Grenzenlos Vegan – Erfolg und Tränen

 Jedes Essen zählt –  Jede Seele zählt

Vegan Without Borders – Success and Tears
Every meal counts – Every soul counts

Auf dem Titelbild seht Ihr mich vor einigen Jahren mit Mimmi – ein Huhn, dass nicht mehr laufen konnte. Jeden Tag habe ich sie aus dem Stall nach draußen getragen und dort 3 x täglich gefüttert und getränkt, oft habe ich ihr auch Regenwürmer gesucht. Sie ist nicht alt geworden und hat doch, soweit ich dies beurteilen kann, ihre Zeit hier gut und in Frieden verbracht.
Kommen wir zu den Tränen. Das Bild steht für ein Foto, welches ich letzte Woche gesehen habe, und was mir wieder einmal das Herz gebrochen hat:
Hunderte von kleinen, gelben, flauschigen Küken werden auf einem Förderband in ihre Vernichtung transportiert.
Es zeigt mir, dass ich auf meinem veganem Weg richtig bin.

Ranunkel
Der Erfolg:
Gestern habe ich für 6 Freunde/Bekannte (Alles-Esser) ein veganes 3-Gänge-Menü gekocht. Es war ein rund um gelungener Abend mit einem Essen, was allen vorzüglich geschmeckt hat.
gedeckte Diele
Wie schon beim Vegan-Dinner hatten wir unseren großen Küchentisch auf die Diele getragen und diese zum Esszimmer umfunktioniert.
Das Gemüse für die Gerichte war alles noch aus eigener Ernte und so langsam bekomme ich wieder etwas Platz in der Tiefkühltruhe.
Als Vorspeise gab es natürlich einen leckeren Kürbis-Cappuccino, der Schaum besteht aus Kokosmilch, Limette und Lemongras, dazu die Gewürz-Kürbisbrötchen und das leckere vegane Apfel-Zwiebel-Schmalz
Kürbissuppe
Das Hauptgericht war mein Klassiker: Spinat-Lasagne mit der berühmten Mac Cheese Sauce, keine Frage, es hat allen geschmeckt und es gab auch noch Nachschlag.
Das Dessert, eine meiner Lieblingsspeisen – aber Nachtisch ist für mich immer das Schönste – Dreierlei vom Apfel mit Marzipan-Creme. Danach waren wir alle gut satt und zufrieden.
Dies zeigte mir wieder, dass veganes Essen gut gekocht, von niemandem prinzipiell abgelehnt wird, der dafür offen ist. Und da ich nun schon über 40 Jahre gut koche ( wie man mir sagt ), kann ich behaupten, dass auch meine vegane Küche bis jetzt immer großen Anklang gefunden hat.
3 Ranunkel
Erst vor kurzem habe ich meine 88 jährige Mutter eine Woche lang vegan bekocht, und sie war begeistert von der Bekömmlichkeit und dem Geschmack.
Als ich sie dann nach Berlin zurück bringen wollte, hatte ich schon in Berlin für meine Freundin Petra und Begleitung, Ihr kennt sie aus meinem Berlin-Bericht über das Lucky Leek) einen Tisch im „Mio Matto“ von Björn Moschinski reserviert. Leider wurde ich krank und konnte nicht fahren. Aber stellt Euch vor, meine nicht vegane Freundin ging trotzdem vegan Essen, und auch hier war ihr Eindruck ausgezeichnet. Wie schon im Lucky Leek waren die Speisen liebevoll zubereitet und der Service war gut, vom Ambiente schnitt ihrer Meinung nach das Lucky Leek etwas besser ab.
Ausführlich hatte sie mir die Menüs geschildert und ich hoffe sehr, dass ich den Besuch im „Mio Matto“ bald nachholen kann.
Ich bewundere Björn Moschinksi für seinen Werdegang und einem Zitat aus dem Interview in der Zeitschrift „Kochen ohne Knochen“ stimme ich voll zu: “ Das Weglassen der verschiedensten Dinge auf dem Weg zu einer veganen Lebensweise habe ich nie als Verzicht wahrgenommen, ich war vielmehr dankbar, dass ich erkannt habe, was wichtig ist.“ (S.9,(04/2014)
Und abschließen möchte ich noch einmal mit einem Zitat von Jean-Jacques Rousseau: Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will.
gelbe Ranunkel
Eine vegane Bloggerin schrieb kürzlich:
Give Peace a Chance – Give Vegan a Chance …..Yeah, Yeah, Yeah!!!!!!!

Vegan Without Borders – Success and Tears
Every meal counts – Every soul counts

The picture shows me with Mimmi – a chicken that couldn’t walk anymore. Every day I carried her outside, fed and watered her and even looked for worm. She didn’t become too old, but as far as I can judge she had a good and peaceful time with us. About the tears: The picture stands for one I came along last week; young, fluffy chicks are being moved on a conveyor belt – towards their destruction. This shows me that I’m on the right track.
The success: Last night I cooked a vegan three course dinner for 6 friends (omnivores). It was a very felicitous evening and everyone enjoyed the food!
Like for the vegan dinner I prepared a large dinner table on the hallway. All the veggies still came from my own harvest and slowly my freezer gets a little less crowded.
For the starters I served a pumpkin cappuccino with coconut-lime-lemongras espuma along with herb-rolls and the delicious apple-onion-lard. The entrée was a classic: spinach lasagne with the famous Mac–Cheese sauce; everyone liked it! We ended the dinner with my personal favorite: apple-triplet with Marzipan-creme.
After this, we were all full and happy. This shows me that well-made vegan food is accepted by everyone. I cook for over 40 years and people tell me I’m good at it – and the vegan cuisine is right up with my previous cookings.
A few weeks ago I had my mother over for one week and she was absolutely excited about the vegan meals I served. When I wanted to drive her backto Berlin I planned on going to the „best“ vegan restaurant Mio Matto with my non-vegan friend, but I became really sick and couldn’t go. Anyhow, my non-vegan friend still went to the restaurant with a friend and her impressions were great! We went to another vegan restaurant before (Lucky Leek) and similar to this one the dishes were prepared nicely, only the ambience was better in the Lucky Leek. She described the meals very detailed and I’m excited to go there one day. I really admire the cook Björn Moschinski for his career and I have to agree with him when he said that omitting things on his path to a vegan lifestyle never felt like abstinence.
To conclude I’d like to quote Jean-Jacques Rousseau: Freedom of human beings does not mean that one can do what he wants, but rather that he doesn’t have to do what he doesn’t want to.
Like a vegan blogger recently wrote: Give peace a chance – give vegan a chance … yeah, yeah, yeah

34 Kommentare

  1. AnDi says:

    Oh, wir glauben ungesehen, dass Du wieder ein wundervolles Dinner gezaubert hast! Wir sind immer wieder überrascht was Du so alles auf den Tisch bringst und haben als „Alles-Esser“ nie den Eindruck, dass etwas fehlt! Wir haben bei Dir schon so viele Leckereien entdeckt…. wir sagen nur „Kürbis-Ketchup“! 😀

    Den Verbrauch von Fleisch haben wir bei uns in den letzten Jahren immer weiter reduziert und wenn es Fleisch gibt, dann nur welches von hoher Qualität und nichts aus Massentierhaltung!

    Wir hoffen es geht Dir wieder gut und Du bist schmerzfrei!

    Schönen Tag noch liebe Marlies!!!

    Liebe Grüße
    AnDi

      • AnDi says:

        Wir drücken Dir die Daumen dass es aufwärts geht!!! Gönn Dir falls nötig und falls möglich ein wenig Ruhe….

        Liebe Grüße
        AnDi

  2. Ich wünsche dir zuallererst gute Besserung und hoffentlich bald wieder schmerzfreie Zeiten, Marlies!
    Für mich zeigt sich bezüglich des veganen Essens immer mehr, dass es ein so breites Spektrum bietet und es so viele Alternativen zu tierischen Produkten gibt, dass man von Verzicht oder wirklichem Verlustgefühl wirklich nicht sprechen kann. Ich lebe nicht vegan, noch nicht einmal konsequent vegetarisch (es gibt Ausnahmen hin und wieder bei der Essenswahl), nur für mich wäre es absolut kein Desaster, müsste ich aus irgendeinem Grund auf vegane Ernährung umstellen. Die größte (im Sinne von schwierigste) Herausforderung wäre es für mich, alles wirklich zu berücksichtigen und gleichzeitig so schmackhaft und vielseitig zu kochen und zu essen, wie du es hier vormachst und anregst.

    LG Michèle

    • Danke Michèle, wie ich ja gerade Monika-Maria schrieb und Du auch weißt, sind es bei mir auch erst 13 Monate vegan, wobei es viel einfacher war, als ich es mir vorgestellt hatte, es gab für mich nie ein Überlegen, es wieder anders zu machen, selbst der Kreta-Urlaub war ja keine Hürde. Das Essen-Gehen hier im Norden ist etwas schwieriger, auch Hamburg ist da nicht besonders vegan-freundlich, in Berlin ist das was ganz anderes, aber diese Stadt ist halt so wie so nicht so konservativ wie Hamburg u. Umland. Mir persönlich macht das vegane Kochen besonders viel Spaß,es ist eine Herausforderung und ich kann sehr viele neue Sachen entdecken und selber erfinden, das finde ich toll. Meine „Esser“ meinen alle, dass ich vegan noch besser koche und das ist doch ein Ansporn.
      Einen schönen Sonntag-Abend, liebe Grüße Marlies

  3. ruwengierls says:

    Das schaut wieder einmal nach einem gelungenen Abend aus und zeigt, dass so viele Nicht-Veganer von veganem Essen sehr positiv überrascht sind.
    Die Aussage, dass der Allesfresser – Omnivore klingt hier zu fein – (als „Biologe“ bezeichne ich den Menschen mal als Tier) eine größere Auswahl hat mag zwar korrekt sein, aber wer sich damit brüstet und dazu hier das tote tierische Gewebe anpreist der mag zwar evolutionär auf dem Stand eines modernen H. s. sapiens sein, aber ob auf dem Stand des 15. oder 21. Jahrhunderts ist mir nicht ersichtlich. Da ändert auch der Name, bei dem Assoziationen zu dem großem Herbivor, dem Pandabären, aufkommen nichts.
    Das Großartige an der heutigen Zeit ist ja, dass jeder seine Meinung äußern darf – den qualitativen Inhalt eben dieser sucht man leider öfter vergebens – wir reden hier nicht nur von den PEGIDA Anhängern.
    Schön finde ich es, dass du niemanden missionieren willst – der „Erfolg“ kommt von alleine, wenn sie dein leckeres Essen probiert haben. Und verdammen will ich die Halb-Vegetarier/ Halb-Veganer auf keinen Fall, denn sie sind es ja, die so offen für anderes sind.

    • Danke Ruwen für diesen fachlichen und sachlichen Kommentar. Dass ich nicht missioniere, weißt Du wohl am Besten, und ich weiß aus Erfahrung, das Beste ist immer mit eigenem Beispiel voran zu gehen und von sich selber reden, von der eigenen Erfahrung, denn nur das kann ich ehrlich vermitteln. liebe Grüße Marlies

  4. Reni says:

    Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht!
    Dein Menü liest sich wieder einmal ganz wunderbar. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es auch den Alles-Essern gut geschmeckt hat. Ich esse auch alles, habe aber meinen Fleisch-Verzehr extrem reduziert und ich schau mir bei dir allerhand ab. Du kochst sehr, sehr gut, liebe Marlies 🙂
    Lieben Gruß
    Reni

    • Danke Reni, das ist mir irgendwie in die Wiege gelegt worden. Ich höre von vielen, die den Fleischkonsum deutlich eingeschränkt haben, das war auch mein Weg bevor ich es ganz gelassen habe. Hier bei uns auf dem Land ist es leider noch nicht so. Liebe Grüße Marlies

      • Reni says:

        Das kenne ich. Auf dem Land setzen sich Änderungen/Neuerungen/Verbesserungen? langsamer durch. Die sind halt mehr mit dem „so wars schon immer, so bleibts“ (überzogen :-)) verhaftet. Ich glaub ich muss mal wieder deine tolle Lasagne mit Bolo machen 🙂
        Heut gibts bei mir Süßkartoffelpürree, frischen Blattspinat und Fisch (Forellenfilet). Isst du eigentlich Fisch? Nein, oder?
        LG, Reni

      • Nein, kein Fisch! Aber Du wirst lachen, ich habe gerade Grünkern geschrotet und den Kürbis geviertelt, heute gibt es Kürbis-Lasagne mit Grünkern-Bolo. Guten Appetit, lg MArlies

  5. Follygirl says:

    Hoffe es geht Dir wieder besser.
    Das Menü wie immer köstlich! Wenn ich allerdings lese, daß Du vielleicht mit diesem Beitrag einige Leser verloren hast.. ??? frag ich mich echt warum. Allerdings würde ich mich überhaupt gar nicht mit Zahlen beschäftigen… ich selber blogge schon so lange, das hat mich nie interessiert. Muß ja nichts verkaufen oder davon leben, also schreib ich wie ich denke. Egal ob es irgendwelchen Leuten vielleicht nicht paßt.
    LG, Petra

  6. twinsie says:

    Da wäre ich auch gerne in eurer Runde gewesen 😉…….deine Rezepte sind alle super lecker, hab schon einige nachgekocht. Lebe seit beinahe 15 Jahren vegetarisch und fühl mich besser denn je.

    Liebe Grüße
    Eva

    • Das freut mich sehr Eva, ist ja schade, dass man doch räumlich so getrennt ist und sich nicht einfach mal wo hin beamen kann, das wäre doch was. Ich habe auch viele Jahre vegetarisch gekocht und dabei habe ich mich auch schon sehr gut gefühlt, allerdings finde ich es jetzt – und ich meine hier wirklich nur das Essen – noch bekömmlicher und da der Geschmack sich auch umstellt, im Ganzen besser, was ich mir vorher aber nicht so vorgestellt habe. Liebe Grüße Marlies

  7. brausefee says:

    Hi Marlies,

    ich wäre gerne Deine Freundin und würde zuuuufällig gaaanz oft bei Dir vorbei schauen–immer dann, wenn grad das Essen fertig ist ;)))

    Toll, was Du für Mimmi gemacht hast! ❤

    Ich sehe das übrigens ganz genauso!
    Ich bin ganz doll Dankbar, das ich doch noch begriffen habe, das ich unseren Tierschwestern und Brüdern gar kein Leid zufügen mag und ich deswegen pflanzlich esse!
    Ich empfinde auch keinerlei Verzicht!
    Zum Glück ist die Einsicht gekommen.

    Ganz liebe Grüße aus Köln,
    Jasmin

  8. Diana says:

    Gerade den Rückblick zum Einstieg finde ich ehrlich gesagt schwierig… Du greifst dann ja doch in das natürliche Gefüge ein, wenn du (gesunde, lebendige) Regenwürmer an ein (krankes) Huhn verfütterst?

    • Ich verstehe Dich nicht ganz, jedes Haustier wird gefüttert. Hunde, Katzen….. Hühner bekommen Körner und laufen frei rum und picken sich Würmer aus der Erde, einem Huhn, was nicht laufen kann, einen Regenwurm zu füttern finde ich in Ordnung!

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