe doch sehr.
      Lieben Gruß Marlies

      • Hallo Marlies. Ich probiere das auf jeden Fall. Alle einzelnen Zutaten finde ich sehr lecker. Gebackene Auberginen finde ich ebenfalls toll, weil die so schön cremig werden…Ich kann mir das Gericht gut vorstellen.
        Die Grippe ist tatsächlich noch mal schlimmer geworden. Ich hatte tagelang keinen Hunger, fand Essen ekelig und wusste gar nicht so recht wohin mit mir. Das hatte ich so, in der Form auch noch nie…Aber. Um so schöner, dass nun alles wieder gut ist.
        Ich freue mich, dass es dir ebenfalls besser geht. 🙂
        Da machste nix, manchmal. 😉
        Lieben Gruß
        Jenny

      • Hallo Jenny,
        da hat es Dich ja stark erwischt, gut, dass Du nun über den Berg bist, pass gut auf! Ich habe leider wieder starke Allergie, zum Heulen!!! im wahrsten Sinne des Wortes, da kann ich nur abwarten.
        Hoffentlich hast DU bald wieder Appetit und magst was kochen.
        Ein schönes, ruhiges Wochenende,
        lieben Gruß Marlies

  4. Ich bin extrem neugierig auf dieses Tatar geworden. Die einzelnen Zutaten mag ich durchaus, aber ich wäre nicht darauf gekommen, dass daraus ein Tatar entstehen kann. Und wieder so ein appetitlich angerichteter! Das sieht klasse aus mit der Roten Bete und der helle Mayo drunter!

    Ich bewundere übrigens wieder unheimlich, dass du nach einmal Probieren im Restaurant (du hast ja noch nicht einmal eine eigene komplette Portion vertilgen können), weißt, was da noch so hinein muss. Die Angabe Auberginen ist für sich gesehen ja eher etwas spärlich. Aber nicht für Marlies! ^^ Toll!

    Liebe Grüße schicke ich!
    Michèle

    • Danke liebe Michèle,
      ich hatte es mir auch schwieriger vorgestellt, da ich ja nie ein klassischer Tatar-Esser war, allerdings habe ich schon vor vielen, vielen Jahren für meinen Vater u. andere zubereitet. So war ich doch überrascht, wie schnell die Mischung stimmte, aber man kann bestimmt auch mit anderen Zutaten sicherlich was Gutes zaubern, die Aubergine ist dafür ideal, denke ich. Wir haben also gerade die große Portion verputzt, allerdings hat mein Mann auch reichlich als Arbeitsbrot genutzt, aber so soll es sein. Du kannst es wirklich gut 2-3 tage aufbewahren, es wird nur ein weinig flüssiger.
      Einen sonnigen Gruß, Marlies

  5. Ich habe so etwas auch schon einmal gegessen, Marlies. Ich fand es ebenfalls überraschend lecker, obwohl die Optik nicht so attraktiv ist. Wir waren gerade eine Woche in Griechenland und auch dort gibt es Superleckeres aus Auberginen und Gemüse insgesamt. Aber das weißt du ja😉 !
    Liebe Grüße Maren

    • Oh wie schön Maren, da beneide ich Dich! Ich bin ja immer gerne in Griechenland. Also ich finde die Optik gar nicht so schlecht, aber das ist natürlich auch Geschmackssache.
      EInen lieben sonnigen Gruß an Dich, Marlies

  6. Anja Messerschmidt says:

    Vielen Dank für das leckere Rezept. Ich mag Auberginen sehr gerne und werde das auf jeden Fall nachkochen. Nur eine Frage habe ich, muss man die Auberginen in Alufolie legen, kann ich sie nicht einfach in einen Bräter legen?

    • Das geht natürlich auch, Du solltest sie halt nicht offen garen, sie sollten dabei nicht austrocknen. Ich werde es aber auch mal so versuchen, denn ich mag auch nicht gerne die Alufolie verschwenden.
      Lieben Gruß Marlies

  7. Was für ein tolles Rezept, die Idee ist klasse! Das wird definitiv beim nächsten Grillen mit Freunden gekocht, ich bin mir sicher, dass das gut ankommt! 🙂 Liebe Grüße aus Meran!

    • Da bin ich mir auch sicher! Das ist so erfrischend pikant, mal was anderes.
      Grüße zurück nach Meran, hoffentlich habt Ihr besseres Wetter als wir, hier ist es wieder winterlich.
      LG Marlies

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: