Für alle Tomaten-Fans: gebratene Panko-Tomaten

Panierte Tomaten auf Moorknust und Polenta: Mein neues Lieblingsgericht

Wie schon bei der Tortilla Easpanola angekündigt, starte ich in die große Tomaten-Ernte. Und da ich nun schon seit über 20 Jahren mit wachsender Begeisterung Tomaten selber aus Samen ziehe und anbaue, verfüge ich über etliche wunderbare Rezepte. Gebratene Tomaten sind dabei immer ganz vorne, denn sie entfalten in der Pfanne oft ein ganz tolles Aroma, besonders natürlich die grünen Tomaten, die ich Euch schon in einen meiner aller ersten Posts vorgestellt habe. Der gleichnamige Film „Grüne Tomaten ist für mich ein absolutes Highlight in jeder Tomatensaison , ich liebe diesen Film!
panierte Green Zebra
Dieses Gericht – was zwar schnell zubereitet ist, aber etwas Dreck macht – eignet sich sehr gut zum 2.Frühstück, Brunch, Vorspeise oder kleines Abendbrot. Ich habe mir dafür eine Unterlage aus einem deftigen Schwarzbrot – bei uns im Ort gibt es einen sehr guten Bäcker, der den berühmten „Moorknust“ bäckt, dieser erinnert leicht an ein Pumpernickel – und einer gebratenen Polentascheibe ausgedacht. Die Polenta habe ich nach Anweisung gekocht und dann auf ein Blech gestrichen, nach dem Auskühlen kann man dies gut in Scheiben schneiden und weiter verarbeiten.
Brot mit Polenta
Die hoch gelobten Panko-Brösel habe ich Euch auch schon vorgestellt, ich finde sie einfach genial. Obwohl ich früher meine Brösel immer selber gemacht habe und mir dabei sehr viel Mühe gegeben habe, muss ich gestehen, da kann ich nicht mithalten. Diese Kruste ist unvergleichlich, und so habe ich mir beim letzten Asia-Laden-Besuch in Hamburg gleich eine große Tüte mitgebracht, damit komme ich eine Weile aus.
Nun zur Wahl der Tomaten, Ihr könnt natürlich jede Tomate nehmen, die Euch geschmacklich zusagt. „Green Zebra“ ist einfach eine Tomate die quasi zum Braten und Backen gezüchtet ist, sie ist immer perfekt und so bevorzugte mein Mann auch diese. Ich versuchte auch die große Ochsenherz-Tomate (am Ende des Beitrags stelle ich Euch noch einiges aus meinem Anbau vor), sie hat den Vorteil, dass sie kaum Kerne hat und sich dadurch gut panieren lässt.
aufgeschnittene Ochsenherz-Tomate
Fürs Panieren braucht Ihr 2 große, tiefe Teller. In den ersten kommt „Buttermilch“ und „Ei-Ersatz“, d.h. ca. 200 ml Pflanzenmilch (ich hatte Soja) mit ca. 1 Eßl. Zitronensaft kurz stehen lassen, bis es klumpt. Dann 1 Eßl. Leinsaat-Mehl einrühren und ca. 5 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit die Bröselmischung herstellen. Kircherbsenmehl und Maismehl zu gleichen Teilen (ca. 2 Eßl. von jeder Mehlsorte) mit einer Tasse Brösel gut vermischen.- Die Mengenangaben sind hierbei nicht so wichtig, es sollten auf jeden Fall genug Panko-Brösel sein.
rohe Tomaten in Bröselmischung
Erst die Scheiben von jeder Seite in die „Buttermilch“ legen, dann in die Bröselmischung geben, das klebt jetzt ordentlich, aufpassen, dass nicht die Hälfte an den Fingern bleibt, sondern an den Tomaten.
Tomaten in der Pfanne
Dann in gut erhitzbarem Öl ( ich nehme immer Kokosfett) von beiden Seiten braun braten, das geht sehr schnell!
Eventuell kurz die Scheiben auf Küchenkrepp abtropfen lassen und dann auf Brot und Polenta mit etwas Basilikum anrichten.Erst jetzt salze ich leicht, denn Brot und Polenta haben schon genug Würze.
rote und grüne gebratene Tomaten
Ich habe dann noch einen Klecks Kürbisketchup, natürlich aus eigenen Kürbissen, dazu gereicht, was gut harmonierte.
Und falls Ihr noch nicht genug von Tomaten habt, zeige ich nun noch einige Impressionen von meinem Anbau.
Stallwand
Die Stallwand mit den Bottichen, bis letztes Jahr hatte ich Töpfe, aber so werden die Pflanzen besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt.
grüne Ochsenherz
Noch grüne Ochsenherz-Tomaten. eigentlich wollte ich dieses Jahr gar keine Ochsenherz-Tomaten mehr anbauen, weil sie mir geschmacklich nicht kräftig genug waren, hatte es mir dann aber anders überlegt. Nun wollen sie mich vom Gegenteil überzeugen, sie sind zwar immer noch leicht dezent im Geschmack, aber extrem ergiebig und farblich der absolute Hingucker in jedem Salat.
Traube Ochsenherz
Und wenn eine Tomate die Bezeichnung „Tomaten-Rot“ verdient, dann bestimmt diese, eine Stone-Ridge.
Tomate Stone Ridge
Zum Abschluss die Ernte vom heutigen Tag, ich werde noch schnell ein Sugo kochen.
Tomatenkiste vor Pflanzen

24 Kommentare

  1. in100tagen says:

    Klingt sehr lecker! Toll, wie Deine Tomaten gedeihen. Das sieht nach einem idealen warmen und regengeschützten Standort aus. Das Rezept probiere ich auf jeden Fall aus. Bei dem Brot finde ich sicher eine Alternative. Einen Kölner Bäcker nach Moorknust zu fragen, scheint mir kaum aussichtsreich. Aber vielleicht liege ich auch falsch. 🙂 Ganz liebe Grüße, Silke

  2. marco says:

    Das sind ja tolle Fotos!! Und ich bin auch begeistert, was man mit Panko doch nicht alles herstellen. Muss leider zugeben, dass ich grundsätzlich kein grosser Fan von Tomaten bin. Irgendwie konnte mich dieses Gemüse nie so richtig überzeugen. Auch die vollreifen Exemplare in Italien nicht. Aber trotzdem, am Weekend hatte ich eine extrem gute Panzanella mit vielen Tomaten drin probiert und die hat mir richtig geschmeckt. Und da mir eigentlich alles, was paniert wird, wunderbar mundet, werde ich die Tomaten hier mal auf die Probierliste setzen 😉

    • Hallo Marco, ich mag zwar Tomaten in jeder Ausführung, aber am liebsten gebraten, Du solltest es mal probieren. Ansonsten denke ich, dass eigene Ernte immer noch ein Extra hat: die Mühe, die man sich gegeben hat, das muss einfach schmecken. Trotzdem habe ich eigentlich nur 3 Sorten, die ich immer mag, da bin ich sehr wählerisch. LG Marlies

    • Danke Erika, die Tomaten sind auch immer mein ganzer Stolz, bzw. mein Augapfel, teilweise sehr sensibel die Pflanzen und das Wetter hier oben ist auch nicht immer für diese Sonnenkinder geschaffen, aber dieses Jahr ist es mal wieder gut gegangen.
      LG Marlies

  3. Panierte Tomaten? Das ist ja (für mich) etwas ganz Neues! Kann ich mir trotzdem sehr gut vorstellen und würde es auch probieren wollen, obwohl ich sonst nicht gerade ein begeisterter Panadeanhänger bin. Bei saftigen Tomaten und dazu noch in der Kombination mit dem Moorknust werde ich allerdings sehr neugierig!

    Was mich heute besonders begeistert hat, sind die Fotos deiner Tomatenanbaupracht! Das ist ja grandios! Was gibst du denn als zusätzliche Nährstoffe (Organisches? Pferdemist?)?
    Ich habe mich das erste Mal seit langer Zeit wieder an Tomaten versucht und habe drei Sorten in einem großen Kübel. Was nicht gut war, glaube ich, denn die drei liefern sich ganz schön Konkurrenz. Sie waren als Minipflänzchen vorgezogen auf dem Wochenmarkt im Frühjahr – so weiß ich nur, es sind eine rote Eiertomate, eine rote Flaschentomate und eine gelbe Sorte. Namen kenne ich leider nicht. Reif ist bisher noch keine einzige, aber jetzt wachsen zumindest ein paar Früchte heran. Vielleicht paniere ich sie am Ende auch nach deinem Rezept … ^^

    Liebe Grüße!
    Michèle

    • Pferdemist vom Vorjahr ist immer eine gute Grundlage. Später gebe ich, wenn die Tomaten schon anfangen zu wachsen etwas Neudorff´s Tomatenflüssigdünger dazu, aber wenig. Dieses jahr hatte ich meine Jungpflanzen auch zuerst in Tomatenerde., nachher nicht mehr, das wäre zu teuer.
      Knusprige Brösel mag ich schon und das ist mit Panko wunderbar.
      Dass Deine Tomaten überhaupt noch nicht reif sind, wundert mich schon, meine sind ja schon spät dran und jetzt sind sie in vollem Gange, aber vielleicht ist es an der Hauswand auch wärmer,als bei Dir? Ich drücke die Daumen, dass es doch noch was wird, denn die eigenen sind immer die besten.
      Liebe Grüße Marlies

  4. AnDi says:

    Panierte Tomaten??? Das müssen wir definitiv ausprobieren, denn das klingt hammerlecker!!!!
    Eine ganz tolle Pflanzensammlung hast Du! Schöne Auswahl!
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    AnDi

  5. Boah, Marlies! Deine Tomaten sind der Hammer! Du hast wirklich einen grünen Daumen. Und eines muss ich dir wirklich mal sagen, deine Kreativität was das Veganer kochen und backen angeht ist wirklich grandios und super interessant. Von dir kann man wirklich lernen.
    Ganz liebe Grüße Maren

  6. frauknusper says:

    Oaaaah, liebe Marlies, die Tomaten sind ja suuuper klasse. Ach wie lecker das klingt und aussieht. Ich hab ehrlich gerade wieder Hunger und das um diese Zeit. Ich liebe Tomaten, was wäre der Sommer ohne Tomaten. 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Das stimmt, liebe Sarah, die Zeit der heimischen Tomaten ist so kurz, aber wenn sie dann so rot und dick an den Sträuchern hängen, eine Pracht und der Geschmack ist auch fantastisch. Gerade habe ich 4 Portionen eingefroren. Da kann dann der Winter kommen – aber bitte nicht so bald!
      Liebe Grüße Marlies

    • Danke Eva! Dieses Jahr hat es auch wirklich prima mit den Tomaten geklappt, das ist manchmal etwas heikel, da sie auch unter dem Reet noch Regen abbekommen. Ich bin also voll zufrieden.
      Liebe Grüße Marlies

  7. Friederike says:

    Paradeiser panieren, was für eine tolle Idee, das stelle ich mir sehr gut vor!!
    ich mache ganz gern ein Tomatengratin nach süditalienischem Rezept, wo sie auch mit Semmelbröseln bestreut werden!
    lg

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