Alle lieben Mohn – Gedeckter Apfel-Mohn-Kuchen

Poppyseed for everyone – Covered Apple-Poppyseed-Cake
stückundganz
Muttertag war Premiere und nun haben wir einen neuen Favoriten!

Mohnkuchen jeglicher Art sind in der ganzen Familie beliebt und wenn ich mir so die Posts im Internet anschaue, sehe ich, dass wir damit nicht allein sind.

Als mein Sohn letzte Woche aus Hamburg zurück kam, berichtete er begeistert von seinem Besuch in Lühmann´s Teestube  , wo er den besagten Mohnkuchen gegessen hatte. Ich glaube, dass alle Hamburger unter euch die Teestuben in Blankenese kennen und natürlich auch die wunderbaren Backwaren, die es dort gibt. Sofort war beschlossen, das wird in der veganen Variante nachgemacht.
großeskuchenstück
Ich hatte auch noch die richtige Menge an Graumohn  in der Vorratskammer, so dass wir eine besonders gute Mohnfüllung machen konnten. Der Graumohn wird in Österreich im Waldviertel angebaut und ist durch seinen besonders feinen Geschmack berühmt. Ich hatte mir vor einiger Zeit welchen bestellt, denn ungemahlen hält er sich recht lange. Zum Mohn mahlen braucht man wiederum eine spezielle Mühle für Ölsaaten, die normale Getreidemühle verklebt. Und weil ich nun so ein großer Mohnesser bin, habe ich auch eine kleine elektrische Mühle, ich nenne mal ausnahmsweise den Hersteller: Karcher, denn ich komme mit diesem preiswerten Gerät sehr gut zurecht, die Einfüllmenge ist zwar klein, aber dann mache ich halt mehrere Portionen. Übrigens kann ich damit auch sehr schön Leinsaat mahlen und erhalte dann das Leinsaatmehl um einen Eiersatz  ( das sog. flax egg) zu machen. 1 Eßl. Leinsaatmehl + 5 Eßl. Wasser, vermischen und etwas quellen lassen.
kuchestückvorkuchen
Das Rezept ist nicht schwierig, und relativ schnell gemacht, das Ergebnis ist himmlisch und mein Mann und Sohn stellten wieder fest, dass vegane Kuchen besser als „normale“ schmecken, das finde ich besonders toll.
apdelaufmohn
Nun an die Arbeit. Zuerst brauchen wir den Apfelkompott, damit er etwas auskühlen kann. Ich hatte 3 sehr große Äpfel, Jonagored (meine berühmten Pferde-Futter-Äpfel) diese habe ich geschält und in Stückchen mit 2 Eßl. Rosinen und 2 Eßl. Rohrzucker und ca. 100 ml Wasser knapp gar gedünstet. Dann in einem Sieb abtropfen lassen. Allerdings fanden wir, dass die Apfelfüllung hätte mehr sein können. Aber das kann man ja leicht abwandeln.
mohnfüllung
Nun die Mohnfüllung, die habe ich mir von Kirschbiene kocht  ausgeliehen.
200 g gemahlener Mohn
200 ml Sojamilch Vanille
50 g Margarine
75 g Puderzucker
alles zusammen im Topf aufkochen, gut rühren und beiseite stellen. ACHTUNG: dies schmeckt so lecker, d.h. Aufpassen, dass nachher auch noch was da ist.
teig
Der Mürbeteig: den macht sicher jeder ein bisschen anders, hier meine Variante, für eine kleine Springform 24cm:
300 g Dinkelmehl 630
150 g Margarine
75 g Zucker
1 Prise Salz
Ich verknete alles mit den Händen, wiege dann den Teig und portioniere mir gleich die Mengen für den Boden, den Rand und den Deckel. Ich lasse den Teig mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, dann rolle ich ihn zwischen Klarsichtfolie aus, er ist leicht krümelig, aber dafür nachher umso mürber. Für den Rand mache ich kleine Rollen und drücke sie dann in der Form hoch.

Nun legt ihr den Boden der Springform mit Backpapier aus, den Teig drauf und den Rand formen. Jetzt die Mohnfüllung verteilen, dann den Apfelkompott und zum Schluss noch den Teig zum Abdecken. Der Ofen ist auf 190° C vorgeheizt und der Kuchen braucht ca. 45 Minuten, der Mürbeteig sollte hellbraun sein, da ich nicht so viel Zucker im Teig habe, dauert das etwas länger und ich gebe zum Schluss noch etwas Hitze von oben zu.
kuchenbepinseln
Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, verpasse ich ihm noch eine kleine Glasur. Dazu verrühre ich 2 Eßl. Zitronensaft mit ca. ½ Tasse Puderzucker, halt soviel Zucker, dass es zähflüssig wird, dies wird dann noch auf den heißen Kuchen gepinselt. Und jetzt heißt es nur noch warten, bis er genug abgekühlt ist um ihn zu genießen.
Lasst es Euch schmecken!
kuchenaufgabel

Poppyseed for everyone – Covered Apple-Poppyseed-Cake

Mother’s Day was the first time we tried this one and now it’s one of
our favorites!
Everyone in our family loves all kind of poppyseed cakes and when
looking at blog posts online I see that we aren’t the only ones. When
my son came back from Hamburg last week he told me about his visit on
the tea salon „Lühmann’s Teestube“ in Hamburgs famous quarter
Blankenese where he had his best poppyseed cake ever. Probably
everyone in Hamburg knows this tea salon with its unique style and the
amazing baking gods. Now I wanted to try and make a vegan version of
it.
I still had the right amount of grey poppy seeds so that we were able
to make an extra special filling. This poppyseed is from Austria and
famous for its fine flavor. I ordered some awhile ago, but since it is
not ground it’ll last a long time. You need a special grinder for
poppyseed – I have a small electric one. It is cheap, but get’s the
job done; the only downside is that you can only grind a rather small
amount at once.

The recipe is not complicated at all and rather fast prepared. The
result is amazing and my son and husband assured me that vegan cakes
taste better than „normal“ ones – that makes me happy!

Now let’s get started. First we need the apples to be prepared. I used
three really big ones which I usually feed to the horses. Peeled and
chopped I boiled them with 2tbsp raisins and 2tbsp brown sugar and
100ml water for a short moment before straining the liquid. Next time
I’d use more apples tho.
For the filling mix 200g ground poppy seeds, 200ml vanilla soy milk,
50g margarine and 75g powdered sugar and bring to boil. Be careful to
stir frequently as it’ll stick to the pot easily! And don’t eat it all
yet – it is delicious!
The dough: With my hands I mix 300g spelt flour, 150g margarine, 75g
sugar and a dash of salt. Once mixed, I prepare two equal parts for
the top and bottom and enough for the sides. Let it rest in the fridge
for at least half an hour before rolling until thin and even.
Put the dough on the bottom of your cake pan, add the sides before
spreading the filling on the bottom. Next are the apples and cover
everything with the top part of the dough. Bake in the preheated oven
(375F) for around 45minutes or until lightly brown. I added some top
heat towards the end.
Once you take the cake out of the oven I add a frosting. Mix 2tbsp
lemon juice with half a cup powdered sugar and spread on the still hot
cake. Now you gotta be patient and wait till the cake is cooled down
before you can enjoy it!

19 Kommentare

    • Das geht sicher auch, ich hatte nur gerade Sojamilch + Vanille im haus, sonst nehme ich eigentlich auch lieber Mandelmilch, dann halt noch Vanille-Extrakt dazu.

  1. Ich muss sagen, dass ich in Bezug auf Mohnkuchen wirklich kein Fachmann bin. Ich liebe Mohnbrötchen, aber Mohn in Kuchen? Ich glaube, ich muss das mal ausprobieren. Dein Kuchen macht wirklich Appetit. Die obere Schicht sieht superlecker aus!
    Liebe Grüße Maren

    • Mohnkuchen ist das aller Größte, es gibt natürlich viele Möglichkeiten, aber gerade dies Rezept ist sehr fein, vor allem der Graumohn, der ist auch gar nicht bitter, leicht nussig, einfach wunderbar. Da musst du unbedingt mal ran liebe Maren, oder vorbeikommen, ich habe auch noch einen Luxusmohnkuchen, den habe ich aber noch nicht vegan gebacken. lg Marlies

      • Luxusmohnkuchen, das klingt ja interessant 🙂 . Und noch besser klingt das Vorbeikommen 😉 . Dann könnte ich mich einfach an deinen Tisch setzen und genießen. Schade, dass du nicht um die Ecke wohnst.
        LG Maren

  2. Ich habe bisher noch nichts mit Mohn gebacken, was sich nach deiner Anleitung aber sicher bald ändern wird. Der Kuchen (Füllung) sieht sehr saftig aus, was ich mir zu dem Mürbeteig besonders lecker vorstelle. Und er hat wirklich die richtige Bräune. Das finde ich besonders schön an deinen Blogposts: Die wirklich klar und deutlich beschriebene Herstellung, diese zusätzlichen Tipps zur Erleichterung und um ein besonders gutes Resultat hinzubekommen oder auch deine Anregungen für alternative Zutaten – und natürlich die himmlisch bebilderten Stadien der Zubereitung inkl. Endprodukt!

    Wieder mal sehr inspirierend (und natürlich Gelüste verursachend)!

    Liebe Grüße
    Michèle

    • Ich wundere mich schon, wie viele schreiben, dass sie keinen Mohnkuchen backen, dabei ist das so ober lecker. Früher habe ich das Mohnback von Edeka genommen, das von Dr,Oettker war mir immer zu süß, aber wenn man selber mahlt, ist das natürlich viel besser und besonders der Graumohn, der ist noch milder und zarter. Da bin ich ja zufrieden, wenn meine Anleitungen gut ankommen, manches ist mir so selbstverständlich, das ich es gar nicht aufschreiben will, dann denke ich aber, dass ja auch junge und nicht so alte Hasen wie ich das lesen, die noch Tipps brauchen und nicht jeder steht so gerne in der Küche, wie ich es tue. Übrigens bin ich natürlich eben dabei einen Kürbis-Schoko-Kuchen zu backen, ein Blitzkuchen, alles zusammen schmeißen, ab in den Ofen, fertig und da ich vorhin Rasen gemäht habe, Schwerstarbeit, habe ich mir dann auch ein großes Stück verdient. Ich würde dir aber auch was abgeben, der Mohnkuchen ist natürlich alle. lg Marlies

  3. Annette says:

    Ich bin ganz verrückt auf Mohnkuchen und -schnecken. Letztere kaufe ich immer, wenn ich in Deutschland bin, so lecker. Kuchen mache ich mit Mohnback, was es aber leider nur in D gibt. Manchmal gibt’s auch Strudel…Kindheitserinnerungen 🙂

    • Aber wenn du ganzen Mohn kaufst, hast du für lange Zeit was, da er ja gut haltbar ist. Man hat halt nur die Mühe mit dem Mahlen, aber das ist ja nicht so schlimm, wenn es dafür so was Leckeres gibt, Wird in Frankreich kein Mohnkuchen gegessen? lg Marlies

      • Annette says:

        Ist hier nicht so üblich und eine Mühle habe ich nicht, aber ist kein Problem, da ich ja manchmal nach D komme.

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