Vegane Shepard´s Pie mit Panko-Haselnusskruste

Ein Traum wird wahr!

Schon im letzten Winter wollte ich diesen Auflauf machen, aber irgendwie kam es nicht dazu, und dann war es Sommer, da hatte man keinen Appetit mehr auf Kartoffelauflauf.
Aber jetzt war es soweit, draußen regnete es in Strömen, drinnen bullerte  die Heizung kuschlig warm , und wir brauchten  nach der Arbeit draußen dringend etwas richtig gut Wärmendes und Sättigendes. Das war vielleicht lecker, unglaublich. Ich habe viel zu viel davon vertilgt, aber bei Kartoffelmus kann ich mich meist nicht zurückhalten, und die Füllung passte so wunderbar dazu, ich könnte stundenlang so weiterschwärmen.

Pie mit sichtbarer Füllung
Im Laufe des letzten Jahres habe ich verschiedene Rezepte für eine vegane Shepard´s Pie gesehen, die meisten haben eine Füllung aus Linsen und/oder Kichererbsen, ich hatte mir aber Grünkern vorgestellt, was sich auch als sehr gut heraus stellte. Bei meinen Recherchen entdeckte ich, dass auch Jamie Oliver eine Brösel-Kruste ausgewählt hatte. Ich nehme natürlich meine geliebten Panko-Brösel und erhalte einen herbstlichen Touch durch Haselnüsse. Komisch manchmal scheinen Jamie Oliver und ich ähnliche Vorstellungen vom Kochen zu haben,nur schade, dass er kein Veganer ist, aber das kann ja noch kommen (das ist ein Scherz!).

Mein Kartoffelpüree mache ich mit Knollensellerie und Kokosmilch, das wird so cremig und schmeckt überhaupt nicht vor. Die Füllung sollte nicht würzig werden, sondern eher eine harmonische Komposition, wo nichts unter geht oder dominiert. Auch das gelang perfekt.
Zutaten
Wie Ihr am Bild sehen könnt, gab es Sellerie sowohl als Knolle – im Püree, und als Staudensellerie in der Füllung, dazu noch ein paar Garten-frische Möhrchen und eine Handvoll getrocknete Waldpilze – der Fund der letzten Woche.
Aber nun machen wir erst einmal das Püree für 4 Personen:
700 g klein geschnittene Kartoffeln
300 g klein geschnittene Sellerieknolle
im Salzwasser gar kochen, abgießen,
1 Eßl. Öl dazu und stampfen,
150 ml Kokosmilch angießen und weiter stampfen
mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Pie halb in der Pfanne
Die Menge ist reichlich, aber ich kann davon nicht genug bekommen.

Nun die Grünkern-Füllung für 4 Personen:
100 g geschroteter Grünkern (ich mache das selber)
1 Zwiebel,
1 Knoblauchzehe
2 Eßl. Öl
1 Handvoll getrockneter Waldpilze , etwa 15 Minuten vorher in 250 ml Wasser einweichen (Ihr könnt auch Champignons nehmen, die müsst ihr dann separat vorher braten)
100 g klein geschnittene Möhren
100 g klein geschnittener Staudensellerie
1 Handvoll Kräuter, ich hatte Petersilie, Koriander ist auch sehr gut, aber mein Mann ist da nicht so ein großer Fan von.
Gewürze: 1/2 Tee. Ras el Hanout, 1/2 Teel. Senfpulver, frischer Muskat, Salz.
Den Grünkern mit Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, die eingeweichten Pilze und das Wasser hinzu geben, jetzt immer wieder wenig neues, heißes Wasser angießen, so dass die Flüssigkeit langsam aufgenommen wird, es dauert ca.30 Minuten bis der Grünkern gar ist. Die Gewürze und das Gemüse untermischen, aber nicht mehr weiter kochen, das Gemüse soll schön knackig bleiben. Die Kräuter dazu geben.
Grünkern und Gemüse in der Pfanne
Wenn Ihr jetzt das Ganze in einer Ofen tauglichen Pfanne gemacht habt, braucht Ihr nicht mehr um zu füllen. Nur noch das Kartoffelpüree verteilen und kurz in den Ofen, damit alles heiß wird, ca. 15 Minuten bei 180 °C, wenn es vorher nicht ganz ausgekühlt war.
Püree auf Füllung
Und in der Zwischenzeit könnt Ihr die Kruste vorbereiten, die ist wirklich der Clou, und ich bin ganz stolz darauf, dass ich auf diese Idee gekommen bin.

Panko-Haselnusskruste:
50 g gehackte Haselnüsse
50 g Pankobrösel (Ihr könnt auch andere Brösel nehmen, aber diese werden einfach am Besten)
1 Eßl. Albaöl (oder ein anderes, was sich gut erhitzen lässt)
Die Zutaten vermischen und auf der Pie verteilen.
Nun nur kurz ca. 3 Minuten unter den Backofengrill schieben, bitte aufpassen, das bräunt sehr schnell.
Fertige Pie
Nun müsst Ihr nur noch aufpassen, dass Ihr Euch nicht die Zunge verbrennt. Wir hatten solchen Hunger, und es war so heiß.
Das kam nun daher, dass wir bei den Pferden einen Notfall hatten, das Pferd meiner Einstellerin bekam eine Kolik,der Tierarzt musste kommen, und zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade alles in der Pfanne, aber noch nicht die Brösel. So musste das ganze etwas im Ofen verweilen, bis wir draußen fertig waren, dann konnte ich die Brösel machen, und wir endlich essen.
Das Pferd musste bis zum nächsten Morgen hungern, ist aber wieder O.K.
Und wir hauten so richtig rein!
Pie auf Löffel

24 Kommentare

  1. Ein tolles Rezept…Ich wollte Shepards Pie tatsächlich auch letztes Jahr probieren und hatte, bzw habe immer noch, mehrere Rezepte abgespeichert..Habe es aber natürlich immer noch nicht gemacht. Dein Rezept erinner mich wieder daran, perfekt=) DIe Füllung mit Grünkern klingt super!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    • Hallo Krisi, Grünkern ist wirklich auch super dafür. Linsen kann ich mir zwar auch gut vorstellen, hatte ich aber jetzt öfters, darum brauchte ich eine Abwechslung, also einfach mal machen, das ist mein neues Leibgericht, lg Marlies

  2. Es hört sich tatsächlich auf Anhieb wärmend und sättigend an! Pürree mit Sellerie und so eine Füllung klingen reizvoll. Auch der Kontrast (vom Spüren her!), den die Kruste liefert! Es macht mich neugierig. Wieder ein ausgefallenes Rezept, Marlies. Du hast echt besondere Sachen hier bei dir!

    PS: Freut mich, dass das Pferd die Kolik gut überstanden hat!

    LG Michèle

    • Ich weiß gar nicht, warum ich so lange gewartet habe, solch einen Kartoffelauflauf einmal zu machen, wo ich Kartoffeln für mein Leben gerne esse. Aber nun wird alles nachgeholt, das gibt es jetzt bei uns öfters, da hat keiner was dagegen.
      Liebe Grüße Marlies

  3. Emmi Kleine Koch-Welt says:

    Ich habe selbst einen veganen Shepards Pie gemacht, allerdings mit Linsen 😉 Aber diese Variante mit Grünkern werde ich auch mal probieren! 😉 Danke für die Inspiration 😉

  4. AnDi says:

    Liebe Marlies, Du bist eine wahre Küchen-Künstlerin! Mit welcher Hingabe Du das immer machst. Wunderbar! Die Fotos sehen dazu auch immer noch so verführerisch aus…. Herrlich! Einfach nur herrlich!
    Dem Pferd geht es wieder gut? Das ist schön zu hören! Man leidet ja immer mit den Tieren mit….
    LG
    AnDi

    • Ja das ist immer was los, wenn man so viele Tiere hat. Leider frisst die Gute zuviel Sand, was immer gefährlich ist.
      Der Kartoffel-Auflauf schmeckt auf jeden Fall auch Nicht-Veganern, da bin ich mir sicher.
      Liebe Grüße Marlies

    • Danke Eva, das war so richtig was für mich, ich liebe Kartoffelpüree und werde dieses Rezept ganz bestimmt in der kalten Jahreszeit öfters machen, werde verschiedene Füllungen ausprobieren.
      LG MArleis

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