Sommerzeit = Obstkuchenzeit : Blaubeer-Tarte mit Canihua und Holunderblütensirup

Canihua, Holunderblütensirup….es schmeckt aber auch ohne!

Fresh Summer Berries = Fruity Cake Time
Blueberry Tarte with Canihua and Elderflower-syrup

Sommerzeit ist Obstkuchen-Zeit für mich, oder etwas moderner ausgedrückt Obst-Tarte. Eine süße Tarte ist für mich ein flacher Obstkuchen, der einen dünnen, in der Regel knusprigen Boden hat. Alles kann dabei beliebig variieren und da ich gerne Kuchen essen, gibt es am Wochenende im Sommer bei uns regelmäßig diese leckeren Obstkuchen.

Stück auf Torte

Am Freitag fand ich im Bio-Hofladen im Nachbardorf Canihua-Körner und Mehl, was ich noch nicht kannte. Also habe ich mir das Mehl gleich mitgebracht und ausprobiert. Canihua ist ein Gänsefußgewächs und ist eine Traditionspflanze aus Peru und Bolivien, die dort in 4000 m Höhe wächst. Sie ist vielseitig verwendbar, die Körner sind dunkelbraun. Ich habe 1/5 des Mehls damit ersetzt und man schmeckt es deutlich, ein leicht herber Geschmack, der an Buchweizen erinnert, aber halt auch viel Eigengeschmack hat. Ich werde weiter damit experimentieren.

Für die Tarte habe ich einen Mürbeteig hergestellt, für eine große Tarteform (28cm).

  • 200 g Mehl, bevorzugt Dinkelmehl 630
  • 50 g Canihua-Mehl (Kastanienmehl, Buchweizenmehl….)
  • 125 g Allsan, Margarine
  • 60 g Rohrzucker
  • evtl.etwas kaltes Wasser

Blaubeeren und Limette
alles zu einem glatten Teig verkneten, mind. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Inzwischen die Beeren-Füllung vorbereiten.

  • 500 g Blaubeeren
  • Cashew-Schmand von 200 g Kernen
  • 3-4 Eßl. Holunderblütensirup ( Ersatz Agavendicksaft)
  • Schalenabrieb von 1 Limette

das ganze vorsichtig vermischen.

Beeren mit Schmand
Den Teig zwischen Klarsichtfolie ausrollen, in die Tarteform legen und bei 190 ° C 15 Minuten vorbacken.

Die Füllung auf den Teig geben und noch weitere ca. 40 Minuten backen, die Creme sollte leicht Farbe abgenommen haben.
fertiger Kuchen
Nun steht dem Genuss nichts mehr im Wege.

Ausschnitt Tortenstück

Fresh Summer Berries = Fruity Cake Time
Blueberry Tarte with Canihua and Elderflower-syrup

For me summer time is the time for berry cakes, or as you’d call them nowadays: Tartes. A sweet tarte is a rather flat berry cake with a crispy dough at the bottom. You can vary however you like and since I love cakes we have all kind of variations throughout the summer.

Last friday I stumbled across canihua seeds and flour in a local organic store; I haven’t heard about it before so I got the flour to give this traditional Peruvian and Bolivian plant a try. It grows in heights of 12000ft and can be used in many different ways. The seeds are small and dark brown. I exchanged 1/5 of the normal flour with canihua and you can taste the difference: a rather acerb flavor, similar to buckwheat, but still with a lot of its own flavor! I will continue experimenting with it.

I prepared a shortcrust dough for this tarte and used a circular baking pan with 11in diameter.
200g flour (preferably spelt)
50g canihua
125g Allsan (a typ of rather hard margarine)
60g cane sugar
cold water as needed
Mix everything to a smooth dough, wrap with plastic and let it sit in the fridge for half an hour. In the meantime let’s start the berry filling:
500g blueberries
cashew sour cream made from 200g cashews
3-4tbsp elderflower syrup (use agave syrup as an alternative)
peel of one lime
Carefully mix together. Next roll the dough in between two layers of plastic wrap and place in the baking pan (without the plastic). Bake at 375F for 15minutes before spreading the berry mix on top of the dough and bake for another 40minutes until the cream is lightly golden.

Enjoy!

14 Kommentare

  1. allesistgut says:

    Oh, das muss aber gut schmecken. Von diesem Canihua habe ich noch nie gehört. Sieht auf jeden fall oberköstlich aus. VIelen Dank für die Anregung und das Rezept!
    Lieben Gruß.

    • War auch für mich neu, gibt ja jetzt laufend irgend welche Körner, die man dann auch zu mehl verarbeiten kann. Dies hat aber wirklich einen kräftigen Eigengeschmack und die dunkle Farbe, ich denke, da lässt sich einiges machen. lg Marlies

    • Habe gerade ein Brot damit gebacken, 1/10 des Mehls und es riecht lecker danach, etwas schokoladig. Bin mal gespannt, ob man es auch schmeckt. Es gibt ja so viel neues, als ich letzte Woche in dem Bioladen war, staunte ich, was ich alles noch nicht kannte. lg Marlies

  2. Bin schwer begeistert von diesem Rezept, Marlies. Vielleicht, weil ich grundsätzlich schon gern dünne Obstböden nach Tarte-Art mag. Herberer Geschmack durch den Anteil des Canihua-Mehls hört sich als leichter Kontrast zu dem süß-milden Blaubeer-Schmand-Belag richtig gut an!
    Die Fotos sind zudem sowieso immer so, dass man sich gleich ungeprüft in das Zeug reinsetzen könnte … ^^ Toll!

    LG Michèle

    • Man kann sich wirklich reinsetzen. Im Sommer möchte ich nur solche Obstkuchen, das war gerade Saison hat und ohne viel Firlefanz, würde ich jeden Tag essen, mache ich natürlich nicht, nur am Wochenende,wenn die Familie zusammen ist, und das mögen wir alle drei gerne, eine Tarte ist dann an einem Tag verputzt, aber da schmeckt sie ja auch am besten. Jetzt in der Woche gibt es Müsli für mich, etwas gesünder, aber auch nicht schlecht, und ich kann schon mal überlegen, was ich am Wochenende backe. . lg Marlies

    • Heute früh haben wir das Brot gekostet, war sehr leicht und locker durch das Kichererbsenpüree das ich noch mit drin hatte, guter Geschmack, insgesamt etwas wenig Bindung, aber das lag an meiner Zusammenstellung. Werde ich noch mal anders ausprobieren. lg Marlies

  3. merlanne says:

    Die Torte sieht soo appetitlich aus und das Rezept klingt interessant. Canihua kenne ich auch nicht, Holundersirup habe ich gestern gekostet, wunderbar! Danke für dieses tolle Rezept.
    LG
    Claudine

    • Ja Blaubeeren haben eine tolle Farbe,besonders wenn dann der Saft ausläuft – Hauptsache man bekleckert sich nicht damit, geht schwer raus. Ich verwende meinen Holunderblütensirup jetzt für die verschiedensten Gerichte, z.B. im Salat, als Getränk ist es mir zu süß, da bräuchte ich noch viel Zitrone. lg Marlies

  4. Annette says:

    Zu lecker, liebe Marlies, wenn’s so weiter geht, muss ich bald den Gürtel weiter schnallen…oder mehr im Garten arbeiten! Liebe Grüsse, geniesse den Kuchen 🙂

    • Ach solchen Obstkuchen machen doch nicht dick! Hängt natürlich von der Menge ab, also wir schaffen da ordentlich was. Bei Euch in Frankreich gibt es doch auch solche herrlichen Tartes beim Bäcker zu kaufen, allerdings sind diese oft gehaltvoller, als das was ich zuhause backe. lg Marlies

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