Coconut-Dream: Kokosnuss-Milchreis mit Ananas und Datteln

Zuckerfrei und ohne andere Süßstoffe und trotzdem ein Traum-Dessert

Ich habe es angekündigt: im Neuen Jahr will ich meinen Zucker-Konsum reduzieren. Aber was heißt das nun genau?
Dass der normale Haushaltszucker nicht gesund ist, weiß heute fast jeder. Trotzdem wird es hingenommen, dass er überall mit reingemischt wird, passend oder nicht passend. So wird man mit der Zeit richtig „angefüttert“ und langsam Zucker-süchtig, und es ist gar nicht so einfach da wieder herauszukommen. Der Geschmack hat sich einfach an die Süße gewöhnt und verlangt nach mehr.
Hier soll nun keine wissenschaftlich Abhandlung zum Thema Zucker enstehen, sondern lediglich ein kurzer Abriss, wie ich damit umgehe. Fachliteratur gibt es haufenweise, Bücher, Filme, Blogs…einmal googlen und man ist ausreichend versorgt.

Dessert nah
Nun musste ich bei meiner Lektüre auch einsehen, dass der sog. „gesunde“ Zuckerersatz leider meist genauso schädlich ist, wie der gemeine Haushaltszucker. Leber, Bauchspeicheldrüse haben immer mit dem Übermaß an Süße zu kämpfen. Diese Erkenntnis ist für mich zwar nicht neu, aber so richtig verinnerlicht hatte ich sie noch nicht, und ich glaube, dass viele hier im falschen Glauben sind.
Mein Fazit für mich daraus ist, dass ich eine langfristige Umstellung meines Geschmacks anstrebe, so dass ich einfach weniger oder gar nicht mehr Appetit auf Süßes habe. Dass das funktioniert, habe ich früher schon mal ausprobiert, aber man muss halt immer am Ball bleiben, sonst landet man wieder da, wo man angefangen hat.
Milchreis von oben
Es nützt mir nichts, wenn ich „literweise“ Agavendicksaft oder Ahornsirup verwende, oder durch zuviel Obst den Fruchtzucker-Konsum steigere.
Und so gibt es für mich nur eine Vorgehensweise, nämlich reduzieren, kein totaler Verzicht, denn ich bin ein großer Verfechter einer vielseitigen Ernährung, die trotzdem vegan ist. Es gilt, die Mischung macht es! Und dies halte ich auch für den gesündesten Weg, denn: die Dosis macht die Droge!
Und wenn Euch jetzt diese kleinen Reistörtchen anlachen, dann kann man da auch ruhigen Gewissens zulangen, es müssen ja nicht 3 auf einmal sein. Und wer es gar nicht lassen kann kippt noch etwas Ahornsirup o.ä. drauf, hat aber nicht den Effekt, auf den ich setze, aber muss ja auch nicht sein. Jeder, wie er will!
3 ganze Reistörtchen
Hier nun das Rezept  für den Coconut-Dream:
250 g Milchreis
1 l Kokosmilch 60%
1 Teel. Vanilleextrakt, oder das Mark einer Vanilleschote mitkochen
1 Teel. Honigkuchengewürz o.ä. (Zimt, Nelke, Kardamon, Ingwer..)
1/2 Ananas, mn kleine Stücke geschnitten
10 Datteln ohne Stein, klein geschnitten
Pistazien, Pekannüsse für die Deko
Die Milch mit den Gewürzen aufkochen, den Milchreis dazu geben und nun sehr oft umrühren, damit er nicht klumpt und später anbrennt. Ca. 30 Mintuen kochen, das hängt auch von der Sorte ab, zum Schluss das klein geschnitten Obst in den Milchreis mischen und alles in passende Förmchen füllen, ich hatte Dessertringe. Über Nacht in den Kühlschrank stellen, dann kann man sie gut aus der Form drücken.
Ich hatte vorher gedacht, dass es mir bestimmt nicht süß genug ist, aber sogar mein Mann, der schon am Abend, ohne richtiges Auskühlen probiert hatte, meinte, dass man nichts weiter bräuchte. Prima! Auch ich war mit der Süße zufrieden, obwohl meine Ananas eigentlich kaum süß war. Die Kokosmilch tut ihr übriges dazu, da sie auch schon einen leicht süßlichen Geschmack hat, hier müsst Ihr aufpassen, dass Ihr keine gesüßte kauft.
3 Törtchen
Wem das etwas zu fett ist – ich muss sehen, dass ich genügend davon bekomme  damit mein Untergewicht nicht zunimmt – ersetzt einen Teil durch Wasser, muss dann aber mit etwas Agar-Agar z.B. andicken, und es fehlt auch etwas Süße.
Die kleinen Milchreis-Törtchen habe ich mit Pistazien und Pekannüssen getoppt, die diesmal ganz Natur sind, nicht geröstet natürlich nicht karamellisiert, was ich früher bestimmt gemacht hätte. Aber wir waren höchst zufrieden, und so werde ich mich heute Nacht in die Karibik träumen und morgen früh im Schnee aufwachen.

29 Kommentare

  1. veganmom says:

    Ach Gott schaut das gut aus😍 hab mich schon verliebt als ich nur „Coconut-Dream“ gelesen habe😄 LG Madita♡

  2. Das sind ja kleine Kunstwerke (auch schon optisch!). Schön, wenn es auch mit weniger bzw. überhaupt keinem Zucker möglich ist, dennoch ein gewisses Süßebedürfnis zu stillen.
    Wie viele „Coconut Dreams“ hast du denn aus den im Rezept genannten Mengen machen können, Marlies?

    Liebe Grüße und nicht mehr so arg frostige Tage für euch!
    Michèle

    • Das waren 4 Dessertringe, aber ich finde die Portion für mich zu groß. Mein Mann hat sie natürlich ohne mit der Wimper zu zucken verdrückt und nur gesagt, dass das etwas sättigend war. Ich habe mir 2 Portionen daraus gemacht. Also kann man bequem 6 Desserts aus der Menge machen, dann sind alle zufrieden.
      Ist ja immer noch sehr kalt, aber besser als wenn der Matsch kommt!
      Liebe Grüße Marlies

  3. ruwengierls says:

    Die schauen ja großartig aus. Da braucht es wirklich keinen Zucker mehr oder auch andere Süßstoffe. Ich mag allgemein die Speisen Natur und mit weniger Gewürzen/Geschmacksrichtungen sehr gerne. Alles eine Gewohnheitsache…

  4. Erika says:

    Das probiere ich! Denn Ananas sind sehr süss derzeit und Milchreis mag ich immer. Herzlichen Dank für die schöne Idee. Liebe Grüsse Erika

  5. Mhhhh das klingt wirklich lecker…Ich stimme dir mit dem Zucker zu. Ich habe letztes Jahr angefangen den Zucker zu reduzieren und habe mich nun daran gewöhnt. Vieles ist mir schon beinahe zu süss. Ich reduziere in allen Backrezepten radikal den Zucker und ersetze ihn durch natürliche Erstatzprodukte (Datteln, Ahornsirub, Birkenzucker). Bisher hat das super geklappt=) Nur für Gäste gebe ich etwas mehr Süsse dazu, zwar nie die ganze Menge, aber mehr, soll ja dann doch allen Schmecken;)
    MIlchreis ist übrigens eines meiner LIeblings- Seelenwärmer, deswegen muss ich dein Rezept unbedingt probieren!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Genauso mache ich es auch, und das klappt gut, allerdings reduziere ich meinen Konsum an natürlichen Ersatzprodukten auch, weil sie halt für den Körper auch nicht wesentlich gesünder sind. Aber ich kann mich gut umgewöhnen, wenn ich so ganz bewusst an die Sache rangehe. Aber kleine Ausnahmen erlaube ich mir auch, das muss sein.
      Liebe Grüße Marlies

  6. jackyswelt says:

    Die Reis – Törtchen sehen toll aus! Das Thema mit dem Zucker beschäftigt mich auch seit Jahren, irgendwie ist es ja doch sehr schwer komplett darauf verzichten, wenn er sogar in „nicht süßen“ Lebensmitteln wie Senf enthalten ist.. Aber deine Herangehensweise finde ich super! Vorallem durch die Gewürze bringt man ja viel Geschmack rein!
    LG Jacky

  7. AnDi says:

    Das Dessert sieht super aus und Du hast mit Deiner Einstellung zum Zucker recht! Wir drücken Dir die Daumen, dass Deine Ernährungsumstellung klappt und sind gespannt, was für alternative Leckereien uns in diesem Bezug hier bei Dir erwarten werden! Mmmmmmhhhh…..🙂
    Liebe Grüße und einen guten Start ins Wochenende
    AnDi

  8. Pingback: Coconut-Dream: Kokosnuss-Milchreis mit Ananas und Datteln | DIY fanzine collective.

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