Kleiner Fund – Großes Glück – Steinpilze!

Und kleine Tipps zum Pasta-Kochen

und ein kurzer Blick in den Garten

Sind sie nicht wunderschön, meine zwei Steinpilze? Fast zu schade zum Essen.
Heute mittag, am Ende eines langen Hundespaziergangs, auf den letzten Metern, fast vor meiner Haustür, beim Hofnachbarn, fand ich sie.
Zuerst erblickte ich 6 kleine braune Pilz-Köpfe (nicht die Beatles!), sie waren definitiv zu klein, ich ließ sie schweren Herzens stehen, in der Hoffnung, dass keiner vor mir sie schneidet. Fast schon in Gedanken, dann diese zwei, die ich nicht stehenließ, obwohl ich kein Messer zum Schneiden dabei hatte. Ich versuchte sie vorsichtig raus zu brechen, damit noch etwas von der Wurzel im Boden bleibt.
Ich war schon die letzten Wochen immer eifrig auf Pilzsuche unterwegs, mit Korb und Messer, leider meist nicht erfolgreich. Es ist hier keine gute Pilzgegend. Um so erfreulicher der heutige Tag, ohne Korb und Messer, so ist es meistens beim Pilze suchen, wenn man nichts dabei hat, dann findet man sie in Mengen. So auch vor einigen Jahren, als ich kurzerhand mein Hemd auszog, um die Beute nach Hause zu schaffen. Das war heute nicht nötig, hätte an der Straße auch wahrscheinlich für Aufsehen gesorgt, so schnappte ich mir den Fund in die eine Hand, in der andren die Leinen der zwei Hunde. Aber es waren ja nur noch wenige Meter, die wir dann auch unbeschädigt meisterten.

Pilze und Kräuter
Die letzten gefundenen Pilze habe ich getrocknet, weil es immer nur so wenig war. Aber heute wollte ich sie direkt verbraten, sie waren so knackig und fehlerlos, da brauchte es nur noch einen Topf Spaghetti, etwas Petersilie und Lauchzwiebeln und schon ist das leckerste Herbst-Gericht auf dem Teller, fast umsonst, denn nur die Nudeln und das Öl sind gekauft.
Nudeln und Pilze in der Schale
Die Pilze wasche ich nicht, sie werden nur vorsichtig mit Küchenkrepp abgerieben, sie saugen sich zu leicht mit Wasser voll und die Tschernobyl-Altlasten wasche ich sowieso nicht mit Wasser ab. Maden hatten die Pilz auch nicht, sie waren wirklich perfekt. Mit einer Handvoll Lauchzwiebeln habe ich sie kurz in heißem Öl gebraten, gesalzen wird erst später, damit sie nicht so weich werden. Wer will, gibt eine gehackte Knoblauchzehe dazu.
Pilze in der Pfanne
Gleichzeitig koche ich die Pasta. Kurz war ich versucht diese selber zu machen, aber da ich gestern mal wieder einen Koch-Marathon hatte, verzichtete ich schließlich doch darauf. Ich wählte die ganz dünnen Spaghettini, Kochzeit ca. 3-4 Minuten, für solch feine Beilage mag ich sie besonders gerne.
1.Tipp:
Ca. 1/2 Teel. Kurkuma (Gelbwurz) ins Kochwasser, dann nehmen sie etwas gelbliche Farbe an. Aber Vorsicht mit der Dosierung, die Pasta soll nicht nach Kurkuma schmecken.
2.Tipp:
Das Kochwasser, wenn die Nudeln gar sind in die Schale für die Pasta geben, so wird diese gleich erwärmt.
3.Tipp:
Das Kochwasser nicht gänzlich abgießen, dann kleben die Nudeln nachher nicht so leicht aneinander. Ich gebe in diesem Fall gleich etwas Olivenöl und die gehackte Petersilie dazu, mische das ganze und verteile oben drauf die gebratenen Steinpilze.
Pilze und Nudeln nah
Es hätten natürlich gerne ein paar mehr Pilze sein können, aber da der Geschmack so fein ist, kann ich auch diese kleine Portion genießen.

Wie oben angekündigt, folgt nun noch ein ganz kurzer Blick in den Garten, der an manchen Stellen einem Dschungel gleicht, zu dicht darf man nicht ran, da tobt das Chaos. Trotzdem mag ich dieses Zusammentreffen von verblühenden Sommerblumen mit den herbstlichen Aspekten eines Gartens.

Hortensien
Hortensien und Rispenhortensien vor dem Schwarzen Holunder sind immer noch perfekt.Zinnien
Verblühende Zinnien haben ihren ganz eigenen Reiz, wie auch schon Hermann Hesse es so wunderbar beschrieben hat.
gelb-orange Töne
Am Eingang vor den Küchengarten gesellt sich die Zinnie zur Gewürztargetes, und wenn auch die Sonne fehlt, sie sorgen mit ihren orange-gelben Tönen für ein ganz spezielles Leuchten.
Grüne Kräuter
Im Küchengarten leuchten Lorbeer und „Vietnamesischer Koriander“ um die Wette im  grellen Grün.
 Farb-Chaos
In der anderen Ecke herrscht Farb-Chaos. Da kann ich einiges noch für die kleinen Vasen schneiden, was mir im Herbst immer leichter fällt, so zaubere ich  noch etwas Sommer ins Haus .
Die Hunde haben noch nicht vom Herbst gehört!
CelaPaco und Greta
Sie genießen die trockenen Stunden in ihrem Auslauf.

20 Kommentare

    • Ich nehme auch nur ganz wenige Sorten, die ich schon als Kind mit meiner Mutter gesammelt habe, und sie mit ihrem Vater. Hier gibt es eh nicht viele Sorten, in Berlin war das deutlich besser. Aber Steinpilze sind mit die Besten! Das Suchen macht mir manchmal mehr Spaß,als das Essen! LG Marlies

  1. AnDi says:

    Ist der Herbst nicht wundervoll? Er hat so viele kleine Schätze für uns dabei….
    Die Pasta sieht vorzüglich aus. Die könnten wir jetzt auf der Stelle verputzen! 😃😃😃
    Wie geht’s denn den Hunden? Kommen alle miteinander klar?

    Und wie geht’s Dir im Moment?

    LG
    AnDi

    • Hauptsache der Herbst wird noch etwas trockener, hier haben wir jetzt viel Regen und ich muss noch die Kürbisse abernten, da liegt einiges.
      Uns geht es allen soweit gut, nur Cela macht nicht so richtig Fortschritte, das ist ein sehr langwieriges Projekt, aber ich glaube trotzdem, dass sie eines Tages zutraulich wird.
      LG Marlies

      • AnDi says:

        Wir sind überzeugt, dass Du Cela durch Deine Liebe und Ausdauer eines Tages zu 100% davon überzeugen wirst, dass sie Dir vertrauen kann.
        Hier hat es in den letzten Tages etwas geregnet, ansonsten ist es trocken und meist sonnig bei uns. Wir drücken die Daumen, dass es ab jetzt auch bei Dir so sein wird, damit die Kürbisse alle heil eingeholt werden können!
        LG
        AnDi

  2. ich freue mich mit Dir über Deinen Steinpilzschatz, habe ich doch am Wochenende auch sehr viel Glück gehabt (Fotos folgen, Zeitmangel kann bremsen). Ich bin immer wieder so freudig erregt, wenn ich die Schätze aus der Natur bergen kann 🙂 Der Herbst hat seine schönsten Seiten jetzt schon!!

  3. Die Steinpilze sind wirklich absolute Schönheiten (gewesen ^^). Ich habe früher auch mit meinen Eltern Pilze gesucht, bzw. dort wo wir wohnten, gab es noch einige Stellen in der Nähe, wo Birkenpilze, Maronen und auch Steinpilze in einigen Jahren in großer Zahl aus dem Boden schossen. Das kann man gar nicht mehr als „suchen müssen“ bezeichnen, über die war das eher ein Stolpern.
    Sieht sehr lecker aus, wie du es zubereitet und angerichtet hast!

    Auch hier sind noch einige Blumen am blühen und es geht dabei bunt durcheinander zu. Es ist nämlich oft die Nachblüte vom Sommer, sehr eigenwillig, so dass die Mixtur echt gewagt ist.

    Sag, deine Hunde haben aber ein sicheres Gefühl für die gemütlichsten Plätze, oder? 🙂

    Liebe Grüße
    Michèle

    • Birkenpilze hatten wir viel in Berlin, hier hatte ich sie früher mal bei meinen Kupferbirken, aber seitdem die Hunde dort ihr Gehege haben, wächst dort nichts mehr.
      Die Herbstblüte ist wirklich teilweise sehr bunt, um es harmlos auszudrücken. Aber ich habe öfters schon gemerkt, dass mein Auge sich daran gewöhnt und ich plötzlich die Kombi sehr interessant finde.
      Die Hunde haben ein enormes Gespür für gute Plätze, alles was sonst die Menschen besetzten ist toll, wer will da schon auf der Erde liegen?
      Liebe Grüße Marlies

  4. Beate says:

    Sehr schön, vermisse den 4. Tipp beim Pasta kochen: das Kochwasser auffangen und weiter verwenden für Suppe, Polenta, Risotto. Gibt ein ganz eigenes Aroma, besonders von Dinkel Nudeln.

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