Linzer Kolatschen – Ein Schmalzgebäck wird vegan

Die Dosen müssen gefüllt werden

Linzer Kolatschen – A Shortening Cookie Becomes Vegan
The cans have to be filled

Wieder ein ganz altes Rezept, ein Uralt-Heft von 1992, schon ganz zerfleddert, aber jedes Jahr hole ich es wieder raus, und obwohl es tausend neue hübsche Sachen gibt, komme ich an einigen dieser alten Rezepten nicht vorbei. Da sind wir uns in der Familie einig. Fast schon der Favorit sind diese Linzer Kolatschen, die traditionell mit Schmalz gebacken werden. Ich hatte meine Zweifel, ob ich sie auch so schön mürbe bekommen würde, aber ich kann Euch versichern: sie sind es!!! Und bekömmlicher obendrein!!!

3 Kolatschen
Gefüllt werden die kleinen Teilchen mit Marmelade, und da gibt es keine Vorschriften, heißt es zwar im Original mit Preiselbeerkonfitüre, finde ich, erlaubt ist, was gefällt. Da mischt sich jeder was selbst zusammen. Preiselbeermarmelade nehme ich allerdings auch immer, die mag ich so gerne, Aprikosengelee ist immer lecker, Johannisbeergelee nicht minder, Ihr seht, wer die Wahl hat, hat die Qual. Und nachher hat man immer einen Grund noch eins zu nehmen, da man ja alle Sorten durchprobieren muss.
Marmeladen
Nun zum Rezept, Zutaten:
70 g weiche Alsan
70 g andere Margarine (ich hatte Deli)
70 g Rohrzucker
1 No Egg ( 1 Teel. + 1 Eßl. Wasser)
1 Eßl. Mandelmus
25 g Semmelbrösel (ich hatte Dinkel, Paniermehl)
abgeriebene Schale 1/2 – 1 Zitrone ( ich mag gern viel)
180 g Mehl
Marmelade, nach Geschmack

Zucker mit Margarine schaumig rühren, alle Zutaten bis auf das Mehl zufügen, zum Schluss das Mehl unterkneten
Der Teig ist sehr weich, ich stelle ihn für 1 Stunde in den Kühlschrank, dann hat man es nachher leichter.
Nun den Teig in kleine Stückchen teieln, ich mache mir dabei die Arbeit und wiege, sonst sind die Stücke nachher sehr unterschiedlich. Eine Kugel 16-17 g, das ergibt 26 Stück.
Teigkugeln und Marmelade
Diese auf ein Backblech legen, Backpapier! Dann mit der Unterseite eines Kochlöffelstiels kleine Löcher in die Kugeln bohren. Vorsichtig, der Kugelteig bricht manchmal, wenn man zu stark drückt.
Löcher in Kugel
Zwischendurch muss man den Löffel immer wieder säubern, denn sonst klebt er fest.
Nun die Vertiefungen mit der Marmelade füllen.Es darf ruhig ein kleiner Berg sein, da alles beim Backen etwas auseinander geht, da ist dann Platz.
gefüllte Kolatschen
Nun ab in den Ofen, 180° C vorgeheizt ca. 15 Minuten.
Noch warm mit Puderzucker bestäuben.
Kolatschen bestäubt, nah
Gut auskühlen lassen, sie sind wirklich sehr mürbe. Dann könnt Ihr sie in einer Dose aufbewahren. Ich müsste sie eigentlich verstecken, aber vor mir selber ist schlecht.
In und vor Dose

Linzer Kolatschen – A Shortening Cookie Becomes Vegan
The cans have to be filled

Another old recipe, this one is from a 1992 cooking magazine, torn
apart, but i still take it out every year this time. There are so many
interesting new things to try, but also a few classics that I can’t
resist. And my family agrees – these cookies are among our favorites!
The traditional ones are made with shortening so I was not sure if
they’d turn out as crumbly as they should, but I can promise you: they
did! And even better for your body to digest!

The Cookies are filled with jam, the recipe calls for lingonberry, but
I also use apricot, red current or anything else; it’s up to you! And
trying many different ones is a good reason to eat more of them – you
gotta try ‚em all, right?!

Here’s the recipe:
70g soft Alsan (it’s a margarine with a flavor slightly like shortening)
70g normal margarine
70g cane sugar
1 no egg (1tsp + 1tbsp water)
1tbsp almond purée
25g bread crumbs
lemon peel of 1/2 -1 lemon
180g flour
jam to your liking

Mix the sugar with margarine until well combined, add the remaining
ingredients, but spare the flour. Lastly knead in the flour. The dough
is really soft, I place it in the fridge for one hour so it’s
consistency is better when forming cookies. Next you’ll have to divide
the dough into small pieces; I use a scale to form around 26 balls at
16-17g each. Place them on a baking sheet with baking paper. Use the
shaft of a wooden spoon to form small holes, but be careful to not
break the dough. The spoon needs to be kept moist with some water. Now
fill the jam in the holes; it doesn’t matter if it’s a over the top,
they’ll spread when being baked.
Preheat the oven (355F) and bake the cookies for 15min. Sprinkle with
powdered sugar while still hot.
let them cool down properly – be careful, they’re really crumbly when
warm. You can store them in a box; I should actually hide ‚em from
myself…

41 Kommentare

    • Im Originalrezept waren es 70 g Schmalz und 70 g Butter, darum habe ich auch etwas gemischt. Ich finde Alsan hat einen leichten Schmalzgeschmack, ist aber sehr fest, darum habe ich Deli dazu genommen, nur Deli ist etwas weich. lg Marlies

  1. Anemone says:

    Ein Träumchen ! Kenne sie eigentlich unter Husarenkrapferl oder Linzer Augen. Ich kann sie auch nicht vor mir verstecken, vor meinem Mann schon … 🙂

  2. twinsie says:

    Bei uns heißen sie auch Husarenkrapferl…..hab sie schon als Kind geliebt und werde sie mal nach deinem Rezept versuchen. Super tolle Fotos!

    Liebe Grüße
    Eva

    • Danke Eva, jetzt müsste ich mal eine Liste machen, wie die überall heißen, das ist ja unglaublich. Wir finden sie ohne Schmalz einfach leichter, trotzdem sind sie extrem zart und mürbe, also auch was für Nicht-Veganer, liebe Grüße Marlies

  3. Das wird notiert und gebacken! Da gibt es kein Vertun! ^^ Ich find es klasse, dass es einmal eine schmalzfreie Variante gibt, die offenbar genauso mürbe Kekse liefert. Wie schön! Und sie sehen bei dir auf den Fotos wieder schon zum Anbeißen (und komplett Vertilgen) aus.

    LG Michèle

    • Fein, dass ich was für Dich gefunden habe, Michèle. Für No Egg und Mandelmus waren 2 kleine Eigelbe vorgesehen.Viel Erfolg, schmecken werden sie Dir ganz bestimmt. Ich komm da gar nicht von los. LG Marlies

  4. Ingrid says:

    Du hast ja mittlerweile wirklich schon die Weihnachtsbäckerei eröffnet. Ich muss auch unbedingt beginnen! 😓 Vielleicht mache ich es mir einfach und backe alle deine Rezepte nach, dann weiß ich, dass sie gelingen. 😊
    Liebe Grüße, Ingrid

  5. AnDi says:

    Liebe Marlies,

    manche Dinge müssen einfach beibehalten werden und dazu gehören solche Rezepte! Traditionen sind wichtig und leckere Traditionen gleich doppelt! 😉

    Die Kekse sehen sehr lecker aus! Hmmmmmm….

    LG und eine gute Nacht
    AnDi

  6. Reni says:

    Hey, du fleißige Bäckerin du! Die sehen sehr yammi aus. Ich mag Kekse mit Marmelade sooo gerne.
    Ich wünsch dir weiterhin ein fröhliches Backen!
    Lieben Gruß
    ‚Reni

      • Monika Wolter says:

        OK danke für die schnelle Info – geht auch Apfelmus? Hab ich im Netz gefunden – Mandelmus hab ich – wieviel mehr denkst Du?

      • Es hängt ja immer ab, wofür man den Ei-Ersatz verwendet. Bei den Kolatschen, die ein helles mürbes Gebäck sind, braucht man nicht so viel Flüssigkeit, aber es muss halt hell sein. Bei den Lebkuchen kann man bestimmt gut mit Leinsaatmehl arbeiten. Ich denke, da muss man etwas experimentieren. Bei diesem Rezept hier habe ich noch nichts anderes ausprobiert,w eil es halt so perfekt war. Also einfach ausprobieren, viel Erfolg, lg Marlies

      • Monika Wolter says:

        Hab Sojamehl zuhause – dann probiert ich das aus. Bin schon sehr gespannt – werde heute auch Deine Vanillekipferl machen. Wirklich tolle Rezepte 😉 😉

      • Dann berichte mal, wie du es letztendlich gemacht hast, und was Du genau genommen hast. Der Ei-Ersatz ist wirklich ein umfassendes Thema,was man auch bei jeden Rezept separat sich anschauen muss. Ich werde auch noch gleich Kipferl backen, für eine Weihnachtsfeier am Montag, diesmal nur mit Mandeln, ich persönlich bin ja Haselnuss-Fan. Einen schönen ersten Advent, lg Marlies

  7. Petra says:

    Ich habe sie heute gebacken und bin hin und weg :-)! Leider hatte ich kein Mandelmus und habe dies durch zwei Esslöffel gemahlene Mandeln und ein bisschen Mandelmilch ersetzt! Sie sind trotzdem superlecker geworden! DANKEEEE!

    • toll, dass es so gut geklappt hat. ich denke, man braucht das mit dem Ei-Ersatz auch nicht so eng sehen, es gibt so viele Möglichkeiten, einfach immer mal was anderes ausprobieren. lg Marlies

  8. Pingback: Lieblingsrezepte: Früchtebrot & Co – Der Startschuss ist gefallen | homesteadnotes

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