Es lebe die Zucchini! Vegane Köfte mit Zoodles und Bohnen-Mac-Cheese-Sauce

 

Das große Zucchini-Essen hat uns nun voll im Griff, da heißt es kreativ sein, damit es nicht langweilig wird. Aber bis jetzt bin ich noch mit viel Elan dabei, Neues zu entdecken und auszuprobieren. Die sogenannten Zoodles, in Nudelform zugeschnittene Zucchini habe ich schon letztes Jahr versucht, war aber nicht so begeistert, dieses Jahr sieht das anders aus, denn ich habe nur Minis verwendet, so ca. 10-15 cm lang, die haben viel Biss  und Geschmack.

Zucchini schnedien
Für die Zoodles schneide ich die kleine Zucchini mit einem Spargelschäler in feine Streifen, möglichst immer mit etwas dunkelgrünem Rand, den weichen Kern bekommen die Hunde in ihr Futter. Die Zoodles lasse ich, wenn das übrige Essen fertig ist, nur einmal kurz im Salzwasser aufkochen. Die Mengenangaben hierfür sollte jeder für sich selbst bestimmen, wir hatten jeder ca. 200 g.

Köfte nah und Zoodles
Die Köfte waren nun wirklich eine Sensation, entdeckt hatte ich dies Rezept in meinem veganen Lieblingskochbuch von Josita Hartanto: Genial Vegan. Kleine Abweichungen gibt es, da ich nicht alle Zutaten im Haus hatte, aber es war so lecker, dass wir alle gerne etwas mehr davon gehabt hätten, dabei gab es bei 3 Personen für jeden 5 Stück, und das Rezept war eigentlich für 4 Personen gedacht.

Hier das Rezept für die Köfte:
2 mittelgroße Zucchini
3 kleine Möhren
1 Zwiebel
9 Datteln ( im Original 15 getr. Aprikosen)
4 Eßl. Pankobrösel ( im Original 3 Scheiben Toastbrot)
1 Teel. Salz
2 Teel. grüne Koriandersamen ( im Original Koriander, frisch? getrocknet?)
1 Teel. Harissa ( im Original Sambal Olek)
1/2 Teel. Kreuzkümmel
1/4 Teel. Zimt
4 Eßl. Sesam
4 Eßl. Tapiokastärke (im Original Maisstärke)

Möhren und ZucchiniZutaten mischen der Köfte
ungebratene Köfte
Das Gemüse grob raspeln, die Zwiebel und Datteln klein schneiden, dann alles vermischen. Erst scheint es überhaupt nicht zusammen zu halten, aber wenn man dann mit feuchten Händen kleine Teilchen formt, klappt es schon, und in der Pfanne behalten sie gut ihre Form. Ich habe sie in reichlich Kokosfett auf jeder Seite ca. 3 Minuten gebraten und dann kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
gebratene Köfte
Josita serviert zu den Köfte einen Weiße Bohnen Humus, was ich auch sehr gerne mag, aber ich habe in diesem Fall meine Weiße Bohnen Mac Cheese-Sauce gemacht, da ich das zu den Zoodles besser fand.
fertiger teller mit Sauce in der Mitte
Allerdings mit der Abweichung diesmal kein Senf, dafür etwas mehr Zitrone und statt Margarine nehme ich jetzt so wie so immer das Albaöl.
Als zusätzlicher Farbklecks dienten die wohl schmeckenden Gewürz-Targetes-Blüten, die mich dieses Jahr in reichlicher Fülle im Küchengarten erfreuen.
Targetes, Kapuzinerkresse, Koriander
Ein farbenfrohes, leichtes Sommeressen, das ich auf jeden Fall wiederholen werde.
Köfte und Targetes

21 Kommentare

  1. Erika Laufer says:

    MMmmhh, ich liebe Fleischpflanzerl. Deine vegane Variante sieht super appetitlich und lecker aus. Ich werde bei Nachbarn`s eine Zucchini betteln. Denn meist haben alle mehr wie genug davon. Eine schöne Idee, die ich an meine Hobbygärtner gerne weiter gebe. Schönen Abend Erika

    • Diese reine Gemüsevariante ist wirklich erstaunlich lecker, natürlich machen dies die Gewürze, eine absolut gut gelungene Kombi! Deine Nachbarn haben bestimmt Zucchini für Dich übrig, ich hätte auch welche! LG MArlies

  2. Zoodles und Köfte. Beides kannte ich als Begriff bisher gar nicht, doch nun sieht es so aus, als wäre ich nicht nur auf den Begriff, sondern auch auf das sich dahinter verbergende Essen wild. ^^

    Was bei deinen Rezepten immer hinzukommt ist natürlich immer die echt interessante Gewürzkombination und – was mich grundsätzlich fasziniert – die Deko aus ebenfalls essbaren Dingen. Traumhafte Blüten, tolle Samenkapseln etc. Das spricht alles nicht nur das Auge, sondern gleich sämtliche Sinne an.

    LG Michèle

    • Immer wieder schön für mich, Deine Kommentare zu lesen,Michèle. Diese Begriffe kannte ich auch bis vor Kurzem nicht, das ist das Tolle am Bloggen, wenn man will, lernt man ständig neue Sachen kennen, leider aber auch eine frage der Zeit.
      Die Gewürztagetes (Samen) habe ich vor 2 Jahren bei Rühlemanns gekauft, eine wirklich hübsche kleine Pflanze, die im Küchengarten sehr gut wächst, in den Beeten etwas weniger, da dort der Boden nicht so locker ist. Bei Rühlemanns gibt es unendlich solch interessanter Pflanzen, Du denkst an Den Besuch!!!! Bei den Gewürzen bin ich am Entdecker der indischen Küche, was mir aber nur bruchstückweise zugänglich sein wird, so eine Vielfalt! Und diese Küche, wie ja auch speziell bei Ayurveda will ja grundsätzlich alle Sinne ansprechen, da gibts es noch viel zu entdecken.
      ich wünsche Dir einen erträglichen Tag, es ist jetzt schon sehr drückend!
      Liebe Grüße Marlies

  3. cafooli says:

    Bisher mochte ich Zucchini nicht wirklich. Aber seit ich Vegetarier bin, sind Zucchini viel interessanter für mich geworden. Einfach weil man mit Zucchinis so viele verschiedene leckere Kombinationen kreiren kann, dein Beitrag untermauert das nur 😉

    • Das finde ich auch, allerdings passe ich jetzt auf, dass meine eigenen schön klein geerntet werden, dann sind sie noch besser, leider übersieht man manchmal einige und in in 2 tagen sind es Monster! LG Marlies

  4. ich bin ein absoluter Fan von „Pflanzerl, Burgern, Bratlingen“ – bei mir gibt es die auch in allen möglichen Varationen und deine finde ich echt unheimlich toll.Ich werde sie bestimmt nachbraten! 🙂
    Die schmecken doch bestimmt auch ohne Soße, oder, was meinst du?
    Danke für das Rezept! 🙂

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