Grüne Tomaten: ein Resümee zum Ende der Tomatensaison und eine kurze Widmung des gleichnamigen Films

 

Nachdem es heute Nacht wieder Bodenfrost gab, habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass die restlichen unreifen Tomaten noch eine Chance haben. Also habe ich alles, was halbwegs reif war, abgepflückt und ein leckeres Tomatensüppchen gekocht. Zur Abwechslung mal mit einer Süßkartoffel und Ingwersirup, zum Schluss etwas frischen Koriander drauf, fertig, ein Genuss!

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Ich halte auch nichts davon, die unreifen grünen Tomaten in Zeitungspapier einzuwickeln und dann in eine Schublade zu stecken, der Geschmack ist einfach nicht da, es fehlt die Sonne.
Leider hängen nun doch noch etlich unreife Früchte an den Pflanzen, was sehr schade ist. Der Start in die Saison war perfekt. Die Samen Ende März ausgesät, später nach dem Umtopfen ins Gewächshaus, ein weiteres Umtopfen und dann an die Stallwand, ein letztes Umtopfen in die endgültigen Töpfe, und dann kam die Katastrophe: 3 Wochen Regen und sehr kalt, jeglicher Wachstum stoppte. Obwohl ich ein Vlies vor die Pflanzen spannte, bekamen die Blätter braune Flecken, Panik brach bei mir aus. 35 Tomatenpflanzen, alles umsonst? Aber ich hatte Glück, das Wetter schlug um, und es gab reichlich Blüten, doch leider war die Saison zu kurz. Einige Sorten schafften es nicht so richtig alle Früchte zur reife zu bringen. Dazu gehörte auch mein geliebtes „Green Zebra“.

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Wobei ich nun bei den „grünen Tomaten“ bin. Seit einigen Jahren gehören sie unbedingt in mein Sortiment. Vor allem Green Zebra ist in der Pfanne gebraten, unschlagbar. Es entfaltet sich ein ganz besonderer Duft, dazu ein Rührei, mehr braucht es nicht.
Kennengelernt habe ich die grünen Tomaten durch den gleichnamigen Film, was ja schon ziemlich lange her ist, ca. 22 Jahre. Regisseur Jon Avnet hat meiner Meinung nach einen sehr bewegenden Film geschaffen, der auch durch die schauspielerischen Leistungen beeindruckt. Ich denke, gleich morgen werde ich die DVD einschieben, um alles wieder aufzufrischen.

Damals waren die Samen von grünen Tomatensorten wohl nur bei Insidern bekannt, ich hatte davon noch keine Ahnung. Ich denke, ich habe sie erst vor 10 Jahren entdeckt und lieben gelernt. Meines Wissens nach, werden in Amerika auch die unreifen grünen Tomaten zum Kochen verwendet, z.B. auch für Tomatenmarmelade. Ich persönlich würde davon abraten, da auch beim Kochen das giftige Solanin nicht abgebaut wird. Ich verwende immer nur die Tomaten, die reif sind.

Nun sind also die Tomaten abgeerntet, die Samen eingetütet, die ersten neuen Sorten fürs nächste Jahr werden ausgesucht.
Und dann geht wieder alles von vorne los.

1 Kommentar

  1. Pingback: Für alle Tomaten-Fans: gebratene Panko-Tomaten | homesteadnotes

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