Gratinierter veganer Mandel-Feta: easy-cheezy

200 g Mandeln = 250 g Mandel-Feta & 900 ml Mandelmilch

Schon als ich noch keinen Hochleistungsmixer (Vitamix) hatte, habe ich Mandelmilch selber gemacht, was allerdings nicht zu diesem super Ergebnis führte. Meist habe ich auch die festen Rückstände einfach mit verwendet und nicht durch ein Nuss-Säckchen gepresst. Wegschmeißen kam natürlich nicht in Frage, schließlich kann man damit noch einiges anstellen und so habe ich mir aus praktischen Gründen mal so ein Nuss-Säckchen geleistet, was eine sinnvolle Investition war, denn so gelangt man ohne viel Arbeit an eine gute Portion Mandel-Frischkäse, der sich einfach zu einem veganen sehr schmackhaften Feta verwandeln lässt.

Zutaten Madel-Feta
So bekommt man aus 200g Mandeln gleich zwei leckere Sachen, nämlich die Milch und den Frischkäse, wenn das nicht sparsam ist. Schnell geht es auch noch, man muss nur die Mandeln am Tag vorher blanchieren und häuten und dann über Nacht einweichen, dann kann es losgehen. Es macht aber auch nichts, die eingeweichten Mandeln 2 Tage im Kühlschrank zu lassen.
200 g geschälte Mandeln werden nun mit 1l gefiltertem Wasser gut gemixt und dann durch das Nuss-Säckchen geseiht.
Mandeln nach dem Mixen
Schon habt Ihr einen knappen Liter Mandelmilch, die sich vielseitig verwenden lässt und ca. 4 Tage im Kühlschrank hält.
Der entstandene Mandel-Frischkäse hat eine zarte, krümmlige Struktur und einen leichten Mandel-Geschmack, den ich beim Verarbeiten auch nicht ganz überdecken möchte, wer will würzt stärker, ich mache das eher vorsichtig mit :
1 Eßl. Zitronensaft
1 Eßl. Olivenöl
1 Eßl. getr. Kräuter der Province (oder frischer Rosmarin/Thymian,…)
1/4 – 1/2 Teel. Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Knoblauchzehe gepresst
Diese Zutaten mit der Gabel durchrühren. Ihr könnt den Feta auch zur Pizza o.ä. verwenden, er bräunt nicht zu schnell, so dass er gut 30 Minuten mit im Ofen backen kann.
Mandel-Feta
In diesem Fall aber forme ich einen kleinen Laib, der in eine Auflaufform kommt, hier auf ein Bett Rucola (das ist mehr Zierde, sie verbruzzelt beim Backen), aber ganz wichtig sind die gratinierten Tomaten, die ganz wunderbar zum Mandel-Feta schmecken. Auch wenn die Tomaten zur Zeit ungenießbar sind und ich eigentlich keine kaufe, für dieses Gericht mache ich eine kleine Ausnahme, denn hierbei entfalten sie doch Geschmack.
Auflaufform von oben
Unten in die Form gebe ich etwas Öl, damit es nicht so fest setzt, der Mandel-Feta und die eingeritzten Tomaten werden dann auch noch mit ein wenig Öl beträufelt, dann geht es ab in den Ofen.
vorbereitete Auflaufform
Bei 220° C bleibt der Feta ca. 30 Minuten im Ofen, er sollte eine leichte Bräunung bekommen. Vor dem Servieren träufele ich noch etwas Balsamico über Salat und Feta, aber das ist Geschmacks-Sache.
Gratin aus dem Ofen
Mein glutenfreies Bio-Körner-Baguette hat mir allerdings nicht so geschmeckt, bisher finde ich, dass den glutenfreien Broten irgendwas an Geschmack fehlt, sie kommen mir immer so lasch vor, aber vielleicht gewöhne ich mich noch daran, oder finde einen Trick, das zu verhindern.
Der Mandel-Feta ist jedenfalls ein Gedicht, und mein Mann und ich vernaschen das gerne als sonntäglichen Mittags-Snack, aber eigentlich ist die Menge gut für 3 Personen, oder sogar 4, wenn man etwas mehr Salat dazu reicht.
Mandel-fFta auf Teller
Und da ich so oft Mandel-Milch brauche, und es geht wirklich nichts über die selbst gemachte, bleibt immer eine Portion Frischkäse übrig, die auf ihre Verwendung wartet.
Lasst es Euch schmecken!

33 Kommentare

  1. Erika says:

    Das ist eine schöne Idee statt Mozzarella und bestimmt taucht bei dir mal ein Rezept mit Mandelmilch auf. Dann weiss ich auch, was ich damit anstellen kann.
    Herzliche Grüsse Erika

    • Hallo Erika, ich koche damit Milchreis, Hirsebrei…. oder an den Kuchen, Scones… immer wenn ich statt Kuhmilch Pflanzenmilch nehme. Mandelmilch ist meiner Meinung nach die schmackhafteste und gesündeste Pflanzenmilch, allerdings ist bei der gekauften fast immer Zucker dabei und sie ist auch die teuerste. Aber wenn man sie selber macht – unschlagbar.
      Liebe Grüße Marlies

  2. Was es nicht alles für Möglichkeiten gibt, veganen Ersatz für tierische Produkte zu verwenden! Ich bin immer wieder erstaunt, was und wie alles genutzt und zubereitet wird, Marlies. Vor allem woraus! Ich hätte bei Mandeln nie vermutet, dass sie in einer Form zu Frischkäse taugen! So lerne ich nie aus, und allein schon deshalb muss ich hier immer wieder vorbeischauen und dein Werk betrachten. ^^

    Liebe Grüße
    Michèle

    • Das ist wirklich auch für mich immer wieder erstaunlich, viele Sachen sind wirklich erst in den letzten 2 Jahren erfunden worden, oder wieder ganz neu entdeckt, wie z.B. das „Aquafaba“, das ist das Wasser aus den Kichererbsendosen (o.a. Bohnen) das man fast wie Eischnee verwendet, hat seinen Ursprung in Kriegszeiten. Also: es gibt nichts, was es nicht gibt!
      Liebe Grüße Marlies

  3. AnDi says:

    Unglaublich, was man alles machen kann! Sieht umwerfend gut aus, einfach lecker!
    Wir haben noch nie mit Mandelmilch gearbeitet….
    Wie geht es Dir?
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    AnDi

    • Ja das finde ich auch Krisi, und wirklich lecker, außerdem ist die Bckeigenschaft wirklich gut,verbrennt nicht so schnell. Immer wieder was Neues, nicht wahr?
      Liebe Grüße Marlies

    • Ich habe mir schon gedacht, dass dieses einfache Rezept gar nicht so bekannt ist, darum wollte ich es mit Euch teilen, denn das geht nun wirklich einfach und Käse-Alternativen kann ich immer gebrauchen.
      Liebe Grüße Marlies

  4. Grünzeug says:

    Hallo Marlies!

    Auf das tolle Rezept kannst du wirklich stolz sein – eine schöne Idee, veganen Käse herzustellen! Ich wäre vor allem nie darauf gekommen, ihn anschließend im Ofen zu garen, da ich das mit „Käse“ noch gar nicht in Verbindung gebracht habe.

    Zu dem glutenfreien Brot: Welches Mehl verwendest du?
    Ich backe auch öfter glutenfrei und habe festgestellt, dass ich die Brote sehr lecker finde und die Konsistenz total gerne mag. Dabei verwende ich Kichererbsenmehl, Reismehl und Buchweizenmehl – immer in unterschiedlichen Kombinationen. Manchmal werfe ich noch Cashews mit in den Teig – dann erhält der gleich wieder das geliebte Knusper-Erlebnis.🙂
    Aber das ist natürlich – wie bei eigentlich allen Dingen – eine Sache des persönlichen Geschmacks.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Liebe jenny,
      eigentlich ist das nicht mein rezept. Die Verwertung von den Mandelmilch-Resten gibt es schon lange, aber irgendwie ist das doch nicht so bekannt, dabei ja so simpel. Wir essen das schon immer sehr gerne, und da dachte ich, dass man dies doch noch einmal verbreiten müsste, gerade zum Überbacken fehlen oft leckere Alternativen.
      Mit dem glutenfreien Brot muss ich einfach noch ein bisschen ausprobieren, dann wird das schon was, bin halt so an mein Dinkelvollkorn-Brot gewohnt.
      Liebe Grüße Marlies

  5. undiversell says:

    Auch wenn ich immer ein bisschen skeptisch bin, wenn tierische Produkte ersetzt werden, bin ich jetzt schon Fan von diesem veganen Rezept. Mediterrane Küche ist sowieso unschlagbar. Danke für diese tolle Idee und das uns daran teilhaben lässt. LG Undine

    • Liebe Undine, das ist ja eigentlich kein Ersatz, eher gute Auswertung/Resteverwertung. Der Name Feta gefällt mir eigentlich auch nicht, aber es ist immer schwer, neue Namen zu kreieren, wo sich dann auch jeder etwas darunter vorstellen kann. Also bin ich dazu übergegangen, ruhig bekannte Namen zu verwenden, einfach um die Kommunikation zu erleichtern. Man könnte ihn auch Mandel-Trester nennen, wie der Rest vom Trauben keltern, aber ich glaube, da würden viele nichts mit anfangen können, und dann muss man wieder erklären….
      Liebe Grüße Marlies

  6. Annette says:

    Wow, Marlies, bei dir kann man doch immer wieder was lernen. Sieht fein aus, und danke für den Tipp mit den Mandeln. Hatte ich bislang nicht gewusst.

  7. Pingback: 2. Frühstück: Orangen-Mandelmilch-Drink | homesteadnotes

  8. Silke says:

    so…es ist getan. Der „Feta“ ruht noch etwas, bis er später im Backofen verschwindet. Ich bin aber auch wieder ins Schwitzen gekommen. Ich habe die Mandeln in den Vitamix und den Moment, wo ich einschalte, denke ich: das kann nicht gut gehen, bei dem Programm bleibt kein Krümelchen übrig.
    Man sollte den Mixer aber nie unter-über-oder verschätzen. Eine gute Portion Trester blieb mir und alles war gut. Ich lebe auf Zypern und was gibts da schöneres für mich, als so etwas vegan erzustellen. Ich mach es auch mit den kleinen Tomaten, wie auf deinem Bild. Dazu gibt es noch gefüllte Weinblätter (raw-vegan) und einen Dip. Schon ist die Welt für mich in Ordnung.
    Thema Mandeln….leider haben wir alles mögliche im Garten, aber der Mandelbaum steht leider beim Nachbarn. Einen teil kann ich mir nehmen, der zu uns rüber wächst. Ansonst sind Nüsse und Mandeln hier echt teuer, mein Bedarf ziemlich gestiegen. Habe mal eine ganze Ladung geschenkt bekommen, die mir nur mein Mann knacken konnte. Extrem hart. Aber was soll´s….ich geb das Geld halt nicht für Fleisch aus😉

    • Oh wie schön Silke, das freut mich, wie Du im Land des echten Feta die vegane Variante zauberst. Das Problem kenne ich, als ich die Mandelmilch machte, dachte ich auch, da bleibt ja kaum was nach, aber die Portion, die dann im Nuss-Säckchen bleibt ist doch beachtlich und ich bekomme fast immer gleich viel raus. Mandeln sind ja auch bei uns teuer, wie die Nüsse allgemein, aber wie Du schon schreibst, dafür geben wir für andere Dinge kein Geld aus. Ich habe jedenfalls immer einen großen Bedarf an den verschiedenen Nuss-Sorten, da ist auch gleich eine gesunde Knabberei im Haus.
      Deine Tomaten sind bestimmt besser als meine, da muss ich noch etwas warten, aber geschmort sind sie meist besser, mit Weinblättern dazu – kann ich mir sehr lecker vorstellen. Gut, dass ich gerade Mittag gegessen habe.
      Lieben Gruß nach Zypern, Marlies

  9. Monika Laube says:

    Das klingt sehr interessant und ich werde es demnächst probieren. Mir ist nur die Funktion des Rucula im Ofen nicht klar. Könnte man den weglassen? Es ist so eine Verschwendung, denn er ist ja dann nicht mehr genießbar oder?

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