Kleines Glück

Little Luck
I can’t save the world, but I can help individuals find their little luck.

Ich kann nicht die ganze Welt retten, aber ich kann Einzelnen zum kleinen Glück verhelfen

Vielleicht kennen einige von Euch auch dieses Gefühl der Machtlosigkeit, dass mich manchmal übermannt angesichts der vielen schlechten Nachrichten aus aller Welt. Da möchte man helfen, hat Mitgefühl und weiß nicht, wo anfangen – ist doch das Elend auf dieser Welt überall zu finden.
Für mich ist es wichtig, bei mir anzufangen und in meinen kleinen Mikro-Kosmos ein Oase des Friedens und des „kleinen Glücks“ zu schaffen, die mir auch die positive Kraft gibt, der Realität ins Auge zu schauen und meinen Anteil zu erfüllen.

Im Küchengarten

Meine Oase, mein „Homestead“ kennen die meisten nun schon aus den Blog-Beiträgen und wissen, dass die Tiere und der Garten der Angelpunkt meines Lebens sind.

Paco
In diesen Tagen dreht sich viel um unseren Hundezuwachs Paco aus Rumänien. Er hat die wenigen Tage der Orientierungslosigkeit abgelegt und ist schon jetzt ein zutraulicher, lieber Kerl, der bis jetzt (!) nicht zu viel Unfug anstellt. Wir haben diesen Schritt nicht bereut, wussten, dass vielleicht eine schwere Aufgabe auf uns zukommt, aber es scheint alles prima zu klappen. Unsere Greta, die ja aus Russland kommt und dort in einer Auffangstation war, ist deutlich traumatisierter und wird mit dem neuen Freund eine gute Ablenkung finden.
Bei dem gleichen Verein, der auch das Tierheim in Rumänien unterstützt : Pro Animal Welfare Hamburg e.V. habe ich noch eine Patenschaft für einen Hund übernommen, der so nicht zur Tötung muss und später in eine Pflegestelle kommt und dann hoffentlich vermittelt werden kann.

Ciubi

Als ich das Bild von Ciubi sah, erinnerte er mich so stark an meinen Max im Welpenalter, dass ich mich spontan für ihn entschied. Mehr als 3 Hunde kann ich nicht aufnehmen, aber diese Patenschaft ist für mich eine gute Möglichkeit gezielt zu helfen, und ich finde der Verein Pro Animal Welfare macht hervorragende Arbeit. Auch mein Sohn Ruwen hat die Patenschaft für einen Hund übernommen und das freut mich sehr.

Hunde wollen Leckerlies

Zurück zum Hof, wie oben schon erwähnt, haben die Hunde sich arrangiert und Prinzessin Greta spielt mit dem Karpatenhund Paco, Banjo schaut zu und freut sich, wenn er seine Ruhe hat. Als ich nun gerade die Hunde in ihrem neuen Gehege fotografiert hatte, lief mir der kleine Igel entgegen, das war Glück, denn normalerweise, hat man bei solchen Gelegenheiten die Kamera nicht in der Hand und wenn man sie holt, ist der Igel weg.

Peanut und Salty

Die Pferde sind glücklich, dass sie noch nachts auf die Weide dürfen, und ich, dass ich noch keine Boxen misten muss!
Peanut unser kleines Püppchen, die ja das unheilbare Cushing-Syndrom hat, ist nahezu Beschwerdefrei. Wir sind alle glücklich, dass unser Plan funktioniert hat, d.h. Haltung im Herdenverband mit viel Bewegung, es bekommt ihr sichtlich gut.

Carla

Berta und Carla sind auch guter Dinge und machen auf mich einen glücklichen zufrieden Eindruck, wenn ich ihnen das richtige Futter serviere.

Erdbeere

Der Küchengarten wird noch eine Weile für unser leibliches Wohl sorgen und macht mich wirklich glücklich, wenn ich so aus dem vollen schöpfen kann.
Salatköpfe
Ein Dutzend Salatköpfe wollen noch gegessen werden.
Lemon-Drop Chili
Die Lemon Drop Chilis sind die letzten die reif werden.
Rote Beete
Rote Beete schmückt noch das Hochbeet und die Blätter glühen im Gegenlicht.
Neuseeländer Spinat
Neuseeländer Spinat ohne Ende, ich friere schon laufend was ein, dann brauchen wir im Winter nicht nur Kürbis essen!
Birne
Und Banjo wartet mir zusammen, wann die letzte Birne vom Baum fällt, die Frage ist dann nur, wer es zuerst bemerkt und sie findet. Ich glaube, ich werde sie ihm gönnen. Damit mache ich ihn bestimmt glücklich.

Little Luck
I can’t save the world, but I can help individuals find their little luck.

Maybe some of you know this feeling of powerlessness due to all the bad news from all over the world. You want to help, have compassion, but don’t know where to start – with the misery being everywhere in this world.
It’s important to me to start with myself and to create an oasis of peace in my own little micro-cosmos. This will bring me positive energy and to face reality so that I can do my part of improving something.
Most of you know my oasis – my homestead – from the blog already and you know that the animals and the garden are in the focus of my life.
These days it’s a lot about our new dog Paco from Rumania. He has overcome the days of disorientation and became a friendly, confiding companion who hasn’t done any mischief yet. We did not regret this decision, we knew that it might be a complicated task, but it looks like it’ll all turn out well. Our Greta from a Russian animal collection point was more traumatized; she’ll find a nice play buddy in Paco.
I adopted another dog at the organization where we got Paco from; this will allow the dog to stay alive and eventually he might find a new owner too.
When I saw the picture of Ciubi I was reminded of my dog Max when he was still a puppy. I can’t take care of more than three dogs here, but this sponsorship allows me to help where it is needed and the organization is doing great work! My son as well adopted a dog which makes me happy.

Back to our farm: Like I’ve said the dogs are all happy and princess Greta plays with Carpathian dog Paco, Banjo looks at them from a distance and enjoys when he’s being left alone.
So when I was taking pictures of the dogs in their new fenced area, a tiny hedgehog crawled towards me. How lucky that I had the camera right in my hands; usually I don’t have a camera on me and once I grabbed it the hedgehog would be gone.

The horses are happy to still be outside all day and night and I’m happy that I don’t have to clean the stables yet!
Peanut, a friends horse with an incurable disease is doing just fine. We’re all happy that the plan of bringing her here worked out so well. Now she’s got other horses that she can roam around with and the fresh air is better for her anyways.
Berta and Carla are some lucky pigs. When they’re feeding on the right food they seem to be so happy.

The veggie garden still has some reserves and it looks like it will support us for quite some time. It makes me happy that I can get everything I want from it!
Around a dozen lettuce plants are waiting to be eaten. The lemon drop chillies are the last ones to be ripe and the beetroot is so decorative in the raised beds.
New Seeland spinach en mass; I’m already picking loads of it to store in the freezer. That way we don’t have to rely on squash alone in the winter time.
And Banjo is waiting beside me for the last pear to fall to the ground. The question is who’ll see it first; but I think I’ll let him enjoy the pear – it would make him really happy.

27 Kommentare

  1. Ich kann mich Arabella nur anschließen, Marlies. Die kleinen, doch eigentlich großen, Dinge des Lebens sind es, die uns in ihrer Summe glücklich machen. Diese Dinge hast du uns in deinem Beitrag geschenkt. Danke dafür ❤
    Liebe Grüße Maren

    • Es freut mich Maren, dass Du es auch so siehst. Irgendwie war jetzt mal wieder der Zeitpunkt, sich das vor Augen zu führen, es geht so leicht im Alltagstrott verloren. Liebe Grüße Marlies

  2. AnDi says:

    Was für ein wundervoller Bericht!!! Vielen Dank für den Einblick in Deinen Hof und Garten! 😀

    Wir freuen uns, dass Paco im Rudel seinen Platz gefunden hat und sind uns sicher, dass er sich wohl fühlt.

    Und ja, wir kennen das Gefühl der Machtlosigkeit….

    Es gibt ein Lied, welches zu 100% zum Anfang Deines Eintrages passt. Michael Jackson, „Man in the Mirror“. Hier ein kleiner Einblick in den Text (es ist der Refrain):

    Ich werde mit dem Mann im Spiegel beginnen,
    ihn darum bitten seine Ansichten zu ändern.
    Und keine Botschaft könnte klarer sein.
    Wenn du die Welt zu einem besseren Ort machen willst,
    betrachte dich selbst und ändere etwas.

    Den ganzen Text auf deutsch findest Du hier:
    http://www.songtexte.com/uebersetzung/michael-jackson/man-in-the-mirror-deutsch-63d6b6cb.html

    LG und einen guten Start ins Wochenende
    AnDi

    • Danke AnDi, das Lied ist mir wohl bekannt, aber so bewusst habe ich den Text nicht im Kopf gehabt. Es ist wirklich so, ich kann nur mich ändern, aber das kann viel auslösen. Ich wünsche Euch auch ein schönes Wochenende, hier wird es noch einmal richtig schön, so dass der Garten ruft. Liebe Grüße Marlies

  3. Ein sehr schöner Einblick in deinen kleinen Mikrokosmos, Marlies. Viel Kleines von jedem einzelnen bewirkt auch viel … Jeder fängt da an, wo er etwas positiv verändern oder bewegen kann.
    Abgesehen davon, dass es wirklich das persönliche Glück darstellt und innere Zufriedenheit erzeugt.
    Alles Gute weiterhin für dich, deine Familie und die ganze – offenbar muntere ^^ – Tierschar!

    LG Michèle

    • Herzlichen Dank Michèle, es war mal wieder Zeit Inventur zu machen, damit ich das Naheliegende nicht aus den Augen verliere. Als mein Mann fragte, worüber ich geschrieben habe und ich antwortete: Kleines Glück, meinte er: Kleines Glück und viel Arbeit! Aber wenn ich das Schöne daran sehe, macht mir die Arbeit auch Freude, und so ist es. Sonst hätte ich die tägliche Arbeit auf dem Hof schon lange leid, aber meine Vierbeiner mit ihrer Lebensfreude entschädigen mich immer, wenn es mal wieder anstrengend ist. Ein schönes Wochenende wünsche ich Dir, lg Marlies

  4. bwasem says:

    Liebe Marlies,
    Du sprichst mir aus der Seele. An Mitgefühl mangelt es heuer wohin man nur schaut! Deshalb ist es umso wichtiger sich über die „kleinen“ Dinge des Lebens zu freuen und selbst zu versuchen die Welt zu einem besseren Platz für alle zu machen. Ich danke Dir für Deinen Beitrag und die schönen Fotos von Deinem Mikrokosmos…ein echter Herzöffner!
    Liebe Grüße Britta

    • Gern geschehen Britta, ich finde einfach es ist von Zeit zu Zeit angebracht, sich der Thematik bewusster zu werden. Mir geht es jeden Fall so, dass ich bei der vielen Arbeit, die ich habe, aufpassen muss, solche Dinge nicht aus den Augen zu verliere und die vielen netten Kommentare zeigen mir, dass ich mit meiner Meinung nicht allein bin. . Liebe Grüße Marlies

  5. ruwengierls says:

    Hat dies auf Subliminal Wild rebloggt und kommentierte:
    It is the little things that matters….
    Just like for my mom, nature and animals around me make me really happy and bring me a feeling of inner peace that I can’t find anywhere else.

  6. Pingback: A Sunday Afternoon Hike in Central Germany | Subliminal Wild

  7. Follygirl says:

    Wie schön Deine Tiere zu sehen.. besonders den Neuzugang schon so entspannt!
    Ich selber bemühe mich auch um mein Paradies… mein Heim und meine Tiere sind mir sehr wichtig.. auch daß wir zufrieden und soweit gesund sind.
    Ja, es sind eben die kleinen Dinge im Leben.
    LG zu Euch ALLEN! Petra

  8. Annette says:

    Ja, ich verstehe dich gut, liebe Marlies, aber indem man selbst so lebt, dass man sich jeden Abend im Spiegel in die Augen sehen kann, macht man das einzig Wahre. Ich liebe diese Einblicke in deine/eure Welt und freue mich, dass die Tierchen sich bei euch wohlfühlen dürfen. Alles strahlt Harmonie und Freude aus, vom Garten bis zu den Bewohnern des homestead. Hast du dich in Afrika auch im Tierschutz engagiert? Kommt man wahrscheinlich nicht umhin, wenn man ein Herz hat.

    • Ach Annette in Afrika war ich leider nur kurz, unser Sohn Ruwen war länger dort. Ich habe mal davon geträumt, später dorthin zu gehen oder nach Kanada, aber mittlerweile denke ich ,dass mein Platz hier ist, vielleicht bin ich schon zu alt, noch einmal ganz neu anzufangen. Hier ist es momentan recht stabil, wir hatten auch schon nicht so gute Zeiten, so dass ich diesen Zustand genieße, irgendwann muss auch mal etwas Ruhe einkehren. Um so mehr freue ich mich, wenn das im Gesamtbild zur Geltung kommt. Liebe Grüße Marlies

  9. Reni says:

    Mir geht das Herz auf! Ich freu mich so sehr mit dir!
    Danke, dass du diesen Tieren hilfst, du hast ein großes Herz!
    Lieben Gruß
    Reni

      • Reni says:

        Ich versteh dich. Man will viel mehr machen und helfen, aber man soll sich eben selbst nicht überfordern, denn dann kann man nicht mehr und keinem ist geholfen. Ich hab nur eine Wohnung, deshalb hab ich keine Tiere, aber ich arbeite ehrenamtlich in einem ambulanten Kinderhospizdienst und bin einmal in der Woche für einige Stunden für eine Familie mit einem lebensverkürzt erkrankten Kind da. Mehr ist mir hier halt auch nicht möglich, neben meinem Ganztagsjob.
        Alles Liebe, Reni

      • Reni says:

        Danke dir. Es kostet Kraft und ich bin danach schon oft erschöpft, aber es ist auch eine schöne Zeit, die mich ausfüllt und erfüllt.
        So wie du auch schreibst, du kannst nicht noch mehr Hunde aufnehmen, obwohl du das so gerne möchtest. So kannst du sehr gut für deine Tiere sorgen und hast Zeit für alle, das ist wichtig! 😉
        lg, Reni

  10. Kerstin says:

    Hallo Marlies,

    der Neuseeländer Spinat kann man den als Pflanze kaufen oder bekommt man den nur als Samen? Erntet man die ganzen hohen Pflanzen oder nur einzelne Blätter davon?
    LG Kerstin

    • Ich kenne nur die Samen, er lässt sich nicht gut verpflanzen, da er Pfahlwurzeln hat. Meiner sät sich immer selber aus, aber es gibt auch Saatgut zu kaufen. Bei den ganz jungen Pflanzen kann man auch die Stiele nehmen, aber ich verwende nur die Blätter, da immer überreichlich vorhanden ist. Wenn Du aussäst, die Saat braucht lange und die kleinen Pflanzen auch, bis sie in die Gänge kommen, aber dann ist kein halten mehr. Er braucht aber Wärme. LG Marlies

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