Das „Life-Changing-Brot“, Glutenfrei und basisch, ein alter Hut? Nein, gut, wie eh und je!

Thank You Sarah!

Gluten-Unverträglichkeit – Wie geht es weiter?

Neu! Rezept auf deutsch am Ende des Artikels

Fast 3 Jahre alt ist das Rezept von Sarah Britton´s Life-Changing-Bread und ich finde es noch immer sensationell. Vor 2 Jahren, am Anfang meiner veganen Ernährung, entdeckte ich Sarah´s fantastischen Blog „My New Roots“ und somit auch ihr berühmtes Brot. Damals hat es mir gar nicht so besonders geschmeckt, was ich mir heute gar nicht erklären kann, mein Mann war aber sofort angetan. Aber das Rezept geriet in Vergessenheit, wie das bei der Informationsflut nun einmal leicht passiert, doch durch meine Gluten-Unverträglichkeit fiel es mir wieder ein – und nun bin ich gerettet.

Life-Changing-Bread mit Mandeln
Ich möchte in diesem Blog keine Abhandlungen über Krankheiten schreiben, darum fass ich mich an dieser Stelle kurz. Bei den Recherchen zu Detox und Autoimmun-Krankheiten kam ich schnell zu der Einsicht, dass ein Versuch der glutenfreien Ernährung für mich sehr angebracht wäre. Und da ich eine Frau der schnellen Entscheidungen bin, geschah dies vor gut einer Woche. Und siehe da, ich wollte es kaum glauben, schon am dritten Tag verschwand meine vormittägliche Müdigkeit/Antriebsschwäche gänzlich, so dass ich nicht einmal nach meinem Kaffee dürstete. Dieser Zustand hält an, und ich bin gespannt, was sich im Laufe der Zeit noch verändern wird. Schlechter werden kann es nicht.
Reismehl und Schrot
Nun ist meine Backkunst gefragt, neue Wege müssen beschritten werden, wieder Neuland. Mein erstes glutenfreies Brot, wo ich einfach meine ganzen glutenfreien Mehlsorten zusammen tat, war noch nicht der Hit, geschmacklich nicht schlecht, aber es fehlt die Bindung, d.h. der Kleber = Gluten. Hier muss mann ersetzen und ausprobieren, es gibt einige Möglichkeiten, Ihr werdet noch davon hören.
Aber zurück zum Life-Changing-Bread.
L-C-Brot
Das Rezept findet Ihr am Link oben, es gibt auch viele deutsche Abklatsche. Bloß weil ich die Rezept-Mengen oder einige Zutaten austausche, ist es noch lange nicht mein Rezept, das sehe ich ziemlich eng, auch wenn viele hier beim Bloggen nichts vom „Copy Right“ halten.
Das wunderbare an diesem Brot, eigentlich ist es gar kein Brot, sondern ein überdimensional großer kerniger Energie-Barren (wiegt auch fast so viel wie ein Gold-Barren, „Scherz“)ist, dass man es total glutenfrei und auch auch nur mit rein basisch-wirkenden Zutaten zubereiten kann. Es enthält keine Hefe und kein Triebmittel. Man braucht keine Küchenmaschine, nur einen Löffel und eine Kuchenkastenform. Ich brauche kein Backpapier, wenn die Form gut mit Kokosfett ausgepinselt ist, gibt es kein Problem beim Stürzen. Man kann sowohl süße als auch kräftige Zutaten damit belegen, und es bleibt gut 4 Tage frisch. Falls da keiner zwischendurch zum Naschen ran geht, denn es schmeckt auch pur!
ganzes L-C-Bread
Also für alle, die es noch nie probiert haben: ein MUSS!

Rezept wie ich es 2 x die Woche backe:

135 g Sonnenblumenkerne
90 g Leinsamen (ich nehme gerne den gelben)
65 g Kürbiskerne (ganzer Buchweizen, Hanfsaat, gehackte Mandeln)
145g glutenfreie Haferflocken ( Buchweizenflocken)
2 Eßl. Chia-Samen
4 Eßl. Flohsamen
Diese Zutaten in einer Schüssel mischen.

350 ml lauwarmes Wasser
1 Teel. Salz
1 Eßl. Ahornsirup
3 Eßl. geschmolzenes Kokosöl (kein anderes!!!)

auch verrühren und mit den trockenen Zutaten mischen, wenn alles Wasser aufgesogen ist, den Teig in eine mit Kokosöl ausgepinselte Backform (klein 24cm) geben und fest andrücken, ich nehme einen Silikonspatel. Die Backform in eine Tüte geben und über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
Den Backofen auf 175 °C vorheizen, das Brot 20 Minuten backen, auf ein Backblech stürzen, vorher kräftig aufstoßen, und weitere 40 Minuten backen. Die letzten 10 Minuten erhöhe ich auf 180° C. Wird das Brot zu kross, krümmelt es später beim Schneiden. Ich lege mir die Scheiben gerne auf den Sandwichtoaster, dann ist es immer schon knusprig. Ich lasse das Brot nicht zugedeckt draußen stehen, es hält mind. 4 Tage.

Also viel Erfolg beim Nachbacken!

19 Kommentare

  1. Grünzeug says:

    Ich habe heute Mandelbrot gebacken, das sehr ähnlich wie das Life-Changing-Bread ist, allerdings weniger Zutaten beinhaltet. Und ich liebe es! ❤
    Es ist wirklich ein Muss, da hast du recht!

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Ich habe jetzt mal Mandeln weggelassen, da ich lieber nur kleinere Teilchen wollte. Mandeln o.ä. fallen dann beim Schneiden, wenn sie ganz sind, gerne gleich raus
      LG MArlies

      • Grünzeug says:

        Oh, ich glaube, ich war nicht präzise genug, entschuldige: Ich habe keine ganzen, sondern gemahlene Mandeln anstelle von Mehl verwendet. Zusammen mit Sesam, Sonnenblumenkernen, Chia-Samen, etwas Sojajoghurt und Olivenöl und Wasser bekommt das eine himmlische Konsistenz – und da fällt dann auch nichts heraus. Aber ich verstehe natürlich, was du meinst und sehe das genauso. 🙂

        Liebe Grüße
        Jenni

  2. Es sieht äußerst appetitanregend aus, Marlies. Ich habe mir das Originalrezept aufgerufen und gesehen, dass auch Flohsamen mit hineingehören. Klingt gut. Ich glaube, das würde mich sehr reizen. Nicht weil ich mit Gluten Probleme hätte, jedoch gezielt auf basische Elemente in der Ernährung achten muss.
    Eben las sich obendrein auch das Mandelbrot von Jenni im Kommentar äußerst verlockend. Diese Kombination muss ich mir ebenfalls merken.

    Es freut mich zu lesen, dass die Umstellung bei dir bisher (und auch sehr schnell) so eine positive Wirkung zeigt!

    LG Michèle

    • Ja die Flohsamen geben die Bindung, die schleimen ja so schön…. und man kann unheimlich gut variieren, was man so gerade da hat und worauf Appetit. mein zweites hat mir dann auch gleich noch besser gefallen. Außerdem macht es gut satt und hält auch etwas vor, wie man sich vorstellen kann, allerdings nicht auf unangenehme Weise. Probier ruhig mal was aus.
      Liebe Grüße Marlies

  3. AnDi says:

    Wir freuen uns zu lesen, dass es Dir schon ein wenig besser geht und das auch noch so schnell!
    Das Brot liest sich interessant…. Wir haben zwar kein Problem mit Gluten, aber das muss uns ja nicht davon abhalten und mal so ein Brot zu backen…. 😉
    Liebe Grüße und wir hoffen, dass sich die Besserungen in dem Tempo fortsetzen
    AnDi

    • Das ist wirklich ein Energie-Spender! Ich werde demnächst mal eine Banane mit untermischen.
      Na, die anderen Probleme werden nicht so leicht und schnell verschwinden, aber ein kleiner Anfang ist auch schön.
      Liebe Grüße Marlies

  4. undiversell says:

    Liebe Marlies, ich habe dieses Brot am Donnerstag gebacken und gerade ist schon ein zweites im Ofen. Es ist wirklich sehr lecker und überraschend locker. Ich hatte erst die Befürchtung, dass es zu mächtig sein wird. Ist es aber nicht! Danke für das tolle Rezept. LG Undine

    • Liebe Undine, das ist ja jetzt „mein täglich Brot“ und ich bin sehr glücklich damit, ich backe es 2 x die Woche und finde auch, dass es nicht so schwer im Magen liegt, wie man vielleicht denken würde. Es hält sich ja auch gut, ich lasse es einfach offen liegen, da wird es immer knuspriger. Ich werde jetzt mal mit den Zutaten variieren, da muss man nur damit rechnen, das nachher alles auseinander fliegt, aber ein Versuch ist es immer wert.
      Liebe Grüße Marlies

  5. Dyana says:

    Das Brot habe ich auch schon mal nach Saras Rezept gebacken und für lecker befunden, auch wenn die Scheiben bei mir leider recht schnell zerreißen… Aber lecker ist es auf jeden Fall, wenn auch völlig anders als herkömmliche Brote 🙂

    Zum Copyright: In Deutschland und z. B. auch den USA fallen Kochrezepte zu 99,99% nicht unter das Urheberrecht, da die nötige Schöpfungshöhe nicht erreicht wird. Man darf sie also beliebig verändern und verbreiten, nur die Fotos dürfen auf keinen Fall ohne Erlaubnis übernommen werden und den Text sollte man am besten umschreiben, nicht einfach kopieren.
    Aus Fairnessgründen und eigentlich auch, um seinen Lesern einen Gefallen zu tun, wenn sie den Ursprungsblog nicht kennen, sollte man natürlich trotzdem die Quelle nennen! Aber einen Rechtsbruch/Copyrightverstoß begehen diese Blogger nicht, das wollte ich nur anmerken 😉

    LG Dyana

  6. Tina Sabais says:

    Hallo Marlies, ich verfolge Deinen überaus interessanten Blog nun seit über 2 Jahren! Ich war von Anfang an sehr beeindruckt, da wir noch dazu viele Gemeinsamkeiten haben. Ich bin Fotografin von Beruf, lese sehr gerne, mag Frida Kahlo – habe allles über sie gelesen. Liebe Tiere, ganz besonders Hunde, und bin eine leidenschaftliche Köchin! Heute schreibe ich, weil ich nicht nur ein Fan Deines Blogs, sondern auch dem von Sarah Britton bin.Ich habe dieses Brot nun schon zwei Mal gebacken, aber irgendwie mache ich einen Fehler, da es mir nicht gelingt. Beim ersten Versuch, habe ich das Brot nicht zwei mal gebacken, man soll es ja erst in der Form und später nochmal ohne backen. Es war nass und pappig. Ich kann mich aber beim besten Willen nicht mehr erinnern ob ich Flohsamen oder die Flohsamenschalen genommen habe. Beim zweiten Mal, ist es total auseinandergefallen. Ich vermute es liegt daran, dass ich Flohsamen – also die Körnchen – genommen habe. Nimmst Du die Flohsamenschalen dafür? Denn die kleinen Körnchen binden nicht, oder ich müsste die Körnchen mahlen.Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Vielen, lieben Dank! Herzliche Grüße, Tina

    • Hallo Tina,
      erst einmal Danke, dass Du so eine treue Leserin meines Blogs bist, so etwas freut mich immer ungemein und spornt zum Weitermachen an.
      Also das Brot, als ich es vor 2 Jahren das erste Mal machte, hat es auch nicht so gut gebunden, aber an Einzelheiten erinnere ich mich leider nicht, obwohl ich meine, dass ich damals F.Schalen hatte, nämlich von den Pferden! Jetzt habe ich ganz Flohsamen und es klappt trotzdem, warum weiß ich auch nicht so genau, mein Sohn erzählte, dass seins auch so auseinander fiel. Ich drücke es immer gut zusammen, wenn ich es in die Form fülle, mit einem Silikonspatel und viel Wasser. ich lasse es mind. 14 Stunden stehen. Komisch ist das schon. Chiasamen hast Du auch? Kokosfett? Wichtig ist wirklich das zweite Backen, was ich aber auf dem Blech mache, also einfach über Kopf auf ein Blech stürzen und noch mal in den Ofen.
      Vielleicht klappt es jetzt? ich drücke die Daumen,
      Liebe Grüße Marlies

      • Tina Sabais says:

        Vielen, vielen Dank, liebe Marlies!
        Ich habe nicht mit so einer schnellen Antwort gerechnet, da Du ja so viel zu tun hast. Ja, vielleicht war auch die Ruhezeit zu kurz. Sonst hatte ich alles hineingegeben, was auf dem Rezept stand. Ich werde das Brot auf jeden Fall nochmal backen!
        Nochmals ein herzliches Dankeschön und alles Liebe, Tina

      • Ich drück die Daumen, Tina!
        Ich antworte eigentlich immer wenn möglich am gleichen Tag, sonst hat man doch schon alles wieder vergessen, so viel zeit muss sein.
        LG Marlies

  7. Heike says:

    Ich hätte mal eine Frage zu diesem Super-Brot, das ich jetzt auch mal machen möchte: Braucht man Flohsamenschalen oder ganze Flohsamen? Es gibt ganz unterschiedliche Angaben…Wie machst Du das?
    Vielen Dank für Deine Hilfe und viele Grüße aus dem Süden
    Heike

    • Hallo Heike, ich nehme ganze Flohsamen, aber das war anfangs Zufall, da das aber so gut funktioniert, habe ich nichts anderes ausprobiert. Obwohl ich glaube, dass die Schalen auch gehen müssen.
      Gutes Gelingen, lieben Gruß Marlies

      • Heike says:

        Hallo Marlies,
        gestern habe ich das „Brot“ gebacken, mit ganzen Flohsamen. Es ging nach 20 MInuten backen zwar nicht kompett aus der Form raus (obwohl ichs wirklich supergut mit Kokosöl eingefettet habe), aber das war nicht schlimm. Ich hab den Rest aus der Form rausgekratzt und dekorativ oben drauf geklatscht und weitergebacken.
        Das Ergebnis ist super und ich muß leider die ganze Zeit naschen…
        Danke für Deine Hilfe und überhaupt für Deinen Superblog. Schade, daß Du so weit weg wohnst…
        Grüße von der Heike
        P.S. Und ich sehe gerade, daß Du diese Flohsamengeschichte schonmal weiter oben erklärt hast – also danke für Deine Geduld!

      • Hallo Heike, prima, dass es geklappt hat. Es liegt bestimmt an der Form,dass noch etwas hängen blieb. Meine backen auch ganz unterschiedlich. Ich fette mit Kokosöl.
        Danke auch für Dein Feedback, das ist immer schön zu hören.
        Lieben Gruß Marlies

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