Lieblingsrezepte: Kürbissuppe wie ich sie mag

Küchenklassiker auf meine Art

Jeder hat sie, dafür braucht man kein Rezept mehr, das macht man im Schlaf. Die Zutaten sind einfach zu besorgen und alles braucht keine lange Planung.. Meist sind die Gerichte schnell auf dem Tisch und die gesamte Familie (fast) liebt sie. So ungefähr stelle ich mir die Definition dafür vor. Seit ich vegan lebe, bin ich etwas weniger dazu gekommen, diese Lieblingsrezepte zu kochen, weil ich einfach sehr viel neues ausprobiert habe, was ganz viel Spaß macht, auch wenn es nicht immer erfolgreich ist. Aber nun blogge ich schon über 2 Jahre und bin auch fast so lange auf meinem veganem Weg, habe ca. 300 Rezepte veröffentlicht, da geht mir so langsam die Puste aus, bzw. ich brauch auch mal kreative Pausen. Die ich mir momentan gönne. Aber!!!!! Jetzt ist Kürbis-Zeit und von ungefähr Oktober bis März gibt es bei mir 1 x wöchentlich Kürbissuppe, meist als kleine Zwischenmahlzeit, wenn ich aus dem Stall komme, das wärmt und stillt den größten Hunger.

Kürbissuppe pur
Diese Suppe koche ich, seitdem ich Kürbisse anbaue, also seit ungefähr 10 Jahren, mit der Zeit habe ich das Rezept immer weiter ausgefeilt und es wird nun jedes Jahr durch Kleinigkeiten ergänzt. Abwechslung bringe ich durch die wechselnden Beilagen rein. Als Kürbis ist mein Favorit der Bananenkürbis, der ein unbeschreibliches Aroma hat und nicht so mehlig wie die anderen Sorten ist. Aber die Geschmäcker sind so verschieden. Darum verrate ich Euch heute meine Zutaten und ihr müsst selber sehen, was Ihr davon mögt, wovon Ihr mehr oder weniger nehmt – die Dosis ist die Droge!
Mein Mann und ich mögen gerne dickflüssige Suppen, unser Sohn nicht, aber dünner bekommt man eine Suppe immer, aber nicht umgekehrt. Das ist für mich wie mit Kaffee, den ich gerne stark trinke, verdünnen kann ich den Kaffee, aber kräftiger machen wohl kaum.
Löffel auf Sellerie
Dieses Jahr ist als Neuheit Miso in die Kürbissuppe gekommen. Diese japanische Würzpaste aus gegärten Sojabohnen rundet viele Gerichte unwahrscheinlich gut ab, ohne das man sie vorschmeckt, das „Japanische Maggi“, es gibt sie in vielen Varianten, von hell bis dunkel und auch aus verschiedenen Zutaten, nicht nur aus Soja, so gibt es sie z.B. auch aus Kichererbsen. Probiert es mal aus, ich finde es lohnt sich, ich habe mir im Internet Bio-Miso von Arche bestellt, aber im Asia-Laden werdet Ihr auch fündig.
Kürbiss und Deckel
Ich habe mir einen nicht ganz reifen Hokaido-Kürbis genommen und ihn ausgehöhlt, so ist er eine schöne Suppenschale.
Die Mengenangaben sind für die Suppe grob geschätzt, da ich mich danach richte, wie groß der Kürbis ist, und was ich alles damit kochen will. Aber so ein Topf reicht immer für 6- 8 Portionen.
Zutaten:
ca. 750 g geschnittener Kürbis
1 Zwiebel
1 großes Stück klein geschnittener Ingwer
1 Chili
2-3 Eßl. Kokosöl
1-2 Teel. Curry Madras
1/2 – 1 Dose Kokosmilch
250 ml Orangensaft, eventuell etwas Zitronensaft
2-3 Eßl. Miso
Staudensellerrie
Schwarzbrot
Zuerst wird in einem großen Topf, ich nehme einen gusseisernen Bräter, die Zwiebel, Chili, Ingwer und das Currypulver im Öl angeschwitzt, dann kommt der Kürbis dazu und wird angedünstet, nun mit dem Orangensaft ablöschen, dann wird mit kochendem Wasser aufgefüllt, ich nehme so viel, dass die Kürbisstücke bedeckt sind. Wer möchte gibt es etwas Gemüsebrühe-Pulver mit rein. Jetzt solange kochen, bis der Kürbis weich ist, ca. 20-30 Minuten. Kokosmilch und Miso unterrühren und das Ganze pürieren, ich nehme meinen Stabmixer. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, eventuell etwas Zitronensaft dazu geben.
Als Suppeneinlage habe ich diesmal frisches Staudensellerie gewählt, was nicht mitgekocht wird, sondern roh in dünnen Streifen in die Suppe kommt. Weiter habe ich ein sehr kräftiges Bauernschwarzbrot in der Pfanne mit Olivenöl geröstet und als Croutons zur Suppe gegeben. Jeder kann sich dann selbst die Beilagen in die Suppe geben, so weicht nichts unnötig ein.
Suppe nah
Nun bin ich mal gespannt, ob Ihr meine Begeisterung für diese Kürbissuppe teilen werdet, oder ob Ihr mir neue Ideen aufzeigen werdet.
Lasst es Euch schmecken!

28 Kommentare

  1. Klingt verlockend – auch mit deinen Beilagen! – und wärmt mich schon beim Lesen durch, Marlies. Mir persönlich würde die dickflüssigere Variante ebenfalls noch besser gefallen – und sehr schön finde ich den ausgehöhlten Kürbis als Suppenterrine!

    Liebe Grüße
    Michèle

    • Zwar braucht man heute nicht so sehr die Wärme, aber ich habe gerne was auf Vorrat, so für die Schnelle, wenn der große Hunger kommt, da brauche ich was Warmes. Und da ich ja über eine mehr als stattliche Anzahl Kürbisse verfüge, kann ich damit verschwenderisch sein, aber die Suppenterrine wird nachher nicht weggeschmissen, das bekommen noch die Hunde püriert, die neben ihrem Fleisch immer Obst/Gemüserohkost bekommen und zur Zeit ist für sie auch viel Kürbis angesagt.
      Liebe Grüße Marlies

    • Ich nehme das Miso jetzt recht gerne, als ich einmal eine Zucchini-Suppe damit richtig rund bekam, da war ich endgültig überzeugt. Aber es gibt auch sehr unterschiedliche Ware, je dunkler um so kräftiger, da muss man aufpassen. Lg Marlies

  2. AnDi says:

    Liebe Marlies,

    Du bist uns eine unerschöpfliche Quelle an Inspiration! Immer wieder springen uns regelrecht neue Ideen an, wenn wir bei Dir lesen. Nicht nur Deine Rezepte, so wie sie sind finden wir immer lecker, nein, schon bei Lesen Deiner Rezepte fallen uns immer wieder gleich mögliche Variationen ein. Herrlich! Danke dafür!
    Wie geht es Dir denn im Moment? Alles gut? Und was machen die Tiere? Sind die neuen Hühner fit? Und hat sich das neue Mitglied im Hunderudel nun eingelebt und ist glücklich? Wir hoffen es!!!!
    Ganz viele liebe Grüße
    AnDi

    • Danke AnDi, hier sieht es recht gut aus.
      Die Hühner sind sehr munter, eins fliegt immer über den Zaun und ist mehr draußen unterwegs, aber das lass ich erst einmal.
      Cela macht Fortschritte, sie lern das Schmusen und es gefällt ihr, bald werde ich mich mit dem Thema Halsband befassen, davor habe ich etwas Angst, dass wir keinen Rückschritt machen.
      Einen schönen Sonntag Euch,
      Liebe Grüße Marlies

      • AnDi says:

        Eins der Hühner fliegt? Es lebt ganz offensichtlich seinen Traum! Was für eine herrliche Vorstellung!
        Cela beginnt zu schmusen? Oh, wie toll ist das denn?!?!?!?! Da hast Du ja schon ganz viel erreicht bei ihr. Wunderbar! Ja, das mit dem Halsband könnte so ne Sache werden…. da hilft wahrscheinlich nur eine ganz behutsame Herangehensweise. Du bekommst das hin, da sind wir uns sicher! Du darfst nur die Geduld mit Cela nicht verlieren.
        Ganz viele liebe Grüße
        AnDi

  3. Annette says:

    Miso kenne ich nicht, aber ansonsten sah meine letzte Kürbissuppe so aus wie deine und war ein solcher Erfolg bei unseren Gästen, dass gleich 2x genommen wurde. Du hast einen sehr schönen Blog, liebe Marlies, den ich sehr schätze. Kreative Pausen tun jedoch gut und sind nötig. Alles Liebe

    • Danke Annette, ja manchmal muss man auch an etwas anderes Denken und dann geht es auch wieder weiter. Aber stell Dir vor, ich habe an Dich gedacht, denn Samstag-Nacht kam mir die Idee zu einem neune,sehr großen Projekt,angeregt durch durch den Film:Die Gärtnerin von Versailles, wo mich ein paar Bilder sehr inspirierten. Dir werde ich davon berichten, ich habe ein altes Round Pen von den Pferden an einem kleinen Stallgebäude, bis zum Jahr war dort der Hühnerauslauf, diese sind ja nun im Schweinegehege, also ist da viel freier Platz. Ich möchte da eine Art Zaubergarten anlegen, mit Laube, vertikalen Gärten, Wasserstellen…….und, und, und, tausend Ideen im Kopf, ich bin schon ganz aufgeregt. Hoffentlich habe ich im Winter genug Zeit, etwas Ordentliches auszuarbeiten, denn so etwas habe ich noch nie gemacht,normalerweise fange ich einfach an und dann improvisiere ich herum, aber diesmal soll das anders werden.Du darfst mir die Daumen drücken.
      Liebe Grüße Marlies

      • Annette says:

        Liebe Marlies, das hört sich superspannend an! Ich habe den Film auch gesehen (habe die Winslet so gern), aber die Gärten haben mich nicht inspiriert, eher noch der wilde an ihrem Haus. Du musst unbedingt berichten, wie es mit dem Projekt weitergeht, bin gespannt :), liebe Grüsse!

      • Ich meinte auch die Szene von ihrem Haus, ihr Gewächshaus, mit den vielen Windlichtern. Es war auch nur so ein Deja Vu, ich sah ein kurzes Bild und in dem Moment kam mir die Idee für das Round Pen. Ein Problem wird der finanzielle Teil, ich muss es quasi aus dem Nichts errichten, spannend wird es auf jeden Fall. Hast Du eventuell Buchempfehlungen?

      • Annette says:

        Weisst du, am besten finde ich immer die eigene Kreativität und für vieles braucht man nicht viel Geld. Wir haben unseren Pavillon z.B. aus alten französischen Fenstern und eigenem Eichenholz gemacht. An was für eine Art Buch denkst du?

      • An alte Fenster dachte ich auch, leider nicht so einfach zu bekommen, mein altes Gewächshaus war aus Fenstern, das war wunderschön. Beim Buch dachte ich an Beispiele von verwunschenen Gärten, keine Bauanleitungen, aber so etwas kostet auch gleich viel, es sei denn , man bekommt sie gebraucht. Ich werde erst einmal Ideen sammeln.

      • Annette says:

        am liebsten mag ich den Potimarron -so heisst er hier in Frankreich- ich glaube, er entspricht wohl dem Hokkaido – von einer Freundin bekam ich mal Samen von einem südafrikanischen Minikürbis, der war so köstlich einfach mit Butter und Zimt und im Backofen gebacken, leider habe ich keine Samen mehr gefunden

      • Der Geschmack hängt ja auch vom, Boden und dem Wetter ab. Dies Jahr war hier ein Reinfall, ich koche Mus wie verrückt für Gläser und Einfrieren, denn es wird schon alles schlecht, zu schade. Ich werde nächstes jahr mal einige neue Sorten ausprobieren, aber wie immer Bananenkürbisse, da hatte ich auch einen zweiten, von dem ich kein Saatgut mehr habe, da werde ich noch recherchieren müssen.

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