Grundnahrungsmittel – die Kartoffel

Bekanntlich entdeckten die Spanier in der Neuen Welt u.a. auch die Kartoffel. Sie setzte sich in Europa erfolgreich durch und bei uns sorgte der Alter Fritz ( Friedrich der Große) für die Verbreitung.
Ob wir sie heute noch als Grundnahrungsmittel bezeichnen können, bezweifle ich fast, doch im Hobbyanbau gewinnt sie zunehmend an Anhängern, was man auch an der riesigen Sortenvielfalt , die jetzt zur Verfügung steht, sehen kann.

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Ich baue Kartoffeln erst seit 3 Jahren an, und das war anfangs nicht so erfolgreich. Dieses Jahr dann der Durchbruch. Das Kartoffelbeet wurde im letzten Jahr gut vorbereitet,mein Mann zeigte großen Einsatz und arbeitete den alten Pferdemist unter. Jetzt lag es an mir für weiteres Gelingen zu sorgen.Schon kam die erste Panne, ich bestellte die Kartoffeln zu spät, also ging es erst im Juni in die Erde. Dann folgte eine Zeit größter Trockenheit, aber die Ernte war doch recht ansehnlich und der Geschmack ist unbeschreiblich gut.
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Als Sorten hatte ich ausgewählt:

  • Quarta, vorwiegend festkochend, wie ich finde aber eher Richtung mehlig
  • Gloria, wie oben
  • Mayan Twilight, Inkakartoffel, lecker, auch wenn sie für mich nicht nach Marzipan schmeckt, was ich bei einer Kartoffel aber auch nicht wünsche!

Nun hatte ich von allen Sorten noch etliche Kartoffeln übrig. Wohin damit??
In dem kürzlich erstandenen Buch von Margit Rusch: „Anders gärtnern, Permakultur-Elemente im Hausgarten „, entdeckte ich die Heukartoffel. Das wollte ich nun ausprobieren.
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Land habe ich reichlich, also wählte ich auf einer Pferdeweide den Ausläufer eines alten Misthaufens.
Das Gras wurde abgesenst, nun eine dicke Heuschicht aufgetragen, diese muss nächstes Jahr deutlich dicker sein, da das alte Gras zu stark durchwucherte. Dann die Kartoffeln einfach auflegen und das Ganze wieder mit einer guten Heuschicht abdecken. Wegen der extremen Trockenheit anfangs etwas gießen, kein Unkraut jäten, nur noch ernten.
Die Kartoffeln brauchten etwas länger, als im normalen Beet, aber dort war es ja auch deutlich trockener. Die Pflanzen waren alle gesund, keine Braunfäule,die Kartoffeln super, keine Stellen und auch nicht angefressen. Der Ertrag mindestens gleich groß.
Fazit:nur noch Heukartoffeln, das geht wirklich von alleine.

Wie heißt es doch: „Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln“, bin ich nun dumm??
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Das alte Beet habe ich schon in ein Erdbeerbeet umfunktioniert und der Platz für die Heukartoffeln ist auch schon vorbereitet.
Jetzt heißt es nur noch ESSEN, was ich gerne mache und außerdem sehr gesund ist, besonders die basenbildende Funktion ist für mich wichtig.
Ich hoffe nur, dass sie bis zum Ende lagerungsfähig bleiben.

9 Kommentare

  1. Finde ich alles gut und bemerkenswert und lehrreich und unterhaltend noch dazu. Aber ich muß mir noch die Zeit nehmen, a l l e s gründlich zu lesen. Jedenfalls gefällt es mir!

  2. DAnke Marlies, jetzt brauch ich nicht mehr zu fragen, ich hab eh vergessen wer mir das erzählt hat mit den Heukartoffeln.

    Aber derjenige hat mir auch noch erzählt dass auf das Heu ganz ganz wenig Erde kommen soll, damit das ein bissi feuchter ist und das trockene Heu bei Wind nicht davonfliegen kann.

    Liebe Grüße Sina

    • Hallo Sina, das hängt auch von der Länge des Heus ab, das kann ja sehr unterschiedlich sein. Wir haben anfangs ja auch etwas gegossen, aber das Heu hält dann sehr gut die Feuchtigkeit. Wegfliegen hängt natürlich vom Standort ab. Aber ist ja auch noch ein bisschen Zeit.
      lg Marlies

      • Stimmt, vor April brauchen wir nicht näher daran denken ggg.
        Aber ich muss mir sowas immer vormerken, sonst vergess ich die Hälfte wieder seufz.

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