Es grünt so grün: Grünes Curry, Achtung HOT!

Und die Mädels sind da!

Sonntag haben wir sie abgeholt, die drei Mädels von der „Rettet das Huhn“-Aktion. Die einjährigen Legehennen wären „entsorgt“ worden, hätte sich nicht der Verein „Rettet das Huhn“ um ihre Unterbringung gekümmert. Ich habe 3 aufgenommen, meine Freundin sogar 5. Sie sind erstaunlich munter und genießen ihr Leben, als wüssten sie, was eigentlich ihr Los war. Etwas gerupft, aber nicht schlimm, das bekommen wir bestimmt hin. Es ist eine Freude sie so aktiv im Gehege zu sehen.
2 Hühner

Ein gutes, scharfes Curry war schon immer mein Ding, obwohl ich noch nie in Asien war und auch leider sehr selten asiatisch essen gehe. So fehlt mir der richtige Vergleich und ich denke, mein Curry erhebt nicht den Anspruch authentisch zu sein, aber ich bereite es mir mit den eigenen frischen Gartengemüse zu, habe ausgewählte Curry-Mischungen und bin immer wieder am ausprobieren neuer Zutaten, die ich mir von Zeit zu Zeit aus Hamburg aus dem Asia-Laden mitbringe.
Grüne Zutaten
Momentan bin ich regelrecht im Curry-Fieber, das kommt wohl daher, dass ich nach längerer Pause wieder mit Yoga und Bauchtanz angefangen habe und Marco auf seinem Blog so wunderbar von Indien berichtet hat und ich richtig neidisch auf seine kulinarischen Erlebnisse bin. Auch Marco schreibt, dass jedes Curry anders schmeckt, auch im gleichen Lokal , das gleiche Curry am nächsten Tag. Das beruhigt mich, denn ich habe jetzt dies grüne Curry 3x gekocht, und es ist wirklich jedesmal anders ausgefallen.
2 Zucchini-Scheiben
Eine weitere Anregung durch Marco war, das Curry auf einem großen Blatt anzurichten, aus Ermangelung an Bananenblättern, die ich nun wirklich nicht in meinem Garten habe, wählte ich Beinwell aus.
Anrichten
In der ayurvedischen Küche und in Indien überhaupt,wird sehr viel Wert auf das Anrichten der Speise gelegt, das nimmt manchmal genau so viel Zeit in Anspruch, wie das Kochen selbst, aber diese Dinge gehören alle zusammen: das Einkaufen, das Zubereiten, das Kochen, das Anrichten und schließlich das Essen, ein Fest für die Sinne. Dafür sollten wir uns auch mehr Zeit nehmen.
Curry-Zutaten
Nun zu meinem grünem Curry. Grün, weil ich es aus grünen Zutaten kombiniert habe, und nicht weil ich eine grüne Curry-Paste genommen habe. Ich verwende lieber gute Curry-Mischungen als die Pasten. Mein Favorit ist ein thailändisches Curry, das schon durch seine orange-gelbe Farbe besticht und eine mittlere Schärfe hat. Deshalb habe ich auch noch eine Chili-Schote mit gekocht.
Die Zutaten für 2 Personen:
2 mittlere Zucchini
2-4 grüne Tomaten
4 kleine Lauchzwiebeln
1/2 Limette (Saft und Abrieb nach Geschmack)
2 Teel. Curry-Mischung (Thai)
1 Chili-Schote
2-3 Eßl. Soja-Sauce
2 Eßl. Kokosfett
200 g Jasmin-Reis
Koriander, Petersilie nach Geschmack
Für die Deko, große Blätter z.B. Mangold, Beinwell, Wirsing… eine große Zucchini fürs Füllen und essbare Blüten zur Garnierung.
grüne Zutaten
Das Gemüse in mittel Große Stücke teilen, das Fett in der Pfanne erhitzen und zuerst das Currypulver und die klein geschnittene Chili-Schote anschwitzen, dann Lauchzwiebeln und Zucchini dazugeben, leicht bräunen. Nun die Tomaten unterrühren, kurz andünsten und dann mit Sojasauce ablöschen und mit Limettensaft abschmecken. Nun nur noch kurz ziehen lassen, ich mag es, wenn die Zucchini noch knackig ist, das passt dann gut zu der Schärfe der Sauce.
Den Reis, ich hatte Jasmin-Reis, nach Packungsbeilage kochen. Ich habe noch etwas vietnamesischen Koriander, der dies Jahr sehr gut im Kräutergarten wächst, unter gehoben. Große Zucchini-Scheiben habe ich ausgehöhlt, unten eine dünne Schicht Reis, damit das Curry nicht durchrutscht, und dann wie im Bild sichtbar verteilt.
Es hat mir wirklich Freude gemacht, so ein Komposition zu gestalten, das Auge isst bekanntlich mit und ich werde mir für so etwas in Zukunft mehr Zeit nehmen. Dazu lief Nina Hagen Shiva Shankara, und ich habe mich wie in Indien gefühlt.
NAMASTE
Totale Curry

24 Kommentare

  1. Also so ein schönes Gericht, Marlies! Da hätte ich mich gern zu euch gesellt, denn ich liebe die indische Küche. Auch die Optik ist sehr gelungen. Aber am meisten freue ich mich über deine Hühner. Du hast ein großes Herz, Marlies.
    Liebste Grüße Maren

    • Danke Maren. Es ist wirklich Herz ergreifend, wie lebenslustig die Damen sind, ich freue mich sehr, dass ich durchs Bloggen, auf diese Aktion und den verein aufmerksam geworden bin. Aus der Küche, wo ich ja wirklich viel zeit verbringe schaue ich direkt von der Arbeitsfläche aufs Hühnergehege, so kann ich sie immer beobachten. Die Hängebauchschweine waren ja in den letzten Jahren überhaupt nicht mehr aktiv, da gab es nur noch schlafen und fressen, gut, dass die Hühner jetzt dort sind.
      Liebe Grüße Marlies

  2. Oh, das finde ich super mit den Hühnern! Unser Sabinchen ist auch ein Legehuhn, aber allerdings privat gekauft. Ich wünsche Dir viel Freude damit, liebe Marlies! Und Deine Kreation gehört in die Sterneküche, schaut so erstklassig aus und schmeckt bestimmt!! Liebe Grüße Sabine

    • Und sie legen jetzt noch jeden Tag ein Ei, so viele kann mein Mann gar nicht essen, aber da finde ich schon Abnehmer. Die Hühner kommen viel besser zurecht, als ich dachte, aber sie kommen auch aus sog.“Freilandhaltung“, haben sich auch schon als Ausbrecher bewiesen, da durch die Hängebauchschweine noch einige Löcher im Zaun sind, das sind halt sehr unterschiedliche Größen. Ich bin sehr froh, dass wir das gemacht haben.
      Mit dem Überfluss im Garten kann man jetzt so langsam großzügig umgehen, denn die TK ist bald voll und wenn der erste Frost kommt, ist sowieso alles hin, ich hoffe, das dauert noch ein Weilchen.
      Liebe Grüße Marlies

  3. Erika Laufer says:

    Sobald ich als „Wander-Huhn“ in Rente gehe, möchte ich bitte meinen Seniorensitz auch bei dir. Da gibts immer so wunderbares Essen, und alles habe ich immer gerne…Scharf ist gut, erhöht die innere Hitze – wenns wieder kälter wird. Liebe Grüsse Erika

  4. Dann begrüße ich erst einmal recht herzlich deine drei Damen und freue mich, dass sie jetzt einen so entspannten Lebensabend in wunderbarer Umgebung und Gesellschaft genießen können.
    Dein Curry ist eine Wucht, Marlies! Das mit dem Auge mitessen stimmt ganz generell schon, aber hier kommt wieder alles zusammen. Man kann sich das Ergebnis wirklich vorstellen!
    Interessant zu lesen, dass selbst Currygerichte gleichen Rezepts von Mal zu Mal deutlich schmeckbar unterschiedlich ausfallen! Das wusste ich nicht!
    Die Anrichtung (Farben, Formen) ist wunderschön – wie auch die Fotos! Wie viele hier auch schreiben: man bekommt spontan und nicht bremsbar Hunger … ^^

    Liebe Grüße
    Michèle

    • So geht es mir auch oft, wenn ich Abends noch am PC sitze und im Reader bin, plötzlich knurrt der Magen.
      Die 3 Damen sind wirklich ein Geschenk, ich habe sie schon ins Herz geschlossen. Die alten braunen Cochin-Hühner sind ja sehr phlegmatisch, wenngleich sie hübsch anzusehen sind. Man kann halt nicht immer alles zusammen haben, nun ergänzen sie sich recht gut.
      Das grüne Curry hat mir so gut gefallen, dass ich es wirklich in kurzer Zeit 3 x gekocht habe, leider war das letzte nicht das Beste, ich hatte den Reis zu spät gekocht und dann wurden Zucchini etwas zu weich, als auf ein 4. Mal!
      Liebe Grüße Marlies

  5. marco says:

    Waaas? Keine Bananenblätter im Garten bei dir? 😉 Nein im Ernst: Wow, diese Bilder! Eine wahre Pracht! Ich bin 100%ig überzeugt, dass dein Curry wunderbar schmeckt, da gehe ich jede Wette ein! Ich persönlich finde genau das an den Curries so toll, nämlich dass sie immer wieder unterschiedlich schmecken. Man hat quasi nie ausgelernt! 😉 Letztes Jahr habe ich von einem nahen Bauern auch eine Legehenne bekommen. Finde das prächtig, wenn sich jemand dessen bewusst, was ansonsten mit diesen Tieren passieren würde, nämlich, dass sie auf dem Müll landen 😮 Für Gerichte wie deines hier, aber auch Coq au vin oder eine einfach Hühnerbrühe… da greife ich noch so gerne auf ein „altes“ Huhn zurück. Toller Artikel!

    PS: Und danke herzlich fürs Verlinken 🙂

    • Gern geschehen Marco, habe festgestellt, dass mir der Anfang Deiner Reise durch die Lappen (Reader) gerutscht ist, wenn ich morgen Ruhe habe, werde ich das ganz gemütlich durchlesen, mit einer schönen Tasse Tee.
      Lg Marlies

  6. AnDi says:

    Es ist wirklich wahr! Wir alle sollte Uns mehr Zeit für die Ganzheitlichkeit der Dinge zu nehmen! Und wenn dann noch so etwas Wunderbares wie dieses Curry dabei herauskommt….
    Die Damen sehen super aus! Schön, dass sie so fit sind!
    LG
    AnDi

  7. Astrid says:

    Liebe Marlies, jetzt habe ich auch deinen Beitrag über die geretteten Hühner gefunden 🙂 Tolle Aktion! Und ganz nebenbei lese ich hier von deinem Curry – es hört sich superlecker an, ich werde es demnächst mal ausprobieren. Danke schön!

    • Curry steht z.Zt. noch wöchentlich an, solange der Kürbis noch gut ist, aber schmeckt natürlich auch ohne Kürbis, aber irgendwie muss ich ihn ja vernichten.
      Schönes Wochenende!

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