Lebkuchen: vegan, ohne Mehl & bombastisch gut

Der Star in meiner Adventsbäckerei

The Star of the Advent Bakery: Gingerbread / Lebkuchen – vegan, no flour, but delicious

Nun komme ich zu unserem Favoriten, vor 4 Jahren zum ersten Mal selber gemacht, seitdem im Pflichtprogramm. Bis zum letzten Jahr nicht vegan, das Rezept gibt es hier: Home made Lebkuchen.
Dieses Jahr ist die vegane Variante gefragt und bei 4 Eiern pro Portion/Blech im Originalrezept , fragte ich mich doch, ob das alles gleich so hinhaut, und es hat.

Lebkuchen vor Fenster
Beim Ei-Ersatz habe ich wieder gemischt, aber ich denke, da ist noch Spielraum; Da die nussige Füllung sehr dominant ist, kann ich mir auch gut Flax-Egg vorstellen und werde es bei der nächsten Portion ausprobieren. Des weiteren kann man beim Süßen auch noch Veränderungen ausprobieren. Im Rezept sind 200 g Süße vorgesehen, das finde ich schon recht viel, wer nicht so süß mag, sollte vielleicht nur 150 g nehmen. Wenn man nur Agavendicksaft nimmt, ist das ganze schon etwas flüssiger, jetzt hängt es davon ab, was für einen Ei-Ersatz man nimmt, damit nachher die Feuchtigkeit stimmt. Erst ist der Teig sehr fest, er muss aber über Nacht durchziehen, dann ist er schon geschmeidiger. Ich kann hier also nur meinen Vorschlag präsentieren, aber probiert ruhig was aus.
Teller mit aufgeschnittenen Lebkuchen
Der Teig wird einen Tag vorher gemacht, dann über Nacht im Kühlschrank aufbewahren.
Zutaten:
300 g gemahlene Mandeln
200 g gemahlene Haselnüsse (ich nehme etwas gröbere)
150-200 g Agavendicksaft
2 Teel. Kakaopulver
3 Teel. Lebkuchengwürz
3,5 g Pottasche
20 g Orangeat (oder Schale einer Bio-Orange)
20 g Zitronat (oder Schale einer Bio-Zitrone)
Ei-Ersatz für 4 Eier: 2 No Egg und 2 Eßl. Mandelmus
Backoblaten
200 g Zartbitter-Kuvertüre
Orangeat und Zitronat püriere ich mit dem Stabmixer zusammen mit dem Ei-Ersatz, ihr könnt es aber auch in kleine Stücke hacken, aber das mag ich nicht so gerne.
Nun die Zutaten mit dem Kochlöffel kräftig durchmischen, ich habe nicht so eine kräftige Küchenmaschine. Dann geht es zugedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Tag eventuell noch einmal per Hand durchkneten.
Dann abwiegen, meine Teigstücke wiegen 50 g , so passen sie gut auf die Oblate.
Teig und Oblaten
Mit leicht feuchten Händen rolle ich erst eine Kugel, diese drücke ich dann auf dem Handteller etwas platt und gebe sie auf die Oblate, wo ich noch etwas nachforme. So kommen dann die Lebkuchen auf ein Backblech und werden bei 180° C 15 Minuten gebacken.vor dem Backen
Es passiert leicht, das der Teig etwas einreißt, mit der Glasur hinterher sieht man das nicht mehr, aber nicht zu lange und zu heiß backen.
nah dem Backen
Nach dem Backen sind sie außen etwas hell geworden, das ist richtig. Nun müssen sie erst einmal gut auskühlen, bevor sie ihre Schokoglasur bekommen.
Diese schmelze ich im Wasserbad, bzw. im Dampf, ich lasse das Gefäß mit der Kuvertüre nicht mit dem kochenden Wasser in Berührung kommen.
Jetzt wird es etwas klebrig, in einer Hand den Lebkuchen, in der anderen den Pinsel wird nun die Kuvertüre aufgebracht.
Schoko-FingerEin Tipp noch zur Kuvertüre: da ich meist nicht alles verbrauche, lasse ich aber den Rest im Gefäß, packe dies in einen Beutel und bewahre das bis zum nächsten Mal im Kühlschrank auf. Das mache ich die gesamte Adventszeit so.

Dann lege ich die Lebkuchen zum Auskühlen auf eine Teller und warte, dass ich probieren kann – einen packe ich schon mal in den Kühlschrank, das geht schneller.
Lebkuchen auf blauem Teller
Wenn sie dann gut fest geworden sind, können sie in Dosen an einem kühleren Ort aufbewahrt werden, und ich hoffe doch sehr, dass am 1.Advent noch was in der Dose drin ist!
Lebkuchen und Blumen

The Star of the Advent Bakery: Gingerbread / Lebkuchen – vegan, no flour, but delicious

This is our favorite; four years ago I’ve made them the first time and since then they’re part of the annual advent baking sessions. Until last year not vegan – that’s gonna be new this year. The recipe is asking for four eggs per baking sheet so I was curious to see if the egg replacers could handle it – and they did!
I mixed the egg replacers, but I think you could change it as well. Since the nutty filling has a strong flavor a Flax egg might work well – I’m gonna try it next time. For the sweetening you can try different variations as well. The recipe says 200g of sweet stuff, that seems a lot to me, so maybe 150g sounds better. If you only go with Agave syrup it’s gonna be rather moist and liquid so now it depends on the egg replacer and how much moisture it contains. First the dough is rather hard and viscous, but it needs to rest in the fridge overnight which makes it more flexible. This is my version, but feel free to change it:

Ingredients:
300g ground almonds
200g ground hazelnuts (I prefer them a little bit more corse)
150-200g agave syrup
2tsp cacao powder
3tsp gingerbread spice mix
3.5g potash
20g candied orange peel (or fresh)
20g candied lemon peel (or fresh)
egg replacer for four eggs: 2 NoEgg and 2tbsp almond purée
baking oblates
200g dark chocolate

Grind the fruit peel with the egg replacers before adding the remaining ingredients. I use a cooking spoon to mix it up, but if you have a powerful enough kitchen aid that would be just as fine. Now it’s time to put it in the fridge. The next day knead the dough once again before dividing into equal pieces (mine were 50g each) so that they’ll fit on the oblates properly.
Roll to a ball with wet hands; flatten in your hands and place on the oblates where you can adjust the shape a little bit more. Bake the Lebkuchen on a baking sheet at 355F for 15 minutes. The dough might get some cracks which will be covered by the chocolate, but don’t bake them for too long or at too high temperatures.
Once they’re done they look a little pale – that’s alright. Let them cool down completely before proceeding. For the glaze melt the chocolate over hot water, but make sure you don’t heat it up too much. Now it’s gonna get sticky: The gingerbread in one hand, a brush for the chocolate glaze in the other one.
The remaining glaze can simply be left in the bowl you used for melting; just place it in the fridge and warm it up for the next round of Lebkuchen.
Lastly I place the Lebkuchen on a plate and wait until they’re ready to be eaten. Once they’ve hardened a bit you can store them in containers. I hope that there’ll be some left for the 1st advent!

51 Kommentare

  1. T says:

    Oh!!!! Ich liebe Lebkuchen!!! Seufz! Schade, dass man durch den Bildschirm keinen klauen kann! Da werde ich doch wohl selber backen müssen. Danke für die Anregung!
    Hab eine feine Zeit
    Elisabeth

    • Elisabeth ich bin froh, dass Du nicht klauen kannst, aber sie sind recht fix gemacht, beim 2. mal geht es noch schneller, und wenn man dann so richtig auf den Geschmack gekommen ist, dann….LG Marlies

  2. Iris says:

    Hallo, kann ich anstelle Pottasche was anderes verwenden? Das hab ich nicht zu Hause :-)) Die sehen sehr lecker aus – danke für die Info, Iris

    • Hallo Iris, da würde ich lieber warten, bis du sie gekauft hast. ich habe noch nie etwas andres ausprobiert. Kannst es ja mal wagen, wäre aber schade, wenn´s dann nicht klappt. lg Marlies

    • Danke Franziska, heute werde ich mich mal mit dem Süßen zurückhalten, aber wenn man selber bäckt, isst man meist nicht so viel davon. Jetzt was Kräftiges, aber heute Abend bestimmt als Betthupferl. Liebe Grüße Marlies

  3. twinsie says:

    super lecker schauen deine Lebkuchen aus…..danke für Rezept, die werd ich sicher auch machen..und übrigens die Weihnachtsbäckerei schmeckt zu Beginn der Adventszeit am allerbesten😄!

    Schönes erstes Adventwochenende und liebe Grüße
    Eva

  4. marco says:

    Hihi, beim ersten Bild dachte ich erst an Fleischbällchen mit Schokoglasur 🙂 Eigentlich bin ich kein riesengrosser Lebkuchenfan, allerdings befürchte ich liegt das in erster Linie daran, dass ich selten wirklich guten gegessen habe. Deiner hier schaut jedenfalls zum reinbeissen aus 🙂

    • Also ich hatte mal in HH Lebkuchen gekauft, sehr teuer, aber sehr gut! Meine sind auch sehr gut, aber nicht so teuer, ein bisschen muss man aber in die zutaten investieren. 🙂

  5. AnDi says:

    Liebe Marlies,

    das mit dem Inhalt in der Dose am 1. Advent könnte schon schwierig werden. Selbst wenn die Lebkuchen nur halb so gut schmecken wie sie aussehen, stehen die Chancen schlecht! 😉

    Es ist für uns immer wieder interessant zu lesen, welche Möglichkeiten man mit veganer Ernährung hat! Wir durften hier schon viel lernen…. Danke dafür!

    LG
    AnDi

    • Danke AnDi, das habe ich auch nicht geahnt, dass sich mir solche Möglichkeiten auftun, da ist nichts mit Verzicht oder Einschränkungen, ich lerne auch immer
      wieder dazu un das macht so viel Spaß!
      LG Marlies

  6. Bliesgaufrau says:

    Schauen super aus! Danke für’s Rezept. Ich probiere das auf jeden Fall aus. Leider hab ich immer so meine Probleme mit den Rezepten in denen Ei ersetzt wird. Ich probier’s immer lieber mit Rezepten die ganz ohne Ei auskommen, weil ich’s immer, weiß der Geier warum, nicht so richtig hinkrieg. Aber die hier probier ich auf jeden Fall. Für michideales Rezept, weil mein Enkel Zölikaie hat. Werde dann berichten.
    Danke
    Rosi

  7. Ingrid says:

    Hallo Marlies, Ich habe jetzt schon mehrere vegane Lebkuchen Rezepte studiert und immer sehen die Ergebnisse absolut überzeugend aus. Wie du schon geschrieben hast, das umwandeln der Rezepte gelingt in den meisten Fällen. Aber da frage ich mich dann, wie ist die Tradition entstanden, überall Butter und Eier zu verbacken? Es geht doch auch mit viel weniger Cholesterin und gesättigten Fettsäuren…
    Bei deinem Sortiment würde ich ja gerne mal zum Tee vorbei schauen. 😋😜
    Liebe Grüße, Ingrid

    • Liebe Ingrid, Du weißt ja wo ich wohne! Du bist gerne gesehen. Ich merke auch immer öfters, dass Butter und Ei gar nicht nötig wären, aber das ist halt der allgemeine Glauben, und ehrlich habe ich das früher auch gedacht, weil meine Mutter mir das beigebracht hat.Die Nachkriegsgeneration hatte auch genug vom Ersetzen und wollte aus dem vermeintlich Vollen schöpfen, nie wieder Margarine, …..irgendwie erst verständlich, aber das ist ja nun auch schon etwas länger her, wir leiden keine Not und könnten gut umdenken. LG Marlies

  8. Gerti Unterluggauer says:

    Mmmmh, wird auf alle Fälle nachgebacken!
    Allerdings stehe ich auf Kriegsfuß mit „NoEgg“, ich werde mal (wie bei meinem früheen Elisen-Rezept mit 2 Eiern) mit Mandelmuß und etwas Sojamehl experimentieren…
    LG Gerti

  9. Emily says:

    Das ist ja einfach genial! Und sie sehen einfach nur köstlich aus. Eigenlich (!) wollte ich heute Nachmittag nichts mehr essen, da wir gleich bei Freunden eingeladen sind. Aber, durch dich angeregt, habe ich jetzt die Plätzchendose neben meinem Rechner. Ohne Witz!
    Mit einem Ei-Ersatz habe ich noch nie gearbeitet. Woraus besteht es? Nach Weihnachten kommt mein Vegan-Versuch 😉

    Ganz liebe Grüße, Emily

    • Habe auch gerade eins genascht, werden natürlich immer besser, wenn sie etwas durchziehen, aber meist sind sie schon vorher weg. Ei-Ersatz gibt es viele, das wird jetzt zu lang, der No-Egg ist rein pflanzlich und ohne Soja, aber da gibt es wirklich ganz viel verschiedenes, bin auch erst am durchtesten. Dir einen schönen 1.Advent, lg Marlies

  10. Anja says:

    Liebe Marlies, ich habe deine Lebkuchen nachgebacken und möchte dir daher nochmal herzlich für das Rezept danken. Die Lebkuchen sind die besten, die ich und mein Freund jemals gegessen haben! Er sagte wortwörtlich: Die sind super, schön weich und nicht so überwürzt (er meint den penetranten Lebkuchen-Orangeat-Geschmack der gekauften Lebkuchen). Die werd ich noch mal backen müssen vor Weihnachten, sind die absoluten Renner 🙂

    • Das freut mich Anja, sie sind wirklich die Besten. Werden aber noch besser, wenn man sie eine Woche liegen lässt, jetzt habe ich aber nur noch 4 Stück und müsste schon längst neue gebacken haben. Sie sind auch ein sehr willkommenes Mitbringsel!
      LG Marlies

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